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~ Der Punkt als Symbol ~

~ Der Punkt als Symbol ~

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Ich habe heute im Laufe des Tages mich immer wieder gefragt „Worüber möchte ich heute schreiben?“ und mir fiel einfach nichts ein. Und dann … ich nahm gerade die Wäsche aus der Waschmaschine … musste ich an den Punkt denken.

Hast du dir schon einmal Gedanken über den Punkt gemacht? So ein Punkt klingt zu banal oder?

Wir setzen einen Punkt am Ende eines Satzes. Damit kann ein neues Thema, ein neuer Satz beginnen. Einen Punkt zu setzen heißt etwas abzuschließen, etwas beenden. Wenn ich diskutiere und keine Lust mehr darauf habe, kann es durchaus sein, dass ich sage „Punkt“ oder „Punkt Aus Ende“. Aber was ist eigentlich zwischen dem Punkt und etwas Neuem? Ruhe. Pause. Sein. Nichts. Und genau das ist es wofür der Punkt steht – „schöpfe deine Kraft aus der Ruhe in der Mitte“ (Heilen mit Symbolen; Petra Neumayer/Roswitha Stark). Die Mitte. Wenn wir Menschen in unserer Mitte sind, dann sind wir in Ruhe. Wir Sind. Sein. Unsere „körperliche“ Mitte ist unser Nabel. Auch er sieht aus wie ein Punkt. Es ist unser Zentrum. Der Nabel verband uns mit unserer Mutter. Und die Geburt, der Schöpfungsprozess ist etwas Göttliches und so ist der Punkt ein Symbol für die Göttlichkeit und für die Schöpfung. Aus der Nabelschnur, einer Linie, wurde ein Nabel, ein Punkt. In diesem Punkt ist alles vereint. Und zeitgleich ist der Punkt der Anfang. Aus einem Punkt können wir alle Formen entstehen lassen. Der Punkt ist somit Anfang und kann auch als Samen gesehen werden. Ein Punkt ist ein Punkt ohne Ausdehnung oder Körperlichkeit. Er ist die Dimension 0. Auch wenn er keine Ausdehnung hat, so können wir ihn doch nur sichtbar machen, wenn wir ihm Raum geben. Auf einem weißen Blatt Papier können wir den Punkt nur sehen, wenn wir ihn mit einem Stift setzen, d.h. er hat zwar keine Ausdehnung, aber er braucht Raum. Und so brauchen wir auch Raum um zu Sein. Wenn wir uns von oben betrachten, dann sind wir auch Punkte. Ein jeder von uns. Und wir sind göttlich.

Über so einen Punkt kann man ganz schön viel sagen, was? *lach* Egal wie wir den Punkt betrachten ob als Ende oder Anfang, als einen göttlichen Samen oder als schlichten Fleck auf einem Papier, er ist Ruhe und Mitte. Und wenn ihr euch einige andere Symbole anseht (z.B. Yin-Yang, Sonnensymbol, Vollmondsymbol, das blaue Auge (Nazar), Bindi) dann findet ihr auch in ihnen den Punkt wieder.

Ich hoffe ich konnte euch zeigen, dass so ein „banaler“ Punkt für sehr viel mehr stehen kann. Und manchmal dürfen wir auch einen Punkt setzen, damit wir wieder zu uns finden, in unsere Mitte und in die Ruhe. Einfach nur Sein.

Herzensgrüße, eure Kerstin