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~ über das Loslassen und Annehmen ~

~ über das Loslassen und Annehmen ~

20211118 162033

Ich habe ein Heftchen und mit diesem Heftchen betreibe ich Seelenpflege. Alles was ich erlebe, was mich beschäftigt und in irgendeiner Weise bewegt, schreibe ich nieder. Ja, vielleicht kann man es auch mit einem Tagebuch gleichsetzen, aber auch meine Beiträge und Vorhaben und die Magie des Alltags finden sich darin wieder.

Nun stolperte ich wieder über das Wort „loslassen“ und dabei spüre ich, dass sich meine Haltung zu dem Wort in den letzten Jahren verändert hat. Wie oft sagte, schrieb und dachte ich „loslassen“? Aber unter „loslassen“ wird häufig auch ein „loswerden“ verstanden und so funktioniert Heilung nicht. Zunehmend häufiger verwende ich daher das Wort „annehmen“. Nur auch dieses Wort reicht nicht aus. Manchmal reicht einfach ein Wort allein nicht aus.

Heilung heißt für mich, den Kampf und die Ablehnung loszulassen. Es heißt das Jetzt & Hier anzunehmen, so wie es gerade ist, allerdings mit dem Bewusstsein, dass ein jeder für sich ständig eine Wahl hat, sein Leben selber kreiert und für alles was er tut oder unterlässt die Verantwortung trägt. „Annehmen“ und „loslassen“ hat für mich mit Selbstbestimmung, Selbstverantwortung, Selbstliebe, Selbstermächtigung, Selbstachtung und Selbst-ur-vertrauen zu tun. Alles selber in die Hand nehmen. Nicht abwarten. Nicht alles zerdenken. Nicht die Gefühle blockieren. Nicht funktionieren. Es heißt leben. Es heißt kreativ werden und neue Wege entdecken. Es heißt mutig voranschreiten und bereit sein Umwege zu lieben. Es gibt kein Scheitern … außer wir legen die Hände in den Schoß und warten ab. Wenn wir nicht den direkten Weg finden, dann kann so ein Umweg auch schön sein und vor allem lehrreich. Scheitern ist eine Illusion, ebenso wie das reine „loslassen“ und „annehmen“. Für die Heilung eines jeden von uns und eines jeden Themas gehen „loslassen“ und „annehmen“ Hand in Hand und hinzu kommt noch das „handeln“.

„Handeln“ ist ein forschen, ein kreativ sein, eine Entdeckungsreise, ein Abenteuer. Um zu „handeln“ müssen wir nicht den ultimativen Plan haben … es reicht, wenn wir die Richtung und unser Ziel kennen. Alles andere lernen wir auf dem Weg dorthin.

Es ist Zeit, dass wir lernen wieder Kinder zu sein. Wieso? Weil sie lernen und üben stetig … wir hingegen glaube zu oft, dass wir das nicht mehr tun müssen. Aber genau dieses stetige lernen und üben führt auch zu einem Entdecken. Und das Leben ist pures Entdecken.

Das alles ist für mich das Erwachen. Und es ist kein leichter Weg, denn nur wenige von uns haben es gelernt und vorgelebt bekommen Verantwortung zu übernehmen und so auch zu handeln. Verantwortung zu übernehmen und sich selber dazu zu ermächtigen ist ein Geschenk, ein Geben an sich selber und an andere … es ist ein Geben von Freiheit, denn dann können wir unseren Gegenüber so lassen wie er/sie ist. Um „loszulassen“, „anzunehmen“ und zu „handeln“ braucht es allerdings viel Mut, denn der Blick nach Außen wird zu einem Blick nach Innen … in die eigenen inneren Tiefen … in die eigene Dunkelheit … zu seinen Schatten. Erlaube es dir und geh mutig voran. Zeige anderen Menschen wie es geht, damit sich die aktuell so explosive Stimmung wandeln kann. Es wird immer Geber und Nehmer geben und Menschen die sich mit dem Schmücken was du erreicht/entwickelt hast … aber hör deswegen bitte nicht auf. Tu es für dich. Tu es dir zu Liebe.

Herzensgrüße, deine Kerstin