wie ich über den Tod hinwegkomme …
Mitte Februar starb mein Kater Herr Romero, nach kurzer schwerer Krankheit und nun wurde ich gefragt, wie ich so schnell über seinen Tod hinweggekommen bin, denn in den Videos strahle ich und ich arbeite wieder und bin präsent.
Ich verrate es dir.
Ich bin nicht über seinen Tod hinweg. Ich weine noch immer fast täglich und er fehlt mir jeden Tag und jede Nacht. Ich weiß nur, dass er es geliebt hat mit mir zusammen zu arbeiten und er wäre traurig, wenn ich das nicht mehr tun würde. Und so nehme ich mir Zeiten um zu weinen und zu verzweifeln und alle hinschmeißen zu wollen, damit ich dann wieder stark bin und in meiner Kraft, und für euch da sein kann.
Und ja, manchmal ist es ein Schauspiel was ich aufführe, wenn ich mich vor die Kamera setze … tief durchatme und dann *smile*. Es ist nicht immer ehrlich und authentisch und doch bin das ich – eine Frau die gelernt hat zu funktionieren und manchmal über ihre Grenzen hinwegzugehen und Dinge zu tun, die sie gerade nicht fühlt, weil es nötig ist.
Es gibt leider nicht diesen einen Weg mit seiner Trauer und dem Tod umzugehen bzw. darüber hinwegzukommen. Und es gibt auch nicht diese eine gesunde Art – und alles andere ist falsch und ungesund. Wir wissen, dass es nicht gesund ist die Trauer zu unterdrücken und zu vermeiden … das geht i.d.R. auch gar nicht, denn sie bricht irgendwann immer durch. Und natürlich mit Alkohol und Drogen sich zu betäuben ist auch nicht gesund. Aber es gibt einfach nicht den einen Weg und die eine Lösung. Manche Menschen wollen über den Tod reden, andere schweigen lieber und ziehen sich zurück. Ich glaube es darf von allem etwas sein. Und vor allem viele Tränen die fließen.
Mit unseren verstorbenen Lieben können wir über ein Jenseitsgespräch wieder Kontakt aufnehmen und ihnen zuhören. Für viele Menschen ist das sehr heilsam. Für mich auch, wobei ich eine Kollegin mit meinen verstorbenen Liebsten sprechen lasse, damit ich mich ganz fallen lassen kann.
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Und das gilt auch für die Trauer nach einer Trennung. Auch da gibt es nicht den einen Weg. Und alle Gefühle gehören dazu, auch wenn wir sie nicht unbedingt fühlen wollen, weil es so weh tut, sollten wir sie alle fühlen. The Work kann auch helfen, gerade wenn Glaubenssätze wie „Ich bin nicht gut genug.“ oder „Ich hätte mehr tun sollen.“ oder „Er hätte nicht gehen dürfen.“ etc. auftauchen. Dann können wir mit The Work of Byron Katie mehr Ruhe in unser Nervensystem bringen.
Den einen Weg gibt es nicht, nur viele verschiedene. Wir sind Individuen und können nur selber herausfinden was wir brauchen und was uns gut tut … ganz gleich um welche Art von Verlust es geht.
