Hallo du liebe Seele!
Als ich über die Mai-Specials brütete und mir Gedanken über meine Beiträge machte, war das innere Kind – Thema sehr präsent und natürlich dann auch mein inneres Kind, was sehr viel zu sagen hat. Deswegen nehme ich dich heute mit auf eine schamanische Reise und mit in ein Gespräch von meinem inneren Kind und mir.
inneres Kind: Ich hab deinen Leuten echt viel zu erzählen.
Ich: Willst du dich nicht erst einmal vorstellen und vielleicht sagen, wie alt du bist?
inneres Kind: Oh ja, die kennen mich ja nicht. Also … ich bin 5.
Ja, sie ist 5 Jahre und heißt natürlich auch Kerstin und sie ist echt schlau. Ihr fehlen zum Glück einige Konditionierungen. Sie kann super glücklich sein und mega erwachsen und dann ist sie auch mal wieder ganz klein und sehr traurig und ängstlich.
inneres Kind: HEY, ich will erzählen!
Ich: Ok, ich bin still.
inneres Kind: Ich hab heute echt einen guten Tag. Ich konnte ausschlafen und die Sonne scheint. Und ich hab mit den Katzen gespielt. Aber das war nicht immer so. Kerstin hat mich ganz lange nicht wahrgenommen. Konnte sie ja auch nicht, denn sie war doll krank und hat das Leben überhaupt nicht verstanden. Eigentlich wollte sie das Leben gar nicht. Aber ich wollte das Leben auch nicht. Also, ich war da irgendwie ein Teil davon. Also von der Traurigkeit und so. Als sie mich nicht wahrgenommen hat, da hab ich viel geweint und mich zurückgezogen und fand alles ganz schlimm und düster. Ich hab mich einsam gefühlt und wusste echt nicht, warum ich hier bin. Dann fing Kerstin langsam an was zu verändern, und mir ging es besser. Sie hat mich zwar nicht wirklich wahrgenommen, aber weil es ihr besser ging, ging es auch mir besser. Und dann hat sie da ganz viel gemacht. Keine Ahnung. Da kamen dann die Drachen und Löwen und das Pferd, der Bär, der Hund, das Schwein etc. Da kam dann ein ganzer Zoo zu mir und ich hatte plötzlich Freunde. Geredet hat Kerstin zwar noch nicht mit mir, aber ich war nicht mehr allein und das fand ich toll. Das war so viel besser. Und irgendwann fing sie dann an und besuchte mich und nahm mich in den Arm. Das war toll. Endlich konnte ich mit ihr sprechen und manchmal nahm sie mich auch in den traurigen Situationen wahr. Das war am Anfang wohl nicht so einfach für sie, aber jetzt kann sie das schon echt gut. Da ist zwar noch immer Ausbaupotential, aber sie ist schon echt gut. Und sie räumt weiter auf. Irgendwann wird es echt toll sein und dann kriegt sie mich immer mit.
Ich muss lächeln, denn es ist, wie sie es sagt.
Ich: Ja, ich habe dich lange nicht wahrgenommen und ich wusste auch gar nichts von dir. Wie auch. Hat mir ja keiner erzählt. Mittlerweile bekomme ich ganz gut mit, wie es dir geht und ich finde es schön, dass ich mal schlecht drauf sein kann und du dann dennoch gut drauf bist. Das ist echt super und genieße ich. Und wenn du traurig bist oder Angst hast, dann bekomme ich das eher mit, noch ist es nicht perfekt, so wie ich es mir wünschen würde, aber es ist schon so viel besser und darüber bin ich wirklich froh. Und das Tolle ist, dass ich viel von dir lerne. Du hast ganz oft so eine Unbeschwertheit und Leichtigkeit. Du erinnerst mich an Pippi Langstrumpf, die einfach macht und sich ausprobiert. Das genieße ich. Da hast du viel weniger Hemmungen als ich und da kann ich noch ganz viel von dir lernen. Du meine kleine große Lehrerin.
Da grinst mich die kleine Kerstin an und freut sich wie ein Honigkuchenpferd. Jetzt hat sie genug erzählt und will lieber spielen. In ihrer Welt liegt überall Spielzeug rum. Jetzt gerade mag sie das Springseil und hüpft damit durch die Gegend. Hier ist mein Wohlfühlort, mein Herzenszuhause. Im Grünen, mit Wald und viel Ruhe. Ein kleines Haus mit Bank davor. Hier ist für alles Platz, auch für alle Krafttiere und Geisthelfer. Hier arbeiten wir miteinander und manchmal arbeitet sie ganz allein mit den Krafttieren und Geisthelfern und ich spüre es später. Ich liebe dieses kleine Ich sehr und dadurch liebe ich mich. Ich erkenne durch sie meine Potentiale und das Leben. Denn das Leben hat nichts mit Plänen und Zielen zu tun, es ist einfach nur das Hier & Jetzt … das Springseil und nachher vielleicht das Blatt Papier und die Stifte. Mehr zählt nicht. Mehr zählt als inneres Kind nicht und mehr zählt auch nicht als Erwachsene.
Ich beobachte sie noch eine Weile, wie sie so glücklich herumhüpft und das Leben genießt. Da tanke ich Kraft und erhole mich.
Zurück in dieser Realität lese ich noch einmal ihre und meine Worte … und mir wird mal wieder bewusst, dass wir “Erwachsenen” sehr viel in unserem Kopfkino leben und nicht im Hier & Jetzt. Wir brüten über Dinge, die noch gar nicht im Hier & Jetzt angekommen sind und räumen unserem Kopfkino sehr viel Raum ein. Glücklich ist, wer wie mein inneres Kind total im Hier & Jetzt lebt. Ich übe mich darin.
Wenn du dir und deinem inneren Kind näher kommen möchtest, dann melde dich gern.
Herzensgrüße, deine Kerstin
P.S.: Das Bild haben sie und ich zusammen gemalt.


