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~ Spinnenzeit – Spinnerinnenzeit – Weberinnenzeit -Schicksal ~

~ Spinnenzeit – Spinnerinnenzeit – Weberinnenzeit -Schicksal ~

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Die Zeit der Spinnen ist gekommen. Die Spinnerinnen knüpfen neue Netze, neue Verbindungen, neue Fäden. Altes darf gehen und Neues entstehen.

Die Spinne als Krafttier steht für das Schicksal, für das Weben des Schicksalsnetzes. Aber nicht die Spinne webt für uns dieses Netz, das müssen wir schon selber tun – im Guten wie im Schlechten. Sie sagt uns „Nimm dein Leben in die Hand!“ … „Fang an!“ … Wir sind die Spinnerinnen, die Weberinnen … es sind unsere Netze, unsere Fäden, unser Schicksal. Wir bestimmen wohin sie uns führen.

Bei der Spinne denken wir oft an kunstvolle Netze, die mit kleinen Wasserperlen im Licht funkeln, aber auch die einzelnen Fäden, die unsere Ecken in den Wohnungen füllen zeigen uns, wie wichtig es ist Neues zu knüpfen. Wir feierten nun erst Erntedank und Dankbarkeit ist ein wichtiger Schlüssel um neue Netze und Verbindungen zu knüpfen. Wofür bist du dankbar? Was wünscht du dir noch etwas mehr in deinem Leben? Wie wünschst du dir dein Leben? Was möchtest du tun? Die Zeit der Spinnen ist eine Einladung an dich und so wie du anfängst neue Netze und Verbindungen zu knüpfen, so ist auch die Zeit gekommen voll Dankbarkeit von alten Verbindungen Abschied zu nehmen. Was darf nun gehen?

Schon seit einigen Wochen lebt diese Spinne auf meinem Balkon und seit sie da ist, habe ich begonnen Neues zu erschaffen und ich habe einiges voll Dankbarkeit verabschiedet. Ich habe mich von Gruppen verabschiedet, besonders von all meinen, die ich leitete. Die Admin-freie-Zeit genieße ich sehr. Die Zeit des Führens und Animierens ist beendet. Jetzt ist Zeit für mich … für die Magie im Alltag, für die Sigillenmagie, für mehr Atem, für Leichtigkeit, für neue Ideen und Netze. Vorbild sein, nicht führen. Miteinander statt Animation. Mehr im Hier und Jetzt. Und ich freue mich auf all das Neue was ich gerade webe und spinne. Es zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Es führt dazu, dass Nebel sich lichten und alte Muster offenbaren, die ich nun auch voll Dankbarkeit verabschieden darf.
Auch von Lehrern habe ich mich verabschiedet … von einigen schon vor längerer Zeit … und doch jetzt noch einmal einen Tick bewusster … wie ein letztes Mal „Lebwohl“. Ich werde immer eine Schülerin sein … manchmal von Menschen, aber doch immer vom Leben. Und dann werde ich Lehrer sein.

Es mag seltsam klingen … der Herbst, als Erntezeit, als Erntedankzeit … als Zeit wo das Sterben so präsent ist und die Vorbereitungen auf den Winter und den Rückzug getroffen werden… und doch wird Neues erschaffen. Dies ruft mich. Ein Ritual im Oktober?