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Adventskalender 2025

Kerstin Kochler – Helferin der Seelen

Tierkommunikation | schamanische Seelenarbeit | The Work of Byron Katie

Kerstin Kochler – Helferin der Seelen

Tierkommunikation
schamanische Seelenarbeit
The Work of Byron Katie

~ “Es muss / Ich muss” – unsere Ahnenkonditionierung ~

Hallo du liebe Seele!

Manchmal wird es Donnerstag, Freitag, Samstag oder Sonntag und ich denke “Ich muss noch einen/zwei Beiträge schreiben, bis der Newsletter am Sonntag, 16 Uhr rausgeht.” und dann passiert oft das Leben und deckt etwas auf. So auch dieses Mal.

Es war Freitagmorgen, kurz nach 8 Uhr, als ich meinen Einkaufswagen weg stellte und sich zwei ältere Männer trafen. “Hallo! Lange nicht gesehen. Wie geht’s?” “Naja, es muss.” . Und die Worte “Es muss.” hallten in mir nach und taten mir weh. Ja, sie triggerten mich. “Ich muss XYZ.” kennst du das auch? Ich bin ein “Muss”-Kind. Bei meinen Eltern ist das Wort “muss” ein sehr häufiges Wort. “Ich muss noch den Kuchen backen …“, „Ich muss noch den Geschirrspüler ausräumen.”, “Ich muss noch …” und oft in Kombination mit dem Wort “schnell”. “Ich muss noch schnell…” puuuuuh … Das ging mir in Fleisch und Blut über.
Und dabei denke ich an die vielen Gespräche mit meiner besten Freundin, die mir immer wieder sagte, dass ich viel zu oft das Wort “muss” verwende. Meine Antwort war “Ja, ich weiß, ABER (auch eins meiner Lieblingsworte) wenn ich ‘muss’ sage, dann gibt mir das Motivation, weil ich das ja auch wirklich will.” Ich würde jetzt zu gern eine Umfrage machen und wäre super gespannt, wer noch so denkt, dass bei “Ich muss” der Druck auch durchaus motiviert. Hat vielleicht auch etwas mit der sehr weit verbreiteten Aufschieberitis (Prokrastination) zu tun, von der auch ich befallen bin. Aber darum soll es ja jetzt nicht gehen. Ich hatte wirklich ganz fest die Überzeugung, dass wenn ich sage “Ich muss”, dann motiviert mich das und schenkt mir Kraft. Nun habe ich aber The Work als Werkzeug an meiner Hand und sowohl ich allein, als auch in der Gemeinschaft, habe ich schon sehr oft “Ich muss”-Sätze geworkt.
Ist das wahr?
Kann ich mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?
Wer bin ich mit dem Gedanken?
Wer bin ich ohne den Gedanken?
Und das Lustige ist, dass ich wirklich felsenfest davon überzeugt war, dass ich nur mit “Ich muss” genug Motivation habe. Aber es ist keine Motivation, sondern ein Druck und Druck ist Stress und Stress ist ungesund und raubt uns Energie und Freude. “Ich muss die Abrechnung machen.” nimmt mir jede Freude, wenn ich mir aber bewusst mache: „Ich brauche die Abrechnung.” oder “Ich sollte die Abrechnung machen.”, dann tragen die Sätze eine andere Energie. Wir können schauen, ob ein Wechsel zu “Ich brauche”, “Ich möchte”, “Ich darf”, “Ich sollte”, “Ich will” oder “Ich kann” vielleicht hilfreicher und wahrer wären. Es mag jetzt für den einen oder anderen als unwichtig erscheinen, nur denken wir am Tag 60.000-80.000 Gedanken. Den Großteil unserer Gedanken kennen wir nicht. Und wenn wir die, die wir kennen, mit “müssen” und dem Druck verbringen, dann geht es uns psychisch und oft auch physisch schlecht. Mache ich mir allerdings bewusst, dass ich etwas möchte, brauche, darf oder kann, dann entsteht mehr Freiheit, Leichtigkeit und Freude – im Leben und im Kopf.

Und was hat das jetzt mit unseren Ahnen zu tun?
Der eine Mann antwortete auf die Frage, wie es ihm geht mit “Es muss.”. Was sagt denn das über sein Leben, sein Bewusstsein und seine Wahrnehmung aus? Und schau einmal bei dir selbst, wie du mit dir umgehst. Erlaubst du dir traurig zu sein und mal 2h zu weinen oder kommt dann eher so ein Gedanke hoch wie “Das geht nicht, ich muss …”. Wenn ich Schmerzen habe, dann habe ich Schmerzen und dann ist es meine Aufgabe mich um mich und meinen schmerzenden Körper zu kümmern und dann “muss” ich nicht funktionieren. “Muss” hat mit Funktionieren zu tun und nichts mit Wahrnehmung der körperlichen, seelischen und geistigen Bedürfnisse. “Muss” ist eine Konditionierung, die wir als Kinder gelernt haben. Wir haben sie immer wieder gehört und die Konsequenzen gesehen. “Ich muss die Hausaufgaben machen.”, wenn ich sie nicht gemacht habe, dann gab es einen Eintrag der Lehrerin und zu Hause Ärger. “Ich muss mein Zimmer aufräumen, denn wenn ich es nicht tu, dann werden mir Sachen weggenommen.” … so oder so ähnlich verknüpfen wir das Wort “muss”. Das ist Konditionierung. Und diese Konditionierung, die mit schmerzhaften Konsequenzen einhergeht, macht uns krank. Werde dir also bewusst, ob deine “Ich muss”-Sätze dir wirklich Energie, Motivation und Kraft schenken oder ob sie dir nicht viel mehr Energie, Motivation, Freude, Kraft und Leichtigkeit rauben. Probier es aus und frage dich, ob du mit “Ich kann”/”Ich möchte”/”Ich darf” genauso viel oder sogar noch mehr Motivation und Kraft hast, als mit “Ich muss”. Wenn wir etwas aus Freude tun und wenn es nur ein klein wenig mehr ist als bei “Ich muss”, dann geht es leichter von der Hand, wir sind nicht im Drama und konditionieren uns um bzw. beginnen wir damit. Je öfter wir unsere “Ich muss”-Gedanken überprüfen und wahrnehmen, dass wir etwas wollen, umso gesünder werden wir. Denn wir alle wissen, dass Stress krank macht – physisch und psychisch.
Manch einer mag sagen, dass es doch nur ein Wort ist und gar keine so große Wirkung haben kann. Ich kann dich nur einladen, es bewusst auszuprobieren. Wenn du es ein paar Monate machst, die “muss”-Gedanken überprüfst und auf “muss” verzichtest und es dir nicht besser geht, dann sag und denk weiter “Ich muss”. Vielleicht, aber nur vielleicht könnte es dir auch besser gehen.

Ich bin ehrlich kein Fan von Büroarbeit. Die Abrechnung zu machen, ist nichts was ich gern tu und doch – und glaub mir, ich habe “Ich muss die Abrechnung machen.” oft geworkt – wird sie leichter, wenn ich mir bewusst werde, warum ich sie tun will. “Ich will die Abrechnung machen, denn sie ist Teil meiner Selbstständigkeit.” Es nimmt so viel Druck und schenkt Freiheit.

Ich will nicht sagen, dass ich von “Ich muss” weg bin. Ganz und gar nicht. Da habe ich noch einen Weg vor mir und ich freue mich darauf, denn mein Leben wird viel leichter sein. Also NEIN, ich sage nicht, dass es leicht ist, das Wort “muss” loszulassen und auszutauschen, aber es ist einfach, denn es ist nur ein Austausch von Worten (kann, will, möchte, darf, brauche, sollte). Und JA, auch das ist Übung. Wir schulen unsere Wahrnehmung.

Und nun scroll noch einmal zum Anfang des Beitrags … was war mein Gedanke? …? …?
“Ich MÖCHTE noch einen/zwei Beiträge schreiben, bis der Newsletter am Sonntag, 16 Uhr rausgeht.”

Herzensgrüße, deine Kerstin

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