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Adventskalender 2025

Kerstin Kochler – Helferin der Seelen

Tierkommunikation | schamanische Seelenarbeit | The Work of Byron Katie

Kerstin Kochler – Helferin der Seelen

Tierkommunikation
schamanische Seelenarbeit
The Work of Byron Katie

~ Gedanken – mein Leben – Herr Romero – 21.11.2025 ~

In meinem Leben ist gerade viel los … und gleichzeitig ist nicht viel los.
Die Zeit rast und doch steht sie still.
All das ist gerade gleichzeitig da und präsent.

Heute ist der 21. November 2025 und mir kommt es vor, als würde dieser Zustand bereits seit Monaten so sein, dabei ist es “erst” seit dem 21. Oktober 2025 so. An dem Tag wurde bei Herrn Romero ein Ultraschall gemacht – weil er sich am Montagabend und Dienstag häufig übergeben hatte. Und der Ultraschall war eine Katastrophe. Es wurde eine Biopsie gemacht und eine Woche lang war die Angst in mir, es sind Tumore.

Das Biopsieergebnis zeigte dann allerdings keine Auffälligkeiten – “Fettgewebsnekrosen” hieß es. Natürlich atmete ich auf und dachte, wir kriegen das alles hin, nur wurde es trotz Medikamenten nicht besser. Romero ging es nicht wahnsinnig schlecht, aber er, der immer alles gegessen hat, was bei 1 nicht weggeräumt war, aß viel zu wenig und nahm ab.

Wir machten noch einen Ultraschall und meine Tierärztin besprach sich mit Kolleginnen. Jede hatte eine andere Vermutung und so stand ich am 6. November vor der Entscheidung: entweder blind Medikamente geben oder OP zur Abklärung. Hätte ich mich für die Medikamente entschieden, düfte lange Zeit keine OP stattfinden und würde ich mich für die OP entscheiden, dürften diese Medikamente eine lange Zeit nicht gegeben werden. Eine Entscheidung zwischen schwarz und schwarz – voll Unsicherheit, Unwissenheit, Angst und dem Drang, die richtige Entscheidung treffen zu müssen.

Ich entscheid mich für die OP und begab mich auf die Suche nach einer Praxis/Klinik. In Berlin (Valera) bekamen wir für den 12. November einen Termin. Die Fragen häufen sich und die Angst wuchs. Der Chefarzt rief mich am 10. an und wir besprachen alles, so dass er entschied, dass wir bereits 8Uhr da sein sollten.

Ich fühlte mich dort sehr aufgehoben und gehalten. Alle waren freundlich und für Romero, meine Mutti und mich da. (Ja, ich war zum Glück dieses Mal nicht allein.)
Das Ergebnis war schlimmer als ich es mir hätte ausmalen können.

Herr Romero und mir bleiben mit ganz viel Glück wenige Wochen, aber wahrscheinlich nur noch Tage.

 

Vor einem Jahr (26.August 2024) ließ ich bereits meine Frau Lucy Lou, nach fast 17 gemeinsamen Jahren gehen. Und nun werde ich bald auch meinen Herrn Romero gehen lassen müssen, nach 11 gemeinsamen Jahren. Und mir bricht es das Herz.

Ich kann seit dem ersten Ultraschall nicht arbeiten. Meine Gedanken sind wild und schnell. Die Tränen laufen immer wieder. Und meine Gefühlswelt fährt Achterbahn.

Ich bin dankbar, dass ich The Work habe und den Morgenspaziergang von Byron Katie. Ich kann dadurch immer wieder im Hier & Jetzt ankommen – bemerken, dass Romero da ist, atmet und dass er jetzt gerade am Leben ist. Auch meine Panikattacken bekomme ich dadurch in den Griff.
Ich kann schauen, was in mir los ist. Mich fragen was ich jetzt gerade brauche. Ich kann Vorbereitungen treffen. Und ich kann mich so sein lassen, wie ich bin.

Früher hätte ich viele Gedanken und Gefühle nicht zugelassen. Denn auch wenn Wut zum Trauerprozess dazu gehört, so hätte sie damals für mich, in der aktuellen Situation, keine Berechtigung gehabt – denn Romero lebt. Und erst recht nicht hätte ich auf ihn wütend sein dürfen. Und doch bin ich es, für kurze Momente. Und ich bin wütend auf das Universum, den Krebs, die Medizin und die Welt. Und dann bin ich es wieder nicht mehr.
Ich erlaube es mir, weil ich das Bewusstsein dafür habe, dass all diese Gedanken und Gefühle gerade da sind – ob ich sie haben will oder nicht … ob sie berechtigt sind oder nicht. Ja, selbst den Gedanken, dass ich ein schlechter Mensch sein muss, weil jetzt auch noch Herr Romero geht, ist da und ich höre ihn und ich weiß, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat und es nicht wahr ist.

Und es geht noch so viel weiter. Denn hinter all den Gedanken und Gefühlen stehen frühere Erlebnisse, die kleine Kerstin – die die Angst hat, verzweifelt ist, sich hilflos fühlt und so gern in den Arm genommen und getröstet werden will. Die kleine Kerstin, die sich nach einer heilen Welt sehnt.

Und ja, nur durch The Work kann ich das alles in Verbindung bringen. Situationen, Gefühle, Gedanken und die kleine Kerstin. Und nur dadurch kann ich mich so sein lassen, für mich sorgen und mich immer wieder auffangen. Mein Bewusstsein ist mehr durch The Work gewachsen, als ich es mir je hätte vorstellen können. Und vor allem mehr, als durch all die anderen spirituellen Ausbildungen zuvor.

 

Wenn ich mit Herrn Romero zu unserer Tierärztin am Grillendamm gegangen bin, dann waren dort immer Marienkäfer und ich dachte mir “Ja, sie zeigen mir, dass alles gut wird.”. Als wir nach Berlin in die Tierklinik fuhren, spürte ich meine Drachen und der Sonnenaufgang war kraftvoll und klar. Auch das deutete ich alles als gutes Zeichen und als Hinweis, dass alles gut wird.
Das ist die Krux und das Missverständnis der spirituellen Szene … und auch mein Missverständnis in diesen Momenten. Es waren keine Zeichen für die Zukunft, sondern nur ein “Wir sind da, an deiner/eurer Seite.”. Es waren keine Versprechen und kein “wir regeln das für dich”. Es war Wunschdenken. Und ich habe einmal mehr gelernt, dass es immer nur um das Hier & Jetzt geht und nicht um die Zukunft oder darum, dass die geistige Welt etwas für einen übernimmt. Die geistige Welt kann Beistand leisten – und das tat sie.

 

Herr Romero wird nun bald sterben. Ich weiß nicht wann. Und auch danach werde ich erst einmal wieder abtauchen und nicht arbeiten.
Ich vermisse die Tierkommunikationen und all die schamanischen Arbeiten und Rituale etc. Und doch wurde meine Welt auf Links gedreht und mein System aus Körper, Geist und Seele wird so oft durchgeschüttelt, dass mir die Klarheit fehlt, um frei und ruhig alles empfangen zu können. Und ich weiß: Es wird sich auch wieder ändern.

2025 hatte viele Höhen und viele Tiefen … einige Täuschungen und Ent-Täuschungen … und ich habe sehr viele Tiere und einige Menschen in die andere Welt begleitet. Nun also auch bald Herrn Romero. Danach wird meine Welt eine ganz andere sein. Ich werde mehr auf mich selbst zurückgeworfen werden, als je zuvor. Denn dann ist niemand mehr da, um den ich mich kümmern muss und der als “Ausrede” herhält, etwas nicht tun zu können. Und ich werde Neues entdecken und lernen … bis ich wieder Seelen ein Zuhause schenken darf.

P.S.: Diese Erlebnisse können dazu führen, dass sich die Kanäle verschließen und blockieren. Deswegen gibt es einige Menschen, die danach keine Tierkommunikationen oder schamanische Arbeiten mehr machen können. Aus dem Grund ist es so wichtig, dass ich mir diese Zeit nehme und ganz bei mir bin, denn ich möchte weiter helfen können.

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