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~ Veränderung. Transformation. Träume. Neumond. Facebook und Co (Teil 2) ~

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Kerstin Kochler

Der „Drill Instructor“.

Die Gespräche mit zwei Freundinnen haben in mir den Wunsch geweckt mir meinen „Drill Instructor“ anzusehen und ihm auf einer schamanischen Reise zu begegnen. Das habe ich getan. Ich spürte die „Sucht“, die an meinem Rockzipfel zerrte – ein kleiner Junge. „Komm mit! Komm mit! Schneller!“ rief er und zerrte mich vorwärts. Das Wort „mehr“ prasselten auf mich ein wie Regentropfen bei einem heftigen Unwetter. „mehr“ „mehr“ „mehr“ … überall. Es umgab mich. Und dann stand ein sehr großer und muskulöser Mann vor mir und schoss mit voller Kraft einen Fußball in Richtung Tor. „Du musst ihn halten!“ schrie er einen kleinen Jungen an. Und einen anderen Jungen schrie er „Du musst Tore schießen und viel schneller laufen! Schieß härter!“ entgegen. Mich traf dieses Bild sehr hart und ich stellte mich zwischen dem Mann und den Kindern und sagte laut er solle aufhören, aber die Fußbälle schoss er weiter, auch wenn sie meinen Körper durchdrangen und mich nicht verletzten. Er hörte mich nicht. Er nahm mich nicht wahr. Und dann stieg eine Wut in mir auf und ich wuchs und schrie „Hör auf!“ und dann war es ganz still. Absolute Ruhe. Pause. Innehalten. … Ich atmete tief aus und spürte Frieden. Wir waren auf Augenhöhe gelandet und ich schickte ihm Liebe, denn mir war klar, dass er nie etwas böses wollte. Er tat sein Bestes und das was er konnte. Und je mehr ich ihn liebte umso kleiner wurde er und dann war er ein kleiner Junge der mit den anderen Jungen Fußball spielte. Miteinander. Niemand muss etwas kontrollieren oder in die Hand nehmen. Einfach spielen. Den Ball laufen lassen. Geschehen lassen was geschehen soll. Loslassen.

Kontrolle. Verantwortung. Vernunft. In die Hand nehmen. Das alles sind Worte und Begriffe die ich sehr gut kenne, die ich aus meiner frühsten Kindheit kenne. Einfach nur Sein, das habe ich nie gelernt.

Ihr seht, ich habe auch meine Prozesse und Themen. Einige von euch kennen diese Themen nicht, dafür habt ihr andere. Wir sind verschieden. Wir haben verschiedene Vergangenheiten und wir haben verschiedene Zukünfte. Und das ist gut so. Ein jeder geht seinen Weg und entwickelt sich so wie es sein soll. Und ich wollte euch hiermit gern an einem meiner Prozesse teilhaben lassen.

Herzensgrüße, eure Kerstin