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~ ich bin ~

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Guten Morgen ihr lieben Seelen!

Heute bin ich mit Tränen aufgewacht und wollte nicht aufstehen. Die Decke fest um meinen Körper gewickelt fühlte ich mich sicherer und beschützter als nun hier am Schreibtisch sitzend. Ich bin seit gestern Abend traurig. Mein inneres Kind ist traurig und es hat Angst. „Die Menschen sind grausam zueinander.“ sagt es. Und ich nehme es in den Arm und halte es. „Ja, die Menschen sind grausam zueinander.“ Ich tröste mein inneres Kind und halte mich auf diesem Weg selber. Wir wünschen uns eine tiefe Höhle in der Erde wo wir Ruhe haben und Mutter Erde so nah wie nur möglich sind, und vor allem weit weg von der Menschheit.

Ich frage mich, wie ich in Liebe und Vertrauen bleiben soll. Ich frage mich wie ich helfen kann, dieser Welt zu helfen. Wie kann ich sie halten? Wie kann ich bei mir bleiben, während so viel Wut, Übergriffigkeit und Angst herrscht? … und dann ist es ruhig in mir … still … leer. Mein inneres Kind ist vor Erschöpfung eingeschlafen und ich, die erwachsene Kerstin, sitze nun am Schreibtisch, schreibe diese Worte nieder und bin ratlos. Ich weiß nicht welche Dämonen die Menschen ergriffen haben. Ich weiß nicht welche Mechanismen und Programme gerade abgespielt werden. Ich weiß nur, dass es sehr viel Täuschung und Betrug gibt. Unsere Schatten zeigen sich sehr stark und für zu viele Menschen ist es schwer die Schatten zu erkennen.

Schatten sind wichtig. Schatten gehören zum Leben. Ohne Licht kein Schatten und ohne Schatten kein Licht. Je heller das Licht umso dunkler wirken die Schatten und umso mehr von ihnen können wir sehen. Ist das Licht also gerade so hell?

Ich bin heute kraftlos, erschöpft und müde. Ich spüre die Angst meines inneren Kindes, es zittert selbst im Schlaf. Und ich habe gerade selber Angst. Ich spüre meine Spirits und meine Ahnen, sie sind neben und hinter mir, sie halten mich. Ich halte mein inneres Kind und meine Ahnen und Spirits halten mich -wir sind gehalten und kümmern uns umeinander. Heilung ist manchmal nichts anderes als sich halten und sich halten lassen, annehmen, dass man gerade so ist wie man ist. Ich muss mich zu nichts zwingen. Ich muss jetzt keine Gute-Laune-Musik hören. Ich muss jetzt mich nicht an Tage voll Kraft und Positivität erinnern. Ich darf sein. Und ich darf mich so annehmen und lieben, wie ich gerade bin.

Ich weiß nicht, wie es euch gerade geht, ob ihr voll Kraft und guter Laune nur so strotzt oder ob ihr voll Angst und Verzweiflung seid … egal wie es euch geht, liebt euch, seid gut zu euch, tut euch gut und nehmt eure Gefühle an. Angst und Verzweiflung anzunehmen bedeutet nicht sich in einen Sumpf zu setzen und in Selbstmitleid, Depressivität oä zu baden. Angst und Verzweiflung anzunehmen heißt sein inneres Kind wahrzunehmen (für wahr zu nehmen) und anzuerkennen, dass sich Verletzungen zeigen die es zu sehen und zu heilen gibt.

Ich atme tief durch. Ich mache mir Tee. Ich meditiere. Ich weine. Ich kuschel mich in eine Decke aufs Sofa und schaue einen Film. Ich male. Ich höre Musik. Ich tue mir gut, so gut wie nur möglich. Ich muss nichts. Ich darf sein. Ich bin.

Heilung muss nicht immer laut und dramatisch sein. Heilung kann ganz leise und ohne viel Show passieren. Heilung ist fühlen, wahrnehmen, annehmen, anerkennen, loslassen und mehr. Heilung ist aber niemals nur funktionieren und Maske aufsetzen.

Ich bin heute traurig und ich mag die Menschheit gerade nicht. Ich mag die Übergriffigkeiten nicht. Ich wünsche mir mündige Menschen. Ich wünsche mir Menschen die anerkennen, dass sie nicht alles wissen, verstehen und überblicken können. Ich wünsche mir Menschen die sich eingestehen, dass sie keine Ahnung davon haben was gut für den anderen ist. Ich wünsche mir Menschen die aufhören anderen nach ihrer Meinung nach gut zu tun. Gut tun wollen ist nicht immer gut tun. Ich wünsche mir Menschen die aufhören übergriffig zu sein. Ich wünsche mir mündige Menschen mit Selbstverantwortung.

Heute bin ich traurig. Jetzt gerade bin ich traurig. Ich bin traurig. Ich bin. Ich bin auf dem Weg der Heilung und heile gerade alte Wunden meines inneren Kindes. Nachher, morgen, in ein paar Tagen, in ein paar Wochen, in ein paar Monaten, in ein paar Jahren werde ich auf diesen Moment, auf diesen Beitrag zurückblicken und mir danken, dass ich gerade bin wie ich bin und dass ich mich und mein inneres Kind halte und heile. Und wer weiß wie ich dann sein werde, an welchem Punkt in meinem Leben, aber sicherlich nicht an genau diesem.

Herzensgrüße, eure Kerstin

P.S.: Ich bin gerade wie ich bin, ganz ohne Wertung. Der Mensch der ich gestern war bin ich nicht und ich werde in der nächsten Sekunde auch nicht mehr der Mensch sein der ich jetzt gerade bin. Die Veränderung passiert jede Sekunde. In jeder Sekunde findet Heilung statt. Und ich möchte euch bitten achtsam mit euch umzugehen und genau zu schauen was los ist. Ich bin ein Mensch und ich habe Wunden und an Tagen wie diesen zeigen sie sich, weil sie heilen wollen. Und so heile ich sie.