Freiherr-von-Thüngen-Str. 3 ~ 14770 Brandenburg an der Havel
0176 24814829
helferin-der-seelen@gmx.de

~ Fest der Göttin Cerridwen (3. Juli) ~

~ Fest der Göttin Cerridwen (3. Juli) ~

20210703 145201

Der 3. Juli ist der Festtag der keltischen Göttin Ceridween. Teilweise wird sie auch als walisische Göttin bezeichnet, da sie besonders in Wales und Cornwall verehrt wird. Sie tritt meist als die alte Weise auf (dreifach Göttin – Jungfrau, Mutter, alte Weise) und steht für Leben, Tod und Wiedergeburt, für Transformation, Fruchtbarkeit, Poesie, Magie, Inspiration, Astrologie, Kräuter, Weisheit und Regeneration. Sie ist die Hüterin des Kessels in der die Ursuppe kocht und die Herrin des Getreides. In vielen Darstellungen sieht man sie an einem großen bauchigen Kessel rührend, umgeben von Getreide und Mutterschweinen. Das Schwein, die Sau wurde in der keltischen Mythologie als Fruchtbarkeitssymbol verehrt, da eine Sau viele Ferkel auf einmal gebären kann, sich um ihre Kinder sorgt, sie versorgt und beschützt. Ihr großer Kessel ist gefüllt mit der Ursuppe – aus ihm geht Leben, Tod, Wiedergeburt, Transformation und Inspiration hervor. Die Zutaten brodeln in ihrem Kessel, weswegen er immer wieder umgerührt werden muss. Die Zutaten transformieren sich und geben ihre Magie frei. Der Trank aus diesem Kessel heilt Körper, Geist und Seele. Wenn du Heilung brauchst, dann kannst du Cerridwen rufen und sie bitten dich zu heilen. Aber Obacht, ähnlich wie die Zutaten der Ursuppe kann es sein, dass du erst gerupft, geschnitten, gestampft, gekochte, püriert, vermischt und erst dann wieder zusammengesetzt wirst. Der Heilungsprozess, die Transformation, die Wiedergeburt können schmerzhaft sein und dich in die tiefsten Tiefen bringen, bevor du wieder das Licht erblickst. Sei dir dessen bewusst, wenn du sie rufst. (Ähnliche Rituale gibt es auch im Schamanismus.)

Cerridwen steht besonders für Leben, Tod, Wiedergeburt und Fruchtbarkeit. Wieso zeigt sich in einer überlieferten Geschichte.

Cerridwen hatte die wunderschönste Tochter der Welt, Greirwy und den hässlichsten Sohn der Welt, Afangdu. Um ihren Sohn ebenso die Schönheit und Weisheit zu schenken braute sie einen Trank. Hierfür lies sie ihren großen bauchigen Kessel mit Quellwasser und Kräutern füllen und schürte das Feuer. Zu ganz bestimmten Zeiten fügte sie weitere Kräuter und Zutaten hinzu. Sie achtete auf Sonne, Mond und Zeiten, denn schließlich sollte dies ein sehr mächtiger Trank werden. Dieser Trank kochte ein Jahr und einen Tag, was 13 keltischen Mondmonaten entspricht. Cerridwen musste frische Kräuter sammeln und so bat sie den Dorfjungen Gwion den Trank zu rühren. Sie bläute ihm ein, er dürfe nicht einen einzigen Schluck des Trankes trinken. Gwion rührte und dabei spritzen ihm 3 Tropfen des heißen Trankes auf die Hand. Instinktiv leckte er sie ab und all die Magie des Trankes ging in ihn über. Da er nun hellsichtig war, wusste er, dass Cerridwen ihn dafür töten würde und so lief er davon. Aber auch Cerridwen war hellsichtig und so wusste sie was passiert war und jagte ihn. Er verwandelte sich in einen Hasen, sie sich in einen Windhund. Er verwandelte sich in einen Fisch, sie sich in einen Otter. Er verwandelte sich in einen Vogel, sie sich in einen Falken. Daraufhin verwandelte sich Gwion in ein Getreidekorn und Cerridwen wurde zu einer Henne und fraß ihn. Dadurch wurde sie schwanger und gebar ihren Sohn Taliesin. Den berühmtesten Barden der Welt. Sie wollte ihn eigentlich töten, aber setzte ihn dann doch in einem Boot auf dem Meer aus.

Diese Geschichte zeigt, dass manchmal Tod und Wiedergeburt sein müssen, um sich zu wandeln und Inspiration in die Welt zu bringen. Wenn wir uns fragen wohin unser Weg uns führen soll, dann kann es uns helfen Cerridwen zu fragen, aber wunder dich nicht, falls Teile von dir sterben müssen, damit du wiedergeboren werden kannst.

Wenn du Kräuter sammeln möchtest, dann sind es Lavendel, Eisenkraut (Verbene), Salbei und Rosmarin die angeblich für Cerridwen stehen. Aus ihnen kannst du eine Räuchermischung für die Fruchtbarkeit und Reinigung „brauen“.

Herzensgrüße, deine Kerstin