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~ Krafttier Rentier ~

~ Krafttier Rentier ~

Krafttier Rentier Kerstin Kochler

Hallo du liebe Seele!

Weihnachten verbinden wir nicht nur mit Geschenken und dem Weihnachtsmann, sondern auch mit dem Rentier. Daher liegt es nah, sich das Rentier als Krafttier einmal anzusehen. Ich begab mich also auf eine schamanische Reise zum Krafttier und erzähle dir nun, was ich alles wahrnehmen durfte.

Ich trat durch das Tor in die Anderswelt und befand mich in einem wilden Schneetreiben. Der Schnee fiel in dicken Flocken vom Himmel, es war eisig und sehr windig. Ein Wetter, bei dem man sich gern ins Warme zurückzieht. Und da vernahm ich auch schon eine tiefe Stimme “Wir können es nicht.”. Vor mir stand eine große Rentierherde, die mich alle anblickten. Sie nahmen mich in ihre Mitte und wir gingen ein Stück gemeinsam über eine große, weite, mit Schnee bedeckte Fläche. So in ihrer Mittel war der Schneesturm gar nicht mehr so stark. Immer wieder kamen andere Rentiere zu mir und sprachen mit mir.
“Wir nehmen jeden mit auf die Reise, der zu uns kommt und der eine Reisebegleitung braucht. Wir helfen beim Finden der Lebensreise, des Lebensweges. Wir sind die Begleitung von Suchenden. Aber nicht jeder, der zu uns kommt, vermag uns wahrzunehmen oder zu verstehen, denn die Wahrheit kann unbequem sein.” “Wir sind nicht bequem. Wir sind keine Lastenträger. Wir nehmen nichts ab, was ihr nicht mehr tragen wollt. Wir helfen nur beim Suchen und Finden.” “Egal wie weit wir dafür gehen müssen.” Ich sage “Ihr seid also Wegbegleiter und auch Wegbereiter?” “Nein, wir bereiten keine Wege, wir begleiten nur. Wir können helfen eine Richtung zu finden und begleiten die Suche, aber wir bereiten keine Wege. Wir ebnen keine Wege. Wir gehen nicht vor und zeigen auch nicht den Weg. Wir begleiten und sind an der Seite.” “Ihr Menschen wollt zu oft geführt werden, aber das tun wir nicht. Das ist eine Illusion. Ja, wir kennen den Weg, aber weißt du wie viele verschiedene Wege ein Mensch einschlagen kann? Unzählige. Und die Entscheidung, welchen Weg ein Mensch gehen will, muss er immer allein treffen.” “Ja und außerdem müssen sie daran denken, dass sie immer wieder einen neuen Weg einschlagen können. Sie können sogar den alten Weg zurückgehen und etwas Neues versuchen.” “Die Wege sind da um gegangen zu werden und sind nicht festgemauert oder mit Schienen versehen. Jeder Weg ist Freiheit und Individualität.” “Ja und jeder Weg ist ein Abenteuer und man kann so viel Neues entdecken, erfahren und erleben.” “Euch Menschen fehlt Neugier, Abenteuerlust und Forschergeist. Man, wir würden nur an einer Stelle versauern und erfrieren, wenn wir so viel stehen bleiben würden wie ihr Menschen. Kriegt den Hintern hoch. Es sind Millionen Wege zu gehen.” Ich musste immer wieder lächeln, denn von allen Seiten kamen Botschaften herein. Es war, als würde ich mich in einer großen Familie befinden und jeder hätte Tipps und Hinweise für mich. So liebevoll und fürsorglich. Da gab es kein Drängen oder Antreiben, sondern nur liebevolle Hinweise. Auch wenn ich mich in dem Moment in Mitten der Herde befand, so wusste ich, dass nicht ich ihnen folge und ich nicht ihren Weg gehe, sondern sie mich auf meinem Weg begleiten. Und so gingen wir steil bergauf. Es war ein großer Berg, ok, ein Hügel, aber als wir die Kuppe erreicht hatten, standen wir alle nebeneinander und ich blickte über eine so große und weite, schneebedeckte Fläche, dass ich sah, wie viele verschiedene Wege und Möglichkeiten vor mir lagen. Es war ein schneebedecktes, weißes, unberührtes Land, voll Möglichkeiten. Wie ein weißes Blatt Papier, auf dem jedes Bild entstehen kann, was man möchte. Ich genoss diesen Blick und mir lief einer kalter Schauer über den Rücken. So viele Möglichkeiten. Die Rentiere blickten mich an, ich musste lächeln und so ließ ich mich in den Schnee fallen und rollte den Hügel hinunter. Ich lachte und kullerte vor mich hin. Die Rentiere rannten voll Freude um mich herum und so war aus dieser unberührten Schneedecke eine aufgewühlte Schneelandschaft voll Freude geworden. Ja, ich konnte die Rentiere lachen hören. “Du hast es verstanden. Das Leben ist mehr als nur ein Weg, der zu gehen ist. Es darf Spaß machen und gerade dann, wenn du vor so einer Schönheit und Vielzahl von Möglichkeiten stehst, darfst du mit Freude dich hineinstürzen und ausprobieren. Mehr als wieder hoch auf den Berg zu klettern kannst du nicht.” und genau in dem Moment traf mich ein Schneeball und ich kehrte ins Hier & Jetzt zurück.

Rentiere sind also Wegbegleiter. Ich hatte sehr viel Freude mit ihnen und vielleicht besuchst du sie bei einer deiner Meditationen oder schamanischen Reise einmal.

Herzensgrüße, dein Kerstin