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~ Tierkommunikation vs Erziehung ~

~ Tierkommunikation vs Erziehung ~

Tierkommunikation vs Erziehung HP

Hallo du liebe Seele!

Ich schrieb erst kürzlich über das Problem, dass Tierkommunikation keine Erziehung ersetzt. Heute möchte ich das Thema noch einmal aufgreifen, denn Erziehungsprobleme sind wirklich ein Grundthema in der Tierkommunikation.

Es sind Dinge wie “Meine Katze soll nicht 4 Uhr auf der Kommode randalieren. Ich will schlafen können.” oder “Mein Hund soll andere Hunde nicht anbellen, damit wir entspannter spazieren gehen können“, die immer wieder auftauchen. Und ja, wir können es unseren Tieren erklären, immer und immer wieder. Auch jeder Mensch für sich, ganz ohne Tierkommunikator/in. Aber häufig ist es schlichtweg unser eigener Fehler. Ja, auch bei Katzen. Eine Katze, die immer 4 Uhr auf der Kommode randaliert, hat gelernt “Wenn ich 4 Uhr auf der Kommode randaliere, dann steht mein Mensch auf und ich bekomme Aufmerksamkeit und vielleicht sogar Futter oder Leckerlies.”. Der Mensch tut es, weil er seine Ruhe haben will und weiterschlafen möchte, aber die Katze lernt etwas anderes. Das ist den meisten Menschen auch durchaus bewusst bzw. unterbewusst klar, dennoch vergessen wir es in dieser Situation. Auch der an der Leine ziehende und bellende Hund hat einmal gelernt, dass es sich für ihn in irgendeiner Weise lohnt zu ziehen und zu bellen.

Und nun lass uns mal ganz ehrlich sein. Wir haben doch alle einen stressigen Alltag. Der Kopf ist voll und die To-Do-Liste eine never ending story und meist ohne happy end. Ist es da nicht verständlich, dass wir lieber kurz aufstehen und unserer randalierenden Katze was zu Essen geben oder den Hund fix an anderen Hunden weiterzerren, damit wir Ruhe haben? Und ist es da nicht verständlich, dass wir lieber eine kurze Tierkommunikation machen lassen, anstatt viel Zeit in die Veränderung und Erziehung zu stecken? Es stresst uns und Stress haben wir meist genug. ABER … es wird sich nichts ändern, wenn wir es nicht tun. Und ja, es wird für eine Zeit noch stressiger werden … nicht aufstehen und die Katze randalieren lassen und dann wieder aufräumen oder irgendetwas auf die Kommode packen, dass die Katze das nicht mehr kann oder will … und mit dem Hund und anderen Hunden trainiere, bis er sich entspannt und wir uns auch. Tage, Wochen oder Monate üben. Klingt schrecklich und stressig, oder? Aber was sind Tage oder Wochen oder Monate, wenn wir dann viele Jahre stressfreier zusammenleben?

Ich erkläre gern den Tieren und Menschen ihre Probleme und Themen. Und ich finde sehr gern Kompromisse. Kompromisse sind in der Tierkommunikation wichtig, denn das Tier ist ein Individuum und der Mensch auch. Jeder hat seine Wünsche und Bedürfnisse und wie in jeder guten Beziehung macht man halt auch mal Kompromisse. Nur in der Erziehung muss uns klar sein, dass es für die Tierkommunikation Grenzen gibt.
Versteh mich nicht falsch, ich brauch auch Geld zum Leben, aber ich sage oft, wenn ich um einen Termin gebeten werde, dass sie um Erziehung nicht drum herum kommen und dass ich da zwar reden kann, aber die Tierkommunikation hier ganz klar ihre Grenzen hat und sie sich doch lieber einen Trainer o.ä. suchen sollen. Denn alles andere finde ich nicht fair.

Also … was kannst du tun? Schau hin. Tritt einmal aus der dich mit deinem Tier stressenden Situation heraus. Was würdest du jemandem raten, der das Problem hat? Und sprich dann mit einer Tierkommunikatorin darüber, um zu schauen, ob ein Gespräch wirklich Sinn macht oder nicht.

Herzensgrüße, deine Kerstin