~ Osterfeuer ~

Wie fange ich diese Geschichte nur an?

20190420_223720 bearb Logo kleinerIch war beim Osterfeuer, Ostersamstag. Ich war einmal als Teenager beim Osterfeuer, aber sonst leider nie. Das Feuer an sich hat mich immer fasziniert, aber ich hatte immer Angst. Ich konnte viele Jahre lang noch nicht einmal ein Streichholz anzünden oder in der Schule den Brenner anzünden – das war einfach nicht möglich, ich hatte richtig Angst davor. Es war nicht zu erklären, denn ich hatte nie eine schlechte Erfahrung mit Feuer gemacht, aber die Angst war real. Als ich dann vor Jahren mit dem Schamanismus in Kontakt tragt wurde irgendwie sehr schnell klar, dass ich in früheren Leben einmal eine Hexe gewesen sein muss und auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Das klingt vielleicht für ein paar Menschen seltsam, aber ich habe diese Bilder sehr klar gesehen und das Feuer gespürt. Ich habe mich dann sehr viel damit beschäftigt und fand heraus, dass ich mind. drei Mal eine Hexe gewesen sein muss und verbrannt wurde, einmal sogar hochschwanger. An diesen Bildern habe ich viel gearbeitet und habe auch andere daran arbeiten lassen, denn ich wollte gern diese Anteile heilen und ihnen Frieden schenken. Mit den Jahren wurde es dann besser – Streichhölzer sind kein Problem mehr und ich kann auch Papier verbrennen oder einen Palo-Santo-Stab in der Hand halten und ihn brennen lassen, bis er räuchert. Die Angst ist also vergangen und ich bin sehr erleichtert.

Als ich nun vor dem Osterfeuer stand hatte ich noch einmal für einen kurzen Moment das Bild vor Augen wie ich dort in der Mitte stehe und verbrenne. Ich holte meinen Anteil dann aus dem Feuer und all meine Hexenanteile tanzten dann um das Feuer herum. Es war ein schönes Bild und das war Befreiung und Heilung für mich. Irgendwann bekam ich dann das Gefühl, dass in dem Feuer ein Phönix ist und ich wartete nur noch darauf, dass er gleich herausbricht, die Funken sprühen und er sich in die Luft erhebt und alle Menschen die Augen aufreißen und staunen. Das war nicht so, aber das Gefühl vom Phönix war sehr stark.

So ein Feuer ist eine große Wandlung.

Was ganz wundervoll war, waren die vielen kleinen Wirbel, die sich an der einen Seite des Feuers immer wieder entwickelten – Minitornados. Einfach faszinierend.

20190420_224152 bearb Logo kleinerJa und was soll ich sagen … ihr seht es auf den Bildern … ich habe dann tatsächlich in dem Feuer dieses Drachenauge gesehen und ich war sprachlos. Spannend war, dass meine Freundinnen ein gebrochenes Herz oder einfach nur Glut sahen, aber ich sah da ganz deutlich ein Drachenauge und augenblicklich 20190420_224241 Logo kleinerwaren auch meine Drachen da und es war alles so stimmig für mich.

Ich weiß, dass das alles etwas seltsam klingt, aber so wahr es und ich bin glücklich über dieses Erlebnis. Ich bin so dankbar. Seit die Drachen an meiner Seite sind und ich selber ein Drache bin, hat sich so viel verändert – man kann es sich nicht vorstellen.

Ich wünsche euch eine zauberhafte Zeit. Und allen Hexen und Hexern heute eine magische Walpurgisnacht. Lasst uns fliegen und die Welt positiv verzaubern. 😉

💗 Herzensgrüße, eure Kerstin

~ der Leopard ~

20190411_101241 kleinerMich hat in der Nacht der Leopard in meinen Träumen besucht. Er zeigte mir, dass man Grenzen überwinden kann und wie leicht es ist sich zu tarnen und seines Weges zu gehen ohne gesehen zu werden. Wenn man es dann doch will, dann ist man sichtbar.

Der Leopard steht nicht nur für Perfektionismus, sondern auch für Tarnung, für die Meisterschaft, den Weg und die Führung. Schamanen und Könige trugen und tragen auch noch heute Leopardenfelle, als Zeichen ihrer Macht und ihres Status. Es ist eine große Kraft die Licht und Schatten zeigt. Denn der Leopard ist auch faul und steht für Egoismus und für die Nacht, die Dunkelheit.

„Sei dir deiner Schatten gewahr und tritt ans Licht. Dein Weg ist gezeichnet und du bist gehalten und versorgt.“ Vielleicht ist es eine Prüfung, aber auf jeden Fall ist es an der Zeit DEN/DEINEN Weg zu gehen.

Herzensgrüße, eure Kerstin

 

~ Krafttiere, Helfertiere, Totem, Geisthelfer, Geistführer ~

Dies alles sind meine Erfahrungen und mein Wissen, welches ich aus Büchern, Erfahrungen/schamanischen Reisen, Ausbildungen und Gesprächen zusammengetragen habe. Jeder möge bitte für sich überprüfen, ob es stimmig ist.

Krafttiere, Helfertiere, Totem, Geisthelfer und Geistführer sind nicht real, sondern energetisch. Meist werden sie zu reisen in die Anderswelt/Nichtalltägliche Wirklichkeit (schamanische Reisen) genutzt, aber man kann sie auch immer bei Problemen und Situationen befragen, in denen man Hilfe benötigt.

Wer ist wer?
Das Krafttier ist ein tierischer Begleiter, der für eine sehr lange Zeit oder gar für dein ganzes Leben an deiner Seite ist. Man kann durchaus mehrere Krafttiere haben. Krafttiere, Helfertiere und auch das Totem können alles von Ameise über Drache, Einhorn und Pegasus bis zum Zebra sein.

Die Helfertiere sind ebenfalls tierische Begleiter, allerdings verbleiben sie meist nur für einen „kurzen“ Moment oder Situation bei einem, was allerdings auch Tage, Wochen, Monate oder Jahre sein können. Sie unterstützen und helfen einem in dieser bestimmten Situation. Es ist schwierig zwischen Kraft- und Helfertieren zu unterscheiden. Ob dies wirklich notwendig ist, darf jeder für sich entscheiden.

Das Totem ist ein tierischer Begleiter, den man seit seiner Geburt hat. Dieses Tier ähnelt einem sehr und spiegelt viele Facetten wieder. Man hat nur ein Totem. Dies kann man auch jederzeit befragen, wenn man Hilfe benötigt.

Der Geisthelfer ist ein nichtanimalischer Helfer. Das umfasst sehr viel, z.B. Götter/innen, Kentauren und andere mystische Wesen wie Feen, Elfen, aber auch Helden können darunter sein wie Superman oder Wolverine, aber auch andere Menschen wie Hildegard von Bingen oder Mutter Teresa. Es können alle Wesen sein, die uns erscheinen und nicht tierisch oder „halb“tierisch sind, eben auch Superhelden oder oder oder. Es geht hier darum, dass sie über eine Kraft, Wissen, Energie verfügen und diese Kraft, das Wissen, die Energie benötigen wir und damit können wir uns helfen. Geisthelfer „nutzt“ man wie Krafttiere, Helfertiere oder Totem. Auch Geisthelfer kann man mehrere haben und sie bleiben unterschiedlich lang.

Der Geistführer ähnelt dem Geisthelfer, allerdings haben wir hiervon nur einen und er berät uns eher, als dass wir ihn für Reisen oder andere Arbeiten nutzen. Er hat eine ähnliche Bedeutung wie das Totem, ohne aber uns so sehr zu ähneln.

Wie finde ich mein Krafttier etc.?
Diesen Helfern begegnet man auf schamanischen Reisen. Ich persönlich empfehle immer, dass das erste Krafttier jemand geübtes holt oder man live von jemandem angeleitet wird, zu dieser schamanischen Reise. Ich habe gehört, dass es auch Videos gibt wo man angeleitet wird und man sein Krafttier finden kann, allerdings habe ich dies nie ausprobiert und kann dazu nichts sagen.
Wenn man sein Krafttier hat und sich im schamanischen Reisen geübt ist, dann kann man nach Helfertieren, Totem, Geisthelfer und Geistführer auch selber suchen. Ich habe mir für mein Totem jemanden gesucht, weil ich da einfach nicht befangen sein wollte. Jeder muss da für sich entscheiden was richtig ist.

Wofür brauche ich Krafttiere etc.?
Wir haben alle immer wieder Situationen und Probleme wo wir nicht weiter wissen oder wo uns Kraft, Energie oder Wissen fehlt. Hierfür kann man dann auf verschiedenste Arten und Weisen diese Helfer befragen, aufsuchen oder „zu sich nehmen“.

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Ich habe nun ein Jahr jeden Tag eine schamanische Reise zu einem meiner 12 Drachen gemacht und sehr viel von ihnen gelernt. Das ist der Grund weswegen ich auch jedem ans Herz legen kann ganz viel Kontakt zu seinen Krafttieren aufzunehmen. Wer es kann, dann in schamanischen Reisen und wer das noch nicht kann, kann es mit Meditation versuchen. Sie verfügen über sie viel Wissen und Informationen … nutzt sie.

Immer wieder lese ich in anderen Gruppen darüber, dass Menschen einem bestimmten Tier immer und immer wieder begegnen und daraus schließen, dass dies ihr Krafttier ist. Sicherlich ist es möglich und es gibt durchaus ganz besondere Begegnungen, die darauf schließen lassen. Wir können ja schließlich mehrere Krafttiere haben. Ich möchte nur eins hinzufügen … es gibt Tiere, denen wir hier nicht begegnen können. 😉 Damit meine ich jetzt nicht nur Löwe, Nilpferd, Wal, Giraffe oder Pinguin, sondern auch Drachen, Pegasus, Einhorn und Co. Deswegen versucht weiter zu schauen als „nur“ in eurer Umgebung.

Stellt gern Fragen, wenn etwas unklar ist oder ich etwas verwirrend geschrieben haben sollte oder ihr einfach noch Fragen habt.

Alles Liebe, eure Kerstin

Collage Wolf Elefant Geier

~ Schildkrötengeburt ~

Weiße Schritte
Ins Licht

Geholfen
Durch Lichthelfer

In die Kathedrale
In das Licht

20170112_124456-bearb-logo-kleinerZu den Schwestern des Lichts
Lichtpriesterinnen

Weiß strahlend
Im Kreis willkommen

Aufgerufen
Um abzulegen

Das Licht zu zeigen
Umhang um Umhang ablegend

Sich Hüllen
In weißes Pergament

Um zu ruhen
Zu schlafen

Zu wachsen
Zu heilen

Erwachend und sanft durchstoßen
Die zarte Haut

Von weiß und blau
Begrüßt

Umarmt
gewärmt

Den Weg
Ins kühle Nass

~ © Kerstin Kochler

~ Drachenreise zur 12. Rauhnacht ~

20161210_182854_001-bearb-logo-kleinerIch konnte lange nichts Genaues wahrnehmen. Es war bunt. Viele Lichter und Farben leuchteten. Wie ein Lichttunnel. Ich flog auf meinem Phönix schneller und schneller, dabei flogen die Lichter und Farben nur so an mir vorbei. Immer wieder fragte ich „Wohin darf mich die heutige Drachenreise führen?“. Nichts bewegte oder änderte sich, die Farben zogen weiter rasend schnell an mir vorbei. Irgendwann spürte ich, dass es die falsche Frage war und dann wusste ich es „Darf ich heute ein Drachen sein?“ und wie auf Kommando änderte sich alles. Ich verwandelte mich in einen Drachen. Ich konnte sehen wie mir die Schuppen wuchsen, wie die Flügel sich bildeten und wie sich mein Gesicht veränderte und mir ein langer Drachenschwanz wuchs. Wow, was für eine Verwandlung.
Ich flog über grüne Berge und Hügel, Flüsse und Seen, Wälder und Täler. Wahnsinn – was für ein Gefühl zu fliegen. Ich stürzte mich in einen See und tauchte ganz tief hinab, ich sprang wieder hinaus und flog durch Wolken, die ganz zart meine Schuppen berührten. Ich flog mitten in einen Vulkan und tauchte tief in die Magma ein, um dann aus der Erde herauszubrechen und das gehärtete Gestein abzuschütteln … Ich flog über Schottland, Irland, Australien, Tokio, Peru, Kuba, Grand Canyon, Island, Neuseeland und und und. Ich sah so viel und fühlte all die Magie. Alte Magie, die noch immer da war, Menschen die so groß waren, dass sie Energien verändert hatten. Ich spürte die Menschen, die Drachen schon vor Jahrtausenden verehrten und andere die sie gejagt hatten. Es war eine Weltreise und eine Reise durch die Zeiten und Welten. So viel war, so viel hat und wurde verändert und noch so viel ist. Die Magie ganz bestimmter Orte ist noch immer mehr als präsent.
Zum Schluss durfte ich das unglaubliche Gefühl bekommen wie es ist mit anderen Drachen zu fliegen.

Diese, meine letzte Drachenreise zu den Rauhnächten, war nicht nur ganz besonders, sondern besonders tief und berührend. Mein Kater Romero war sehr schnell bei mir, denn … ja, ein Drache zu sein ist toll. Gern wäre ich ganz tief eingetaucht, aber vielleicht hätte ich dann den Rückweg nicht gefunden. Reisen sollte man nie ohne Erfahrung und selbst mit Erfahrung kann es Reisen geben, die tiefer und tiefer gehen und aus denen man nur schwer wieder zurückkommt.

Ich durfte heute ein Drache sein. Ein Wunsch, von dem ich nichts wusste, ging heute in Erfüllung.

Ich kann euch nicht all das beschreiben, was ich in dieser Reise gesehen habe, denn es ging so unglaublich schnell und es war so intensiv. Euch alle Plätze und Orte zu beschreiben würde eine Ewigkeit dauern und doch würde ich nie alles in Worte fassen können. Auch fehlen die Worte um die gefühlte Magie dazustellen. Ich reiste von Ort zu Ort und auch immer wieder in den Zeiten. Die Welten verschwammen und verbanden sich. Alles war da, zeitgleich und getrennt.
All die Bilder sind in meinem Herzen verankert.

~ © Kerstin Kochler

~ Drachenreise zur 11. Rauhnacht ~

20161210_182854_001-bearb-logo-kleinerIch fand mich in der Höhle meines Feuerdrachen Dargos wieder und sah über die Wälder, Seen und Wüsten meiner Anderswelt. Wir flogen hinunter auf die große Lichtung im Wald, zu all den anderen Krafttieren. Sie warteten bereits und die Begrüßung war herzlich und liebevoll. Gemeinsam breiteten wir eine große Picknickdecke aus, auf der wir alle gemeinsam saßen und aßen. Es war ein harmonischer Kreis. Ich war im Gespräch mit Hund, Katze, Schwein, Bär, Kranich, Adler, Löwen(rudel), Pferden, Nashorn, Einhorn, Pegasus, Drachen und mehr, als über uns ein mir unbekannter blauer Drache kreiste. Er stand am Himmel und brüllt laut. Niemand kannte ihn und ich wusste nicht was er wollte. Ich konnte ihn nicht verstehen und alle Versuche mit ihm zu sprechen verpufften unter seinem Gebrüll. Er griff uns nicht an und er spie auch kein Feuer. Also stieg ich auf Dargo und wir flogen zu dem Drachen, der sich augenblicklich umdrehte und davon flog. Wir folgten ihm, denn offenbar war es das, was er gewollte hatte.
Am Horizont zogen schwarze Wolken auf und wir fanden uns am Rande eines Ozeans wieder. So weit war ich bisher noch nie gereist. Allerdings waren es keine Wolken, die wir da sahen. Es war eine riesige Wasserwand, ein Tsunami, der auf das Land zurollte. Sofort wurde die Lichtkuppel sichtbar, welche das Land vor Angriffen schützte und das Wasser prallte gegen sie ohne das auch nur ein Wassertropfen hindurchdrang. Mein Herzschlag war stark und die Erleichterung groß. So viel hätte passieren und zerstört werden können und all die Tiere …
Über dem Ozean tobte ein Sturm. Heftig und mächtig. Welch Anblick. Es kribbelte in mir und so stieg ich auf den blauen Sturmdrachen und wir flogen mitten in den Sturm über den Ozean. Die Sturmböen zogen und zerrten an mir, aber ich saß sicher und so klar auf diesem Sturmdrachen, dass sie mir nichts anhaben konnten. Blitze sausten an mir vorbei und ich konnte ihre Energie spüren. Der Donner vibrierte in meinem Körper und immer wieder erfasste mich eine Sturmböe. Ich flog so schnell wie noch nie zuvor. Ich bin Sturmfrau und nun mit einem Sturmdrachen gesegnet.

Es existiert beides in mir, zeitgleich – Sturm und Liebe & Harmonie. So ein Genuss. Zu stürmen ohne zu schaden und zu lieben ohne Grenzen. Welch Gnade.

~© Kerstin Kochler

~ Drachenreise zur 10. Rauhnacht ~

20161210_182854_001-bearb-logo-kleinerDer volle Mond stand hoch am Himmel. Das Mitternachtsblau des Himmels umschloss die Welten. Eine Monddrachin flog hoch oben um den Mond herum und ich spürte meinen Schattendrachen True neben mir.
Ich stand auf seinem Vulkankrater und blickte mit ihm gen Himmel und dann kam die Monddrachin zu ihm und beide umarmten sich und schmiegten sich eng aneinander. Es war ein wunderschönes Bild – gleich Ying und Yang. Erst später begriff ich, was ich wirklich sehen sollte. Jeder blieb beim Zusammensein bei sich. Mein Schattendrache verdunkelte nicht die Monddrachin und die Monddrachin erhellte oder beleuchtete auch nicht den Schattendrachen. Jeder war bei sich und doch waren sie auch zusammen. Das sehen zu dürfen war ein wunderschönes Geschenk.
Erst jetzt fiel mir auf, dass wir längst in der Dämmerung waren. Jetzt, wo weder Sonne noch Mond am Himmel zu sehen waren, konnten sie zusammen sein. Und dann zeigte sich eine Sonnendrachin, die sich zu den Beiden gesellte. Und auch hier blieb jeder bei sich. Niemand wurde verdunkelt und niemand erhellt. Jeder berührte Jeden, aber niemand griff um sich oder nahm jemandem anderes ein oder gar einen Platz weg. Sie alle waren Individuen, die sich respektieren und getrennt-eins-sein konnten. Sie Liebe hielt sie zusammen.
Ich betrachtete diese drei Drachen eine ganze Weile, bis dann die Sonne sich zeigte und sie sich trennten, bis zur nächsten Dämmerung. Und True verkroch sind in den Schatten seines Vulkankraters.

Ja, die Polaritäten. Verschieden und doch gleich. Getrennt und doch eins. Es gibt sie überall, mal nehmen wir sie wahr und mal übersehen wir sie. Mal groß, mal klein. Mal offensichtlich, mal übersehbar.

Danke, dass ich all das wahrnehmen durfte.

~© Kerstin Kochler

~ Drachenreise zur 9. Rauhnacht ~

Kaum hatte ich die Augen geschlossen meldeten sich die Worte „Tiefsee“, „Netz“ und „Drachen“. 20161210_182854_001-bearb-logo-kleinerIch war also auf dem Weg in die Tiefsee, mir meiner Wasserdrachin Josephine. Dort, in der Dunkelheit der Tiefsee konnte ich einen blauen Drachen erkennen. Er lag auf dem Meeresgrund und war halb tot. Über uns konnte ich die Schiffe mit ihren Fischernetzen sehen. Und der Meeresgrund war voll von Müll und abgerissenen oder verlorenen Netzen.
Der Drache hing in einem der Netze fest. Leider teilten viele andere Seelen dieses Schicksal, nur kam meine Hilfe für sie zu spät. Ich befreite den Drachen aus dem Netz. Sein Körper hatte sich in all der Zeit bereits angepasst und so blieb ein eingeschnürter Ring an seinem Körper übrig. Wie viele Jahre mochte er wohl schon so verbracht haben. Ich fragte mich, wie er es in all den Jahren geschafft hatte zu überleben. Und eine schöne rosa Wasserdrachin zeigte sich mir. Sie war stets an seiner Seite geblieben und hatte ihn versorgt und sich um ihn gekümmert.
Der Anblick von all dem Müll und von den vielen Netzen schockierte mich. Ich hatte zwar bereits davon gehört, dass am Meeresgrund viele Netze lagen, aber es so zu sehen war ein Schock für mich. Ich wollte all diesen Müll und diese Netze beseitigen. Erst sprach ich einen Zauber, der sie alle zu Staub zerfallen lassen sollte, aber die Netze blieben bestehen, also sprach ich einen Zauber, der die Netze porös machten sollte. So würden sie zerfallen bzw. leicht zerbrechen. Und diesmal gelang es mir.
Es musste etwas Grundsätzliches passieren und so suchte ich Poseidon auf. Ich wollte mir ihm sprechen und um seine Hilfe bitten. Er begrüßte mich herzlich, schließlich hatten wir in diesem Jahr viel Kontakt gehabt und Frieden geschlossen. Ich erzählte ihm von meinem Erleben und dass wir etwas gegen den Müll tun müssten, denn so viele Leben wären dadurch bedroht. Wir sprachen eindringlich miteinander und Poseidon sagte „Ich kann mich nicht um den Müll der Menschen kümmern. Wenn ich ihren Müll beseitige, dann werden sie es nie lernen besser auf ihre Umwelt zu achten. Ich verliere Seelen und glaub mir, dass schmerzt mich sehr, aber ihren Müll und ihre Fehler zu beseitigen würde uns nicht helfen.“. Und ich konnte ihn so gut verstehen. Sicherlich hätte er ein paar Helfer rausschicken können, um die Seelen aus den Netzen zu befreien, aber das wäre nicht genug gewesen. Dennoch bat ich ihn es sich noch einmal zu überlegen, um all der gefährdeten Seelen willen und um seine Töchter und Söhne. Er sagte mir, dass es noch vor hunderten von Jahren nicht so schlimm war und es explosionsartig sich verschlimmerte und ich glaube ihm. Es ist alles verpackt, oft doppelt und dreifach. Er sagte „Wenn sich wenigstens der Müll auflösen würde, aber er bleibt und bleibt und gräbt sich ein.“.
Ich hoffe darauf, dass es eines Tages Verpackungen gibt, die sich binnen eines Jahres vollständig zersetzen. Ich glaube, dass das möglich ist. Vielleicht aus Maisstärke, wobei der Mais auch erst angebaut werden muss … Kreislauf. Ich sah mich dann mit meinen Stoffbeuteln einkaufen und selber anbauen und ernten. Wir alle werden unser Leben neu strukturieren und orientieren müssen und so lang beten, bis sich die Lösung zeigt. Tief in meinem Inneren bin ich überzeugt, dass die Wissenschaft sehr viel mehr kann und hat, als wir nutzen dürfen.
Und mit diesem Gefühl der Veränderung, kehrte ich aus der Reise zurück.

~ © Kerstin Kochler

~ Drachenreise zur 8. Rauhnacht ~

Es ist dunkel. Es ist Nacht. Ich sehe das Feuer in der Höhle und spüre meine beiden Feuerdrachen. Es ist schön mal wieder bei ihnen zu sein.
20161210_182854_001-bearb-logo-kleinerIch schaue aus der Höhle in die Nacht über meine Anderswelt, in der so viele meiner wundervollen Krafttiere, Geisthelfer und Geistführer leben. Als plötzlich eine schwarze, grün leuchtende Krallenhand in meine Anderswelt greift und ein rotglühender Greif sich in meine Höhle stürzt. Mein Feuerdrache ergreift ihn und drückt ihn ins Feuer. Ich schaffe es mit meiner Magie die Krallenhand wieder aus meiner Welt zu drücken, bevor sie etwas greifen oder zerstören kann. Nun sehe ich, dass eine Teil meiner Anderswelt auf einmal Grenzen hat. Sie schimmern wie Seifenblasen und sind durchlässig. Meine Anderswelt ist erkennbar, von außen sichtbar. Ich verwische mit meinen Händen auf magische Weise die Grenzen, hebe sie auf und lege ein Tuch der Unsichtbarkeit über meine Anderswelt. Für uns ist alles sichtbar, aber von außen ist sie nun nicht mehr zu erkennen.
Der Greif ist im Feuer gestorben. Ich frage meine Drachen was nun mit ihm geschehen soll. Ich frage, weil ich nicht weiß, ob sie ihn fressen wollen, aber das tun sie nicht. Sie erklären mir, dass man Böses nicht zu sich nehmen soll und auch nicht hier begräbt. Mit einer einfachen Handbewegung veranlasse ich die Auflösung des Greifs. Er löst sich in glitzernden goldenen Staub auf, den ich über alle Grenzen und Welten schicke. Noch einmal ist erkennbar, wo meine Anderswelt liegt, aber ich schaffe es sie zu schützen. Danach ist alles wieder ruhig.
Ich sehe meine beiden Feuerdrachen in der Höhle. Dargo sitzt neben dem Feuer und genießt das Zusammensein und mein noch namenloser anderer Feuerdrache … seine Schuppen haben züngelnde Flammen und er liebt es mitten im Feuer zu liegen. Dort rollt er sich ein und genießt. Ich setze mich zu Dargo und blicke hinaus. Die Sterne funkeln und mir wird klar, dass ich noch nie bei Nacht hier war. Aber auch der Wald und die Wiesen leuchten mystisch. Das sind all die dort lebenden Wesen. Ihr Sein und ihre Liebe lässt sie leuchten. Ein so schöner und heilsamer Anblick.
Ich spreche mit Dargo…
ich: „Du warst immer da, auch dann als ich dich noch nicht sehen konnte.“
er: „Ja, das alles gab es schon. Sie alle waren schon da. Jeder von uns. Und es gibt noch so viel mehr, was du jetzt noch nicht siehst.“
ich: „Wirklich? Weißt du, das alles ist schon so ein Schatz für mich. So groß und schön und heilsam. Es ist für mich unvorstellbar, dass ich schon so groß sein soll und noch viel unvorstellbarer, dass ich noch viel größer sein soll. Ich kann doch jetzt noch nicht einmal mehr alles überblicken. So ein Schatz.“
Und dann kann ich all meine Drachen sehen, die an Orten leben, wo ich noch nicht so häufig war. Ich weiß über ihre Existenz, aber sie kamen so schnell hintereinander und sind noch so „frisch“ bei mir, dass ich sie gar nicht wirklich kenne. Und ich seh all meine geliebten Krafttiere und auch mein two-spirit-people-Spirit zeigt sich. Oh ja, ihn möchte ich auch noch viel mehr kennenlernen. Ich weiß über diesen Schatz in mir und über die Wandlung und Heilung und auf das „noch mehr“ freue ich mich auch.
Mit einem tiefen inneren Frieden konnte ich die realen Berührungen meines Katers Romero folgen und sein Kuschelbedürfnis erfüllen – zurück ins Hier und Jetzt.
Ich bin tief Dankbar.

~ © Kerstin Kochler

~ Drachenreise zur 7. Rauhnacht ~

20161210_182854_001-bearb-logo-kleinerIch tauchte ab, tiefer und tiefer. Es wurde dunkler und dunkler. Ich konnte trotz allem atmen, sank nicht, sondern schwebte.
Lange begriff ich gar nicht wo ich war, denn ich konnte nichts genaues sehen, auch keinen Drachen der meine Hilfe benötigte. Aber irgendwann wurde mein Blick klarer und ich sah – ich war im Weltall.
Vor mir sah ich Mutter Erde schweben und dann konnte ich die Drachen sehen, die wie Satelliten ringsum Mutter Erde flogen, miteinander verbunden. Eine zartrosa Energielinie verband sie miteinander. Jeder war mit jedem verbunden und war auch mit allen Drachen auf der Erde und in den Anderswelten verbunden. Das rosa Netz baute sich immer weiter auf und umspannte die Erde immer mehr und mehr. Es zog sich weit in den Weltraum hinaus, wo es wohl weitere Drachen gab.
Andere Netze wurden für mich sichtbar – gelb, blau, grün. Sie verbanden anscheinend andere Lebewesen miteinander.
Was für ein Anblick. Atemberaubend. Schön, Wundervoll. So besonders. Zart. Stark. Einfach unglaublich.
Ich hatte hier nichts zu tun. Ich durfte einfach nur diesen Anblick genießen. Welch eine Ehre.
Voll Dankbarkeit und Gnade zog ich mich zurück.

~ © Kerstin Kochler

~ Drachenreise zur 6. Rauhnacht ~

20161210_182854_001-bearb-logo-kleinerIch flog hoch über den Wald auf einen Berg zu. Ein Drache, rot und groß, lag dort auf einem Felsvorsprung, verletzt. Über ihm und mir kreiste ein Greif mit Reiter, der uns immer wieder angriff. Offenbar hatte ein Kampf stattgefunden.
Ein Schutzschild aus Licht, hüllt meinen Drachen, mich und den verletzten Drachen ein und schützte uns vor den Angriffen des Greifs. Ich stieg von meinem Drachen und sah mir die Verletzungen an. Der verletzte Drache knurrte vor Schmerz, aber ließ mich gewähren. Sein Flügel war gebrochen und ein Knochen ragte in einem unnatürlichen Winkel heraus, außerdem hatte er viele Biss- und Risswunden. Mit einem Heillied und Kräuterbrei gelang es mir den Knochen wieder in die ursprüngliche Lage zu bringen und alle Wunden zu versorgen. Fliegen konnte er aber leider noch nicht. Als ich mich fragte wie ich ihn in seine Höhle bringen könnte, wandelte sich der Fels zu einem Felsriesen, der in seiner Hand den Drachen trug. So eine Wandlung hatte ich noch nie zuvor erlebt und war sehr erstaunt und im ersten Moment auch erschrocken. Der Felsriese würde sich kümmern, den Drachen schützen und alles Notwendige tun.
Der Drache war in dieses Revier gekommen, weil sein eigenes Revier von einem bösen, alles zerstörenden Greifreiterkönig beherrscht und vernichtet wurde. Kaum sah ich in die Richtung konnte ich das Ausmaß der Zerstörung sehen. Alles war schwarz, brannte oder rauchte. Vier, fünf oder mehr Greifreiter flogen über das Land und nur noch ein kleines Fleckchen Erde war in seinem Ursprung, grün und schön. Wie gerufen kamen alle Drachen, Einhörner, Pegasus, Phönix, Feen, Elfen und alle anderen Krafttiere zusammen. Gemeinsam bildeten wir eine Kuppel aus Licht, die das noch heile Land schützte. Die Pegasus, Drachen, Phönixe und Vögel schlugen mit ihren Flügeln und Schwingen um das schwarzverbrannte Land zurück zu drängen. Dort wo das Licht hinkam, blühte und grünte wieder alles und heilte.
Eine ganze Zeit kämpften wir, aber die Energie der Greifreiter und der Schwärze war schon zu weit fortgeschritten. Ich sprang von meinem Drachen und landete in mitten der Lichtung auf dem mein Lichtdrache stand. Ich stieß rhythmisch mit meinem Lichtstab auf die Erde und Schockwellen des Lichts breiteten sich aus. Der gesamte Stamm meines Geistführers kam hinzu, trommelte, tanzte und sang. Die Energie von uns allen war unbeschreiblich stark und breitete sich immer weiter aus.
Dennoch spürte ich, dass das nicht reichen würde, also ging ich in Richtung des Greifreiterkönigs. Vor mir bildete sich eine Schneise des Lichts. Die Lichtkuppel umschloss mich weiter. Der Greifreiterkönig flog hoch über mir. Kaum berührte das Licht den Greif wurde er farbig und flog in unseren Kreis hinein um uns zu unterstützen. Nun stand ich dem Greifreiterkönig gegenüber und mir wurde bewusst, dass er alle Farben dem Land genommen hatte. Er hatte es nicht nur verbrannt und sich unterworfen, nein, er hatte alle Farben zerstört. Sobald er auf der Erde stand und nicht mehr flog, konnte ich eine Veränderung bei den anderen Greifen und Reitern erkennen, als wäre ein Bann von ihnen gefallen. Sie schauten sich um, änderten sich und flogen auch in unseren Kreis. Die Lichtkuppel wuchs und weitete sich immer weiter. Die große Schlacht war fast gewonnen.
Ich sprach den Greifreiterkönig an und spürte sofort seinen Hass, die Angst und Wut in ihm, aber da gab es auch Verzweiflung und Verletzung. Ich kann niemanden zwingen licht- und liebevoll zu sein, aber ich nahm ihm die schwarze Kriegsrüstung ab und legte ihm einen weißen Lichtumhang um. Irgendwann würde das Licht sein Herz erreichen, seine Gedanken wandeln und seine Wunden heilen, aber in seinem Tempo. Durch diesen Umhang konnte der aber seinen Hass nicht mehr verbreiten. Also selbst wenn er in der Dunkelheit bleiben wollte, so hätte er niemanden mehr anstecken können. Jeder darf für sich entscheiden, in welchem Bereich des Lebens er sich aufhalten möchte.
Die Phönixe und Pfaue stiegen in die Lüfte und ihre Tränen schenkten neues Leben. All die Dunkelheit und Schwärze war nun wieder Farbe und Licht. Die Welt heilte.

~ © Kerstin Kochler

~ Drachenreise zur 5. Rauhnacht ~

20161210_182854_001-bearb-logo-kleinerGleißend hell ist es. Meine Augen müssen sich erst an das viele Licht und die Helligkeit gewöhnen.
Ich stehe mitten im Eis. Es ist kalt, so hell und voll glitzernder Eis- und Schneekristalle.
Noch bevor ich irgendetwas tun kann, sehe ich, wie ein weißer Drache, ein Eisdrache, von Menschen mit Speeren umzingelt und getötet wird. Ich versuche zu helfen, aber ich komme zu spät. Und er ist nicht der einzige getötete Drache. Über diese Eisfläche verteilt, findet dieses traurige Szenario insgesamt vier Mal statt, synchron. Vier wunderschöne Eisdrachen werden von Menschen getötet. Welch schrecklicher Anblick. Mir laufen die Tränen und sie fallen glitzernd aufs Eis, aber sie werden nicht reichen um das Eis zu halten. Es wird tauen und diese Menschen werden ihren Lebensraum verlieren. Sie werden sterben, so wie sie die Eisdrachen haben sterben lassen. Die Trauer über den Tod der Eisdrachen schmerzt in meinem Herzen und raubt mir den Atem.
Die Eisdrachen lösen sich auf und steigen las weißgoldener Schleier zum Himmel empor, um dort als Sterne zu leuchten.
Ich weine und schreie die Menschen an. Wie konnten sie nur so etwas tun? Mein Entsetzen ist so unbeschreiblich groß. Als ich mich etwas beruhigt habe, rufe ich all diese Menschen zusammen und frage nach dem Grund. Ich bitte sie um Erklärungen, aber es kommt nur eine – diese Drachen haben ab und zu ein Tier von ihnen gerissen, deswegen mussten sie sterben. Ich verstehe was sie bewegt hat und dass sie an ihr Überleben dachten. Und dann erkläre ich ihnen, welch einen großen Fehler sie gemacht haben. Dass diese Eisdrachen keine Bedrohung für sie wahren, sondern ganz im Gegenteil, sie ohne diese ihren Lebensraum verlieren werden und von diesen Drachen anhängig sind. Es ist still und ich spüre ihr Entsetzen und ihr Bedauern über diese Taten. Und ihre Angst wächst, denn es wird ihnen bewusst, was sie getan haben und welche Folgen es hat.
Nach einer Zeit sage ich „Ich hoffe darauf, dass irgendwann …“ und noch bevor ich den Satz beenden kann fallen die Sterne nieder. So viele Sterne fallen und bilden einen Eisdrachen, der größer als jedes Haus und Monument dieser Welt ist. Größer als jede Vorstellung es sich einzubilden vermag. Die Menschen und auch ich sind starr vor Erstaunen und ich spüre die Erleichterung, auch wenn trotz allem eine Angst unterschwellig mitschwingt. Er speit Eis und die Eisfläche wird stabiler und größer. Dann legt er sich ins Zentrum des Eises nieder, um dann mit dem Eis zu verschmelzen und als Eisberg über das Eis zu wachen.
Die Menschen pilgern dort hin und legen Opfergaben nieder. Sie verehren diesen Eisdrachen und wissen nun zu schätzen was sie haben und welch Geschenk ein Drache in ihrem Leben ist.

~ © Kerstin Kochler

~ Drachenreise zur 4.Rauhnacht ~

20161210_182854_001-bearb-logo-kleinerEs war dunkel. Die Schwärze umschloss mich. Noch bevor ich den Gedanken haben konnte mich umzusehen, wurde mein Blick von einem Objekt in der Luft gefesselt. Ein lilafarbener Kreis drehte sich gegen den Uhrzeigersinn in der Luft. Langsam, aber unaufhörlich. Ich beobachtete dieses lila Objekt, welches so leuchtete und sich drehte eine Weile und irgendwann nahm ich es als Gestalt war und ich konnte den Kopf eines Drachen erkennen.
Sein Blick war starr und entschlossen nach vorn gerichtet – zu seinem Schwanzende. Augenblicklich erklang das Wort „loslassen“ in meinem Kopf. Hinter mir stand mein Feuerdrache und treuer Begleiter Dargo und ich fragte ihn, was mit diesem Drachen sei und wie lang er dies bereits tat. Dieser Drache jagte nicht seinen Schwanz, aber er konnte nicht aufhören ihm zu folgen und dies tat er bereits einige hundert Jahre lang. Ich fragte Dargo wie ich ihm helfen könne bzw. ihn soweit unterbrechen konnte, dass er mich wahrnahm.
Der lila Drachen“kreis“ senkte sich langsam in Richtung Boden, so dass er beinah auf meiner Augenhöhe war. Und ich sagte „Loslassen ist frei sein – Freiheit und Frieden.“. Die Blicke, des Drachen und mir, trafen sich ab und zu, für nur wenige Millisekunden. Irgendwann wendete sich der Blick des Drachen mir immer häufiger zu und dann hielt er mal kurz und sah mich genauer an, aber der Drang seinem Schwanz zu folgen war noch größer und so drehte er sich wieder, bis er wieder irgendwann einmal anhielt und sich dann doch wieder drehte. Es dauerte eine ganze Weile. Ich blieb geduldig stehen und wartete darauf seine Aufmerksam zu bekommen. Nach einer Weile streckte ich meine Hand aus und berührte sanft seinen Schuppen, während er sich drehte und nach und nach schenkte er mir immer mehr Aufmerksamkeit und dann war er soweit, dass ich ihn ansprechen konnte. Und ich fragte ihn, warum er immer nur seinem Schwanz folgte. Eine Antwort bekam ich nicht. Ich spürte seine Unsicherheit und den Drang in alte Muster zurück zu kehren. Also schenkte ich ihm eine einzelne Margerite und sagte ihm, dass wenn er sie einpflanzen würde und gut pflegte, dann würde ein toller Margeritenbusch wachsen und dies wäre doch ein tolles Ziel. Und um ihn noch weiter zu unterstützen schenkte ich ihm eine große goldgelbe Glasperle. Wenn er durch sie sehen würde, dann würde er seine Kreisläufe erkennen und Wege finden diese zu durchbrechen. Eines Tages würde er es ohne Hilfe schaffen und sein Licht in die Welt tragen.
Step by Step. Jeder Schritt ist wichtig auf dem Weg der Heilung und so konnte ich diesen wunderschönen Drachen bleiben lassen. Ich hatte ihm Impulse gegeben und nun würden diese in ihm wachsen und sich manifestieren, bis er frei sein würde.

Die Margerite steht für Natürlichkeit und unverfälschtes Glück. Welch tolle Symbolik, die ich erst nach der Reise erfuhr.

~ © Kerstin Kochler

~ Drachenreise zur 3. Rauhnacht ~

Ich befand mich unter der Erde und sah plötzlich einen Oger umfallen – tot. Sein Gesicht kurz vor meinem. Es marschierten Massen von Ogern entlang. Ich musste an Herr der Ringe denken und war aber nicht in diesem Film. Ein großer rotbrauner Drache, mit vielen Zacken und Hörnern flog über dieses Heer und spie die ganze Zeit Feuer, aber verbrannte sie nicht. Das Feuer konnte den Ogern nichts anhaben. Sie sahen sich noch nicht einmal um oder gaben irgendeinen Laut von sich. Sie marschierten nur, stupide ohne jede weitere Regung. Außer das Knistern des Feuers und ihrer Schritte war nichts zu hören.
Es war unglaublich heiß dort unten und das Licht war schummrig orange, vom Feuer des Drachen.20161210_182854_001-bearb-logo-kleiner
Ich war nicht allein, ein Geisthelfer meines Stammes ‚kleiner Wolf‘ stand neben mir. Wir waren in einer Art Grube, so dass uns niemand sehen konnte und das Feuer uns auch nicht erreichte. Dieses Bild der Oger und des Feuer speienden Drachens ergab keinen Sinn für mich. Was sollte ich dort unten? Kleiner Wolf und ich liefen in die Richtung, in die auch die Oger marschierten. Die Erde teilte sich für uns und schloss sich kurz darauf wieder hinter uns.
Aus den Massen an Ogern wurde ein Strom, eine Masse, unerkennbar und sie floss durch einen Tunnel. Wir folgten dem Strom durch den Tunnel. Es war dunkel, schwarz und heiß. Irgendwann gelangten wir ans Tageslicht. Es war eine Insel und der Strom war Lava, orange, glühend, heiß und zähflüssig, um dann schwarz und krustig zu werden. Das Meer schäumte, brauste und zischte bei der Berührung mit der so heißen Lava. Nun konnte ich verstehen, welche Aufgabe der Drachen so tief unter der Erde hatte, aber warum aus den Ogern Lava wurde, erschließt sich mir noch immer nicht.
Ich fragte das Universum, was ich für den Drachen tun könnte und sollte und augenblicklich was ich wieder bei ihm. Sein Wunsch war es ans Tageslicht zu kommen. Er wollte einfach nur mal wieder frei fliegen und atmen können. Intuitiv verankerte ich die in der Höhle herrschende Temperatur, damit die Lava weiter zähflüssig fließen konnte und reiste mit dem Drachen ans Tageslicht. Er schnellte in die Höhe, drehte sich dabei um dann im Sturz zu fallen, die Schwingen auszubreiten und zu gleiten. Ihn so zu sehen war eine Wohltat und eine Freude. Ich verankerte in allen Höhlen der Welten die Temperatur und lud alle Drachen ein ans Tageslicht zu kommen und sie folgten meiner Einladung. Ich konnte sehen wie hunderte Drachen aus der Erde und dem Wasser in die Lüfte stiegen um sich dann ins Wasser stürzen zu lassen oder in der Luft zu gleiten und ihre Kreise zu drehen. Es war ein (un)glaublicher Anblick so viele glückliche Drachen zu sehen.
Ich sah mir die Insel an, auf der ich war. Sie war klein und in der Mitte wunderschön grün und an den Rändern schwarz und orange durch die Lava. Nur wenige Häuser gab es hier und es herrschte eine tiefe heilsame Ruhe. Die dort lebenden Menschen wissen sicher nicht was untern ihnen wirklich geschieht und ist. Ich weiß nicht, ob die Insel irgendwann einbrechen wird, weil die Höhle irgendwann zu groß geworden ist oder nicht, aber das Wissen darüber, was unter uns geschieht sollte nicht verloren gehen.
Irgendwann im Laufe dieser Reise, war ich für einen kurzen Moment in einer Großstadt. Die Kinder rannten über die Straße und kauften sich in kleinen Läden Süßigkeiten, die S-Bahnen rumpelten, die Erwachsenen hetzten und sie Autos hupten. Wie weit entfernt diese Welt von der Welt dort draußen bei der Insel und den Drachen ist – dachte ich.
Irgendwann werden die Drachen wieder unter die Erde gehen, denn nur ihr Feuer macht die Lava erst richtig flüssig, aber die Temperatur wird halten, so dass sie immer mal wieder an die Oberfläche kommen können.
Auf eine ganz andere Weise, haben sie ihre/eine Freiheit bekommen.

~ © Kerstin Kochler

~ Drachenreise zur 2. Rauhnacht ~

Ich stand auf einem Berg. Auf dem Berg gegenüber war ein goldgelber dreiköpfiger Drache, welcher Feuer spie und alles verbrannte und zerstörte. Ich sprach ihn an. Ein Kopf hörte auf Feuer zu speien, drehte sich zu mir und sah mich an, kurz davor mich zu verbrennen. Ich fragte ihn warum er alles zerstörte und verbrannte und er meinte, er müsse dies tun, damit wir Menschen nicht alles töten. Ich bat ihn mich anzuhören und er gab mir einen Moment und sah mich mit allen drei Köpfen aufmerksam an. Ich zeigte ihm, dass ER doch gerade alles töten und zerstören würde – all die brennenden Bäume und Sträucher, die verängstigten, fliehenden oder toten Tiere. Er verstand und mit seinem Verstehen drehte sich die Welt und alles war wieder heil. Ich zeigte ihm, dass er Liebe ist und das er alles ganz anders beschützen kann, denn seine Flügel würden heilen und Frieden bringen. Dann sah ich seine Ketten, kletterte zu ihm hinüber und befreite ihn davon.20161210_182854_001-bearb-logo-kleiner
Ich fragte ihn nach den Drachenvögeln und wo ich sie finden könnte. Er sagte sie seien gegen Süden geflogen. Und in der Ferne konnte ich den Berg sehen, an dem sie sich niedergelassen hatten. Sie waren dort um in Gemeinschaft zu sterben. Der Berg war nun durch ihre vielen Körper ganz schwarz. Begleitet durch meinen weißen und schwarzen Drachen flog ich auf meinem goldenen gegen Süden, dem Berg entgegen. Als ich plötzlich gegen etwas prallte. Eine Schutzkuppel umschloss den Berg und ließ mich nicht durch. Intuitiv begann ich zu singen „Wechselnde Wege, Schatten und Licht, alles ist Gnade, fürchte dich nicht. Wechselnde Wege, Schatten und Licht, alles ist Gnade, fürchte dich nicht. (…)“ und die Kuppel wurde leicht durchlässig und wie durch eine Haut, konnten wir die Kuppel „betreten“. Und wir kamen dem Berg immer näher. Ich sah die tausenden Drachenvögel und begann zu sprechen „Ich weiß ihr seid traurig, verletzt und verwirrt, aber ihr seid Liebe, fürchtet euch nicht.“. Ich sprach, den gestern geretteten Drachenvogel an. Aus Gründen, die nicht zu erklären sind, konnte ich ihn unter all den anderen tausenden Drachenvögeln ausmachen. „Ich habe dich nicht gerettet, weil du hässlich, böse oder gar schlecht bist. Ich wusste über dein Leid und dein Sein und wollte dir helfen. Und ich möchte euch noch immer helfen.“
„Ich nehme all die Flüche, Schwüre und Gelübde von euch, die euch auferlegt wurden. All die Fesseln und Verbannungen, Schmerzen und Hass, Ängste und Leiden, Sorgen und Lasten nehme ich euch ab, ihr seid Liebe, Gnade, Segen, Wunder und Wunsch. Eure Liebe wird heilen. Ihr seid Dankbarkeit, Demut, Licht und Lachen, Freude und Ehre, fliegt hinaus in die Welten und heilt alles Wesen dieser Welten.“ Und wie eine schwarze Kruste lösten sich all die Flüche etc. von ihren Körpern und schwebten in Bruchstücken gen Himmel, um als Sternenstaub zu ihnen zurück zu kehren. Ihr Flügel waren nun weit und sie strahlten ganz weiß. Es war nichts Unschönes oder Seltsames mehr an ihnen. Sie strahlten majestätisch und  jede Feder und jede Schuppe war genau richtig.
Sie flogen über die Lande und alle Wesen die sie sahen wussten von der Liebe zu dieser Welt, zum Leben, zu sich und allen anderen Wesen und Welten. Frieden kehrte ein und breitete sich aus.
Ich war noch immer am Berg und sah leider, dass ich nicht alle Drachenvögel hatte retten können. Ich saß auf meinem goldenen Drachen und mein weißer und schwarzer Drachen flogen rechts und links um den Berg und aus der Ferne kam der dreiköpfige Drache zu uns und füllte die Lücke mir gegenüber. Gemeinsam spien sie ihr goldenes Feuer der Liebe und des Segens. Die toten Körper der Drachenvögel verbrannten zu feinem silbernen Staub, der sich um den Berg legte und ihn im Sonnenlicht leuchten ließ. Ihre Seelen schwebten gen Himmel und funkeln nun dort.

~ © Kerstin Kochler

~ Drachenreise zur 1. Rauhnacht ~

Die Rauhnächte werden seit hunderten von Jahren bereits begangen. Gestern Abend war ich bei der wundervollen Nina Schmitz und sie erzählte uns über die Rauhnächte und deren Traditionen und Weisen diese zu begehen. Und so habe ich mich in diesem Jahr dazu entschlossen diese besonderen Tage und Nächte auch ganz bewusst zu begehen. In einer kleinen Reise gestern Abend erhielt ich die Informationen, dass ich an jedem dieser 12 Tage/Nächte eine schamanische Reise zu den Drachen machen soll und so habe ich heute meine erste Drachenreise der Rauhnächte gemacht. Von dieser möchte ich euch erzählen.

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Ich fand mich in einer Höhle, einem Hohlraum, tief unter der Erde wieder. Das Licht an diesem Ort war orangefarben und schummrig. Es gab keine Ecken, keine Gänge und auch keinen Weg an die Erdoberfläche. In der Mitte dieses Hohlraumes stand ein Drachen, groß und wunderschön. Ich bewunderte ihn, aber irgendetwas war seltsam. Dieser Drache bewegte sich nicht. Er spie die ganze Zeit nur Feuer und bewegte nur langsam seinen Kopf dabei hin und her. Sonst gab es keine Bewegung oder Regung. Ein Gnom, verschoben, buckelig und beulig, lachte laut und sagte, dass Drachen ganz primitive, einfältige und kümmerliche Geschöpfe sind, deren Willen einfach nur gebrochen werden muss und dann wären sie leicht zu dressieren. Er brüstete sich damit dies getan zu haben, aber tief in meinem Inneren wusste ich, dass dieser feuerspeiende Drache nicht echt war – eine Skulptur aus Stein, kein versteinerter Drache. Ich war entsetzt über seine Worte und noch bevor ich etwas sagen konnte, stand mein Feuerdrache Dargo hinter mir, brüllte und spie sein Feuer dem Drachen entgegen und zerstörte ihn damit. Der Gnom war entsetzt und fluchte und beschimpfte uns. Er rannte davon, aber in einem Hohlraum ohne Ausgang und Ecken, kann man sich nicht verstecken. Ich folgte ihm und plötzlich stand er vor mir und hatte etwas kleines Schwarzes im Arm. Im ersten Moment dachte ich an ein Drachenbaby, aber in der immer größer werdenden Dunkelheit konnte ich es nicht erkennen. Das Licht erlosch zunehmend, denn die Drachenskulptur war die einzige Lichtquelle gewesen. Meinem Impuls folgend nahm ich ihm das kleine Geschöpf ab, stieg auf meinen Drachen und wir reisten über die Lebenslinien aller Wesen in die Freiheit, hoch oben auf einen Berg. Im Tageslicht konnte ich mir nun dieses kleine schwarze Geschöpf ansehen. Es war kein Drachenbaby, aber auch kein Vogelbaby. Es hatte Schuppen und Federn, Klauen und einen Schnabel. Seine Flügel waren verkümmert und gekrümmt. Es löste sich aus meinen Armen und flog, unelegant und holprig flatternd. Dieses Geschöpf hatte weder die Eleganz, Grazie und Schönheit der Drachen noch der der Vögel. Es war ein Drachenvogel. Ein Drachenvogel wirkt wie eine verunglückte Mutation aus Drachen und Vögeln. Wer oder was sie schuf oder was geschehen war, dass sie entstanden, konnte ich noch nicht erfahren.
Der Drachenvogel flog – nein, es war mehr ein flattern – er flatterte davon. Und ohne dass ich sie zuvor bemerkt hatte, kamen weitere Drachenvögel und als Schwarm flatterten sie davon. Ich folgte ihnen mit dem Blick und war dabei ihnen mit meinem Drachen nachzufliegen, als ich in der Luft merkte, dass etwas nicht stimmte. Ich sah mich um und sah, dass der Gnom sich an meinen Drachen gehängt hatte. Wir landeten erneut und ließen den Gnom, wütend und wild schimpfend und fluchend zurück.
In mir wuchs der Wunsch den Drachenvögeln zu helfen und sie zu heilen, aber jetzt war die Zeit noch nicht gekommen.

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Nach dieser Reise bemalte ich meine Rauhnachtskerze, die ich gestern bei Nina habe weihen lassen.rauhnachtskerze-collage-kleiner

~ © Kerstin Kochler

~ Erlebnisse als Tierkommunikatorin ~

Als Tierkommunikatorin erlebe ich die Menschen wieder auf einer ganz anderen Ebene und die Tiere sowieso.

Ich bin in den verschiedensten Tierkommunikationsgruppen im Facebook zu finden und dort spielen sich manchmal sehr eigenartige Dinge ab. Neben Anfragen besorgter Menschen, weil ihr Tier krank ist, gibt es auch Menschen die die Vorstellung haben, eine Tierkommunikation könnte eine Erziehung ersetzen oder gar eine fehlende Erziehung nachholen. Zaubern kann ich leider noch nicht. Und dann gibt es da auch Menschen die sich ein Heilversprechen wünschen, aber auch das kann ich nicht geben.

Was erlebe ich da alles so?2016-02-09-21-53-02bearb-logo

Ich lerne durch die Tierkommunikation Menschen kennen, die mit ihrem Latein und deren anderer am Ende sind und etwas Neues versuchen wollen. Dabei kann es um kranke Tiere gehen, ebenso wie plötzlich im Verhalten sehr auffällige Tiere. Ich kann all die Skepsis und die Unsicherheit nur zu gut verstehen, denn auch mir ging es einmal so, aber wer sich nicht traut, der wird nie erfahren, ob Tierkommunikation funktioniert.

Womit ich ein Problem habe, sind die Menschen die sagen „für mein Tier tu ich alles und Geld spielt keine Rolle“. Bei diesen Menschen ist oft Vorsicht geboten, denn sie zahlen nicht. Das ist leider eine Erfahrung die ich auch schon mehrfach machen musste, weswegen ich mich für eine Anzahlung entschieden habe. Ich investiere sehr viel Zeit, Liebe und Energie in jede Tierkommunikation und oft kommst es auch noch zusätzlich zu einer schamanischen oder energetischen Behandlung. Mag sein, dass ich eine Gabe habe, die nicht jeder fühlt (aber in sich trägt!), aber ich habe Lebenszeit und Geld in meine Ausbildung und mein Erwachen und Erinnern gesteckt, weswegen ich es mir wert bin dies auch finanziell anerkannt und ausgeglichen zu bekommen.

Ebenso schwierig sind Menschen, die mich nur testen wollen. Sie glauben entweder gar nicht an die Tierkommunikation oder aber glauben nicht an mich. Sie stellen Fragen auf die das Tier nicht antworten kann. Sie wollen durch mich beweisen, dass die Tierkommunikation nicht funktioniert. Und wenn der Charakter des Tieres doch erkannt wird und die Fragen korrekt beantwortet sind, dann sind sie der Meinung „das ist alles Rassetypisch und kann man in Google nachlesen“ oder war viel zu schwammig und ungenau. Diesen Menschen kann ich nicht helfen und ich hatte sehr großes Glück, dass bei solchen Anfragen bisher mein Bauch klar „Nein“ gesagt hat oder aber vom Universum ein Hindernis aufgestellt wurde, weswegen diese Gespräche nicht oder nur sehr kurz stattfanden.

Die Menschen, welche sich an mich wenden, sind oft in Nöten. Ihr Tier ist krank oder hat sich plötzlich im Wesen verändert. Ich kann mit dem Tier sprechen und ich kann auch schamanisch und energetisch einiges für das Tier tun, aber ich kann kein Heilversprechen abgeben. Die Lösung der Krankheit oder der Wesensveränderung liegt im Tier und in der Beziehung zum Menschen. Die Lösung ist da und diese muss erkannt werden. Alles was dann zur Lösung beträgt sollte getan werden. Das erfordert vom Menschen auch oft Opfer oder Kompromisse. Ein krankes Tier kann ich nicht heilen, aber ich kann alles tun, damit es in den Heilungsprozess kommt. Ich bin nur der Anstupser oder Wegbereiter/-begleiter, den Heilungsweg muss aber jeder selber gehen.

Ähnlich sieht es bei den Mensch-Tier-Lebensgemeinschaften, bei denen die Erziehung vernachlässigt wurde aus. Ich kann eine nicht vorhandene Erziehung nicht binnen eines Gespräches nachholen. Ich kann Wohnungen reinigen, damit sich das Tier wohler fühlt und ich kann auch Hinweise geben, was für ein Spielzeug das Tier zum Ausgleich benötigt, aber ich kann die fehlende Disziplin und Konsequenz der vergangenen Jahre nicht nachholen. Unseren Kindern bringen wir lesen und schreiben bei und ebenso müssen wir auch unseren Tieren einiges beibringen und mit ihnen üben. Ich kann nicht zaubern, oft muss der Mensch raus aus seiner Komfortzone und etwas tun, damit die Mensch-Tier-Lebensgemeinschaft wieder ins Lot kommt.

dsc_0008-3-bearb-logoIch als Tierkommunikatorin habe das große Glück auch Schamanin und hellsichtig zu sein. Bei einem Gespräch mit dem Tier, höre ich nicht nur Worte oder spüre Gefühle, sondern ich kann auch den Raum spüren – gibt es da etwas, was nicht hingehört oder hat sogar das Tier etwas an sich. Das kann ich sehen, nicht immer, aber sehr oft. Wenn ich es nicht wahrnehmen kann und es sich im Nachhinein (im Gespräch mit dem Menschen) herausstellt, dann habe ich vom Menschen die Erlaubnis gebraucht dies wahrzunehmen. Manchmal sind die Energien und Seelen so präsent, dass die Menschen sie wahrnehmen, aber nicht wahrnehmen wollen und erst wenn sie es aussprechen öffnen sich die Energien auch für mich. Die Menschen haben dann ihre Hellsichtigkeit noch nicht anerkannt und zweifeln, aber durch das Aussprechen öffnen sie sich ein kleines Stückchen mehr. Und dann gibt es da Energien die nur die Tiere wahrnehmen und das wissen die Tiere, weswegen ich es dann sofort wahrnehmen darf. Nicht auf seine Gefühle und Wahrnehmungen zu hören führt dazu, dass jemand kommt der einen dazu bringt es auszusprechen.

Ich liebe jede Tierkommunikation, aber ganz besonders sind die Gespräche wo das Tier ein Schamane ist. Diese Tiere leben bei Menschen die selber den schamanischen Weg gehen und diese Tiere sind Lehrer. Diese Tiere waren einmal Menschen, Schamanen, große Lehrer und sie haben sich dazu entschieden als Tier zurück zu kommen und ihre Arbeit in einem anderen Körper auszuüben. Diese Tiere sprechen nicht mit jedem Tierkommunikator, denn sie können sich nur vollkommen zeigen, wenn auch der Tierkommunikator den schamanischen Weg geht. Diese Gespräche sind nicht nur für den Menschen, sondern auch für mich ganz besonders und lehrreich. Es ist ein ganz besonderes Geschenk.

In einem anderen Beitrag werde ich einmal über die Gespräche mit Sternentieren sprechen.

Ich liebe alle Gespräche und alle Tiere und ich bin aus tiefstem Herzen dankbar dafür, dass ich mich auf den Weg des Erinnerns und Erwachens begeben habe.

Eure Kerstin Kochler

~ © Kerstin Kochler

~ Licht der Dunkelheit ~

Ich lebe in den Tiefen einer Höhle, in der sich nur selten ein Mensch oder Tier verirrt. Sie sitzen am Höhleneingang und machen dort ihr Feuer wo das Licht noch einen Weg findet. Nur sehr neuGIERIGE Wesen gehen tiefer in die Dunkelheit. Sie finden nichts. Sie hören meinen Atem und sehen meine granatroten Sitzen und vielleicht auch meine Augen, aber die Dunkelheit verschlingt alles. Die Menschen und Tiere sind dann so geschockt und verschreckt, dass sie rückwärts aus der Tiefe stolpern und fliehen aus der Höhle und nie wieder zurückkehren. Niemand traute sich je wieder zu mir.

Wer ich bin fragst du? Du wirst es erfahren.

dsc_0004Ein Mensch blieb hier. Eine Drachenreiterin und ihre ruhige Stimme nahm mir jede Angst. Ich tat mit ihr das, was ich schon sehr lange nicht mehr tat, ich ging mit ihr ins Licht und ihre Augen weiteten sich vor Wunder. Denn ich bin nicht schwarz wie alle denken, sondern ich bin weiß. Ich bin pures Licht. Und doch verletzt mich das Licht der Welt und ich habe die Entscheidung getroffen in der Tiefe meine Höhle zu leben und das Licht der Welt zu meiden. In der Dunkelheit meiner Höhle können all die Wunden heilen, welche mir zugefügt wurden und nie mehr will ich mir neue Wunden zufügen lassen.

Die Drachenreiterin blieb bei mir und wir teilten unsere Liebe und unsere Wunden. Ihr Kind war da und brachte mit seiner Liebe, Unbekümmertheit und Freude Leben in die Dunkelheit.

Ich bin ein Schattendrache aus purem Licht. Deine Schatten sind meine Wunden, die nur heilen, wenn du dir dein Licht eingestehst.

~ © Kerstin Kochler

~ durchatmen ~

Als ich heute wieder rannte, nahm mich mein Drache zu sich und sagte „Schau wie sich das Land verändert hat. Das warst du. Es ist nichts mehr verbrannt und zu gewuchert. Es lebt und blüht.“. Und dann atmete ich durch und lies meinen Blick schweifen – hoch oben sitzend in der Höhle meines Drachen Dargo. ❤

~ der Fuchs ~

Letztes Jahr begegnete ich ihm sehr häufig.

Eines Abends machte ich die Rollläden runter und als ich den ersten herunterließ sah ich eine Bewegung auf dem Gehweg. Ich ging zum anderen Fenster und schaute hinaus. Vor unserer Wohnung spazierte ein Fuchs auf dem Gehweg. Mein Herz hüpfte und seit dem spüre ich ihn immer wieder – so als ob er weiterhin jeden Abend vor unserer Wohnung entlangläuft.

Er hat eine so große Weichheit und Zartheit, verbunden mit dieser enormen Intelligenz, Liebe und Wildheit. Ich möchte ihn nicht mehr an meiner Seite missen. Mein Krafttier der Fuchs.

~ Gespräch mit einem Rennpferd † ~

„Ich lief und dann wurde ich langsam und dann hörte ich auf zu laufen und legte mich nieder. Um mich waren kleine Wesen. Sie sagten ich solle keine Angst haben, sie würden bei mir bleiben und mich beschützen. Und dann wurde ich ruhig und alles wurde weiß. Ich war nicht allein. Die Wesen waren da und zwei weiße Pferde mit Flügeln holten mich ab. In ihrer Mitte konnte ich fliegen. Ich konnte laufen und mich bewegen und fühlte mich so leicht. Keine Schmerzen und kein Druck. Frei und leicht und mit eigenen Flügeln flog ich dem Himmel entgegen.

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Jetzt bin ich drüben. Der Himmel färbt sich orange und die Sonne versinkt. Ich laufe hier oben und bin nicht allein. Mit mir laufen viele andere Pferde. Sie erzählen ihre Geschichten und unsere Leben waren so gleich.

Du konntest mich nicht schützen. Es war mein Weg. Meine Zeit war gekommen und alle Trommeln und Gebete, alle Schutzzauber und Geister konnten den Tod nicht aufhalten. Aber ich sehe deine Tränen und mein Herz ist voller Dank, denn ich habe dich gespürt. Du warst da, in meinen Gedanken und du warst es die die Wesen und Trommeln und Gebete zu mir schickten. Du hast so viele beschützt. Sei nicht traurig, dass du mich nicht halten konntest, aber es lag nicht in deiner Macht. Leb frei, so wie ich es jetzt bin. Sie kennen dich. Hier oben wissen sie von dir und deiner Gabe und sind voller Dank für dich und all das was du tust. Sei nicht traurig, denn ich bin es nicht. Ich bin in Frieden, sei du es auch.“

Ruhe in Frieden Global Thunder – und all ihr anderen wundervollen Tieren dieser Welten.

~ © Kerstin Kochler

~ heiliges Blut für Mutter Erde ~

Ich bin grün
und blau
und weiß
und braun. DSC_0300 bearb Logo.jpg

Ich strahle gelb
und orange
und rot
und
in allen Farben der Welt.

Denn
ich bin die Welt.

Mutter Erde.

Getränkt mit eurem Blut
durchziehen mich Kanäle.

Schwarz und klebrig
voll Trauer
Wut
und Hass.

Sie kosten
euer Leben
und rauben
meine Kraft.

Füllt sie mich Licht
und heiligem Blut.

Rettet mich
und euch.

~ © Kerstin Kochler

~ breitet eure Flügel aus ~

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Wir alle haben Flügel. Zusammengefaltet am Körper, verkümmern sie. Ungesehen, ungefühlt, existieren sie. Flügel von Drachen, Feen, Elfen, Engeln und Pegasi. Breitet sie aus. Lasst sie uns ansehen. Fühlt und berührt sie. Wandelt durch die Welten und tut Gutes. Gereinigt durch Flügelschläge voll Licht können wir heilen, die Welten vereinen und dunkle Mächte bündeln, um sie eines Tages zu versorgen und zu heilen, denn jeder ist Licht und Liebe, egal in welchen Tiefen versteckt.

~ © Kerstin Kochler

~ alles kommt wie es soll ~

Vor meinem Urlaub auf Rhodos las ich den Reiseführer und machte mich schlau darüber, was ich alles gern sehen und erleben möchte. Dabei wurde mir sehr schnell bewusst, dass ich unbedingt die Johanniterburg auf dem Monolithos besuchen möchte.DSC_0722 bearb Logo.jpg Ich wollte dort sein und meditieren, mich mit dem Ort verbinden und einfach nur erfahren und spüren. Auf Rhodos angekommen wurde mir leider nach nur wenigen Stunden gesagt, dass es ohne eigenes Auto oder Übernachtung im Ort Monolithos nicht möglich wäre dort hin zu kommen. Eine Taxifahrt – one way – würde 100€ kosten und der Bus fährt nur früh am Morgen von Monolithos nach Rhodos Stadt und am Abend nach Monolithos zurück. Kleine Orte im Süden, der Mitte und dem Westen der Insel werden nur sehr selten mit dem Bus angefahren, weil der Bedarf einfach nicht da ist. Entsprechend traurig war ich darüber.

Immer wieder dachte ich darüber nach, was ich machen könnte. Was würde ich noch so gern sehen wollen? Wo wollte ich meditieren und fühlen? Mein Plan B stand irgendwann. Die Johanniterburg in Asklipion sollte es sein. Der Plan stand. Ich würde einen Teil mit dem Bus fahren können und nur eine kurze Strecke mit dem Taxi. Eine gewisse Unsicherheit steckte dennoch in mir. Mein Englisch ist sehr schlecht und die Strecke kenn ich nicht und würde ich alles finden und würde ich vor allem alles wieder zurück hinbekommen? Alte Muster und Ängste waren da und ich hieß sie Willkommen.

Der Abend bevor ich meinen Ausflug machen wollte war gekommen und mir ging es körperlich gar nicht gut. Die Bronchitis wurde schlimmer und ich fühlte mich einfach nur schlapp und matt. Nein, ich wollte den Urlaub nicht beenden ohne etwas nur für mich getan zu haben – einen Ausflug allein und für mich und wirklich nur für mich! Willen und Trotz, eine seltsame Kombi, aber wirkungsvoll.

Der Morgen kam und ich schmiss alles über den Haufen, denn so ein ganzer Tagesausflug war mir zu viel. In einem Flyer hatte ich von einem Kloster gelesen, was gar nicht weit weg war und wo so eine Touri-Bimmelbahn direkt vom Hotel hinfuhr. 8€ für Hin- und Rückfahrt. Kurz nach 9Uhr los und gegen 13Uhr würde ich wieder im Hotel sein. Perfekt, dann hatte ich den restlichen Tag um einfach mich auszuruhen und Kraft zu tanken.

Die Bimmelbahn auf Rädern war sehr voll und so setzten sich ein kleiner Junge, ein kleines Mädchen und ihre Mutter zu mir auf die Bank. Wir unterhielten uns ganz toll und die Kinder erzählten mir, dass sie schon zum 3. Mal da waren und wie toll alles ist und und und. Es war sehr schön und ich freute mich darüber. Fast alle stiegen an der Kalithea Therme aus. Nur ein Pärchen und ich fuhren weiter zum Kloster. Auf dem Weg wurden noch ein Paar Menschen eingesammelt, die auch zum Kloster wollten.
Nach 1h Fahrt kamen wir im Kloster an. Da war ich nun. Und ich war enttäuscht. Es war weiß und blau. Einige Stufen und ein paar Gebäude, aber wo war das Kloster? Wo war die Kirche? Wo war der Ort an dem ich meditieren wollte?
Die Menschen stürzten sich auf die Pfauen, fotografierten sie und starrten sie an. Die Pfauen miauten – zumindest hörte sich ihr Ruf so für mich an. Ich bewunderte sie und fotografierte sie auch. Irgendwie wurde ich durch sie ruhiger. Ich akzeptierte den Ort und ließ mich drauf ein. Irgendetwas würde hier schon passieren und wenn nicht, dann wäre dies auch vollkommen in Ordnung.

Ich ging eine Ebene höher und schaute mich um und fand gleich darauf Federn – die Längsten Radfedern haben keine Augen. Eine so lange Feder würde ich nicht in den Koffer bekommen. Also stellte ich sie liebevoll an einen Baum. Mein Blick wanderte und ich betrachtete die Kirche.DSC_0965  bearb Logo Ein winziges weißes Häuschen, mit einer blauen Glocke an der Seite stehend. Blau und weiß – typisch Griechenland. Aber diese Kirche sah keineswegs aus wie eine Kirche. So hatte ich sie mir einfach nicht vorgestellt. Nachdem alle anderen die Kirche verlassen hatten ging ich hinein. Meine Kamera hatte ich noch immer in der Hand. Ich schaute mich um, gab eine Geldspende und nahm mir eine Kerze. Ich kniete mich auf den mit Kieseln gepflasterten Boden und betete. Sofort überkam mich eine innere Ruhe und Tränen stiegen mir in die Augen. Ich wusste, ich war richtig hier. Mit meinen Wünschen besprochen zündete ich die Kerze an und ging einen Raum weiter. Der erste Raum war vielleicht 2x3m und der zweite Raum, mit den Beichtstühlen, war auch nicht viel größer. Die Wände waren dunkel bemalt. Alte Zeichnungen und ein großes Bild des Erzengel Michaels, an dem die silbernen Platten gebunden waren, mit denen die Menschen um Heilung und Gesundheit baten. Ich war richtig hier und doch irgendwie auch nicht. Was sollte ich nun tun? Die Kirche hatte ich gesehen und ich wollte nicht irgendwelche Stufen den Berg hoch um noch eine andere Kirche zu sehen, aber außer die weißen Etagen und die Pfaue gab es hier nichts. Und ich hatte 1,5h hier an diesem Ort. Also wand ich mich den Pfauen zu, fotografierte sie und versuchte mich mit ihnen zu unterhalten. Sie sahen mich sehr genau an und zeigten sich mir, aber immer mit einem gewissen Abstand. Irgendwann packte ich meine Kamera weg und lief abseits der Pfade, hinter die Häuser und in den Wald. Ich wollte entdecken und sehen was andere nicht sahen. Es war nicht so gepflegt und die Menschen warfen auch hier ihren Müll überall hin. Und zwischen all dem liefen die Pfauen herum – und ich. Aber da gab es mehr. Eine große karamellfarbene Feder lag auf meinem Weg und wieder spürte ich wie mir die Tränen in die Augen stiegen. Was für eine Ehre. Ich war so dankbar, denn nun wusste ich warum mich dieser Ort gerufen hatte. Jedem Pfau den ich sah dankte ich für sein Geschenk und so fand ich noch 2 weitere karamellfarbene Federn und zwei schwarze.2016-07-22 10.53.23 bearb Logo.jpg Ich sprach mit den männlichen Pfauen wie mit den weiblichen und irgendwann stand in der Ferne ein männlicher Pfau und öffnete sein Rad und zeigte sich mir in all seiner Pracht und Schönheit. Weit und breit war niemand der anderen Menschen zu sehen und auch kein Pfau. Sein Tanz berührte mich tief. Diese Schönheit und dieser Stolz, ohne Hochmut und Überheblichkeit. Wunderschön. Ich ging weiter und sah mir die Olivenbäume an und plötzlich sah ich ihn. Er stand auf einem großen Stein, keine zwei Schritte von mir entfernt. Nur ein paar Äste des Olivenbaums waren zwischen uns. Er sah mich an und wir begannen miteinander zu sprechen. Es war ein so tiefes und bewegendes Gespräch – von Herz zu Herz. Ich weiß nicht wie lange wir uns unterhielten, aber irgendwann dankte er mir und ich ihm. Meinen Blick konnte ich nicht von ihm wenden, aber dennoch ging ich um den Baum herum und stand dann direkt vor dem Stein. Der Stein reichte mir bis zu den Schultern und der Pfau stand noch immer auf ihm und kam mir immer näher. Keine halbe Armlänge von meinem Gesicht entfernt blieb er stehen und schaute mir tief in die Augen und dann drehte er sich und seine Schwanzfedern berührten fast meinen Hals. Mir stockte der Atem, denn das war ein Moment für den es keine Worte gibt. Es war wie eine Segnung.DSC_0967 bearb Logo Tief bewegt und mit Tränen der Rührung in den Augen ging ich noch einmal in die Kirche, kniete nieder und bedankte mich für all diese Geschenke. Die Tränen liefen, als mein Blick auf das Bild des Propheten Amos fiel und sich ein weiteres so tief bewegendes Gespräch entstand.

Mit keinem Gedanken hätte ich all dies erwarten können, was ich in diesen 1,5h im Kloster des Propheten Amos erlebte, erfuhr und fühlte. Es hatte seinen Grund, dass ich nicht die Johanniterburgen besuchte sondern „nur“ dieses kleine unscheinbare Kloster. Selbst jetzt beim Schreiben fließen die Tränen, denn diese Begegnungen mit den Pfauen und dem Propheten Amos waren mehr als ich zu hoffen gewagt habe.

Eines darf ich euch übermitteln – der Pfau ist das auf Erden wandelnde Abbild des Phönix. Schaut selber …Pfau-Phönix Logo.jpg

Seid gesegnet.

~ © Kerstin Kochler

~ Gespräch mit dem Propheten Amos ~

>>> Geh deinen Weg, ich werde dich begleiten. Schritt für Schritt. Es ist dein Weg und du bestimmst wie schnell du ihn gehst und was du davon siehst. Es kommen Menschen in dein Leben und einige werden auch wieder gehen. Sie können nicht mit dir Schritt halten oder sie sind schneller als du, vielleicht ist es auch einfach nicht ihr Weg oder sie sehen den Weg anders als du. Es werden auch Menschen deinen Weg kreuzen, die schon einmal ein Teil von ihm waren. Entscheide mit dem Herzen, ob sie wieder mit dir gehen dürfen oder ob sie nur deine Energie brauchen, denn deine Energie ändert sich mit jedem Schritt, den du auf DEINEM Weg gehst. Es werden nicht alle einverstanden sein, mit dem was du tust, wie du gehst und was du siehst, aber es werden andere Menschen da sein, die dich und deinen Weg respektieren, achten und wertschätzen. Richte deinen Blick auf sie und schätze sie, denn sie sind gute Begleiter. DSC_0967 bearb Logo.jpgIch habe viele Wege gesehen und ich war oft Begleiter und doch ist jeder Weg anders, jeder Schritt ist anders und jede Seele. Geh mit deinem Herzen und deine Schritte werden die richtigen sein und dich zu deinen Zielen führen. Du wirst wachsen und dich entwickeln und aus jeder Traurigkeit und Wut stärker, präsenter und liebevoller herausgehen. Nimm dich in Acht vor Menschen die nur Schlachten schlagen und Kriege führen wollen, denn ihr Herz ist dunkel und ihre Seele verschlossen. Sie werden Angst vor dir haben und dich einschließen wollen. Sie sehen dich, ihr Herz sieht dich und das was sie sehen macht ihnen Angst. Du bist gut, sie aber nicht schlecht. Sie sind verloren – für eine Zeit, irgendwann kannst du sie vielleicht auf den Weg bringen, aber so lang musst du sie am Wegesrand stehen lassen. Es werden immer wieder Menschen am Wegesrand stehen, aber du entscheidest, wer dich begleiten darf und wie lang. Liebe ist gut, Respekt und Achtung wichtiger. Liebe kann aus vielen Gründen entstehen, schau was dahinter steht und entscheide, ob du diese Liebe brauchst und ob es wahre Liebe ist. Gib den Menschen eine Chance, denn du bist geboren um zu helfen, Menschen zu retten und Welten zu vereinen. Du bist auf dem Weg und niemand kann dich mehr davon abbringen. Lebe diesen Weg, denn er ist dein Leben und deine Liebe. Und all jene Menschen die du brauchst, werden zu dir kommen und du wirst sie erkennen und mit offenen Armen empfangen und aufnehmen. Sei Heiler und Führer, sei Begleiter und Liebende, sei du, so wie ich Ich bin. Seelen verschmelzen und werden eins und mit ihr werden wir größer und die Größe braucht die Welt, denn wir müssen sie schützen, vor Zerstörung, Verwirrung und Hass. Liebe jene die gut zu dir sind, so auch wie jene die Angst vor dir haben, denn sie wissen es nicht besser. Tritt durch die Zauntür und fliege im Wind des Lebens. Deinen Weg werde ich begleiten. Dich werde ich begleiten. Du bist auf einem guten Weg. <<<

Ein Herzensgespräch mit dem Propheten Amos (Insel Rhodos, Kloster des Propheten Amos) welches ich niederschreiben und teilen durfte.

~ © Kerstin Kochler

~ Federn ~

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Federn
fallen in der Nacht
für mich
mein Sein
mein Werden
mein zukünftiges Ich

Sie fallen
für mich
verbinden Vergangenheit
mit Zukunft
Leben
in allen Phasen
meine Phasen
meine Leben

Sie sind die Ahnen
große Krieger
große Mütter
die Vereinigung
von Himmel und Erde

Boten
aus dem Jenseits
aus dem Hier und Jetzt
aus der Zukunft
und der Zukunft der Zukunft

Lichtboten
zur Erde gesandt
zeigen den Weg
führen
leiten
begleiten
und schützen mich

Sie sind da
unübersehbar
und doch nicht immer sichtbar

Federn
fallen in der Nacht
für mich
und dich.

~ © Kerstin Kochler

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~ wir sind eins ~

Mensch
Tier
Mensch = Tier
Pflanze

Tiersprache = Menschensprache = Pflanzensprache
Tiergefühle = Menschengefühle = Pflanzengefühle

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nicht besser
nicht schlechter
nicht anders
gleich

Individuen
mit-Sprache
mit-Gefühl

Blockaden
Blockaden lösen
Heilung finden

Verbindung aufbauen
Wissen
universales Wissen
Eingang zur Weltenbibliothek

 

~ © Kerstin Kochler

~ Drachenleben ~

Über alle Bäche, Flüsse, Seen, Wälder, Wiesen und Berge wache ich. Mein Zuhause ist eine Höhle im höchsten Berg meines Landes. Ich kann alles überblicken und über alles wachen, und niemand dringt ohne mein Wollen zu mir durch.

Ich bin Dargo, der Wächter und Hüter von Selania.

Niemand gelangt in meine Höhle, nur sie, meine Drachenreiterin „Stern der Lichtelfen“. Wir sitzen oft am Feuer und reden. Ich habe viele Jahre ihre kleinste Seele bewacht. So lang bis Stern der Lichtelfen zu mir kam und dann noch viele Jahre mehr, bis sie sich vereinen konnten.

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Ich liebe Hibisken. Es gibt für mich keine schönere Blüte, als dieses strahlende rot einer Hibiskusblüte. Meine Drachenreiterin schenkt mir immer wieder eine und mein Herz erfüllt sich mit Liebe bei ihrem Anblick. In einem Medaillon um ihren Hals trägt Stern der Lichtelfen immer ein Foto einer roten Hibiskusblüte, so bin ich auch außerhalb Selanias bei ihr. Dies ehrt mich.

Nun lebe ich seit einiger Zeit nicht mehr allein. In mein Land kam Josephine, eine Wasserdrachin. Blau, leuchtend, verspielt und so voller Liebe und Freundlichkeit, dass niemand sich vor ihr ängstigt. Ganz anders als vor mir. Ich leuchte in allen Rottönen der Welt, bin baumgroß und speie meterweit Feuer. Oh nein, Josephine ist nicht klein, ganz und gar nicht. Sie ist fast ebenso groß wie ich und mit ihrem blauen Feuer und heißem Dampf, kann sie ebenso zerstörerisch wüten wie ich. Aber bei ihrem Anblick schmilzt jedes Herz dahin und ein Lächeln breitet sich auf den Gesichtern aus.

 Meine Drachenreiterin ist auch ihre und oft schwimmen sie zusammen im See. Es ist schön nicht mehr allein zu sein. Mit ihr kann ich über die Wälder fliegen, denn anders als alle denken hat ein Wasserdrache durchaus Flügel und auch ganz normale Beine, keine Flossen. Wasserdrachen lieben einfach nur das Wasser noch viele als alles andere. Sie verbringen den Großteil des Tages im Wasser und ihre Höhle liegt genau am See hinter einem Wasserfall. Ich liebe es auch zu schwimmen, es ist wie fliegen im Wasser, aber in der Luft, hoch oben über allen Wolken, fühle ich mich am Wohlsten.

 Ich bin mächtig, angsteinflößend und sehr kraftvoll. Wenn ich will verbrenne ich alles und jeden, aber ich habe auch eine andere Seite. Ich bin zärtlich, einfühlsam, liebevoll und sehr kuschelbedürftig. So sehr ich es genieße zu fliegen und Feuer zu speien, so sehr genieße ich es mit meiner Drachenreiterin zu kuscheln. Wenn sie sich unter meinen Flügel legt, ihren Kopf nah an meinem Hals und ich ihre Zuneigung und Liebe spüre, beginne ich zu vibrieren. Es klingt ähnlich dem Schnurren einer Katze. Es gibt keinen größeren Frieden.

 Meine Drachenreiterin Stern der Lichtelfen wandelt zwischen den Welten und ich mit ihr. Durch ihre Augen sehe ich ihre Welt und schütze sie vor den Gefahren die dort lauern. Ich leihe ihr meine Flügel, wenn sie Schutz braucht und ich leihe ihr meine Stimme wenn sie schreien muss. Sie wird zu mir und ich zu ihr – wir sind eins.

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Dargo ist ein sehr stattlicher Feuerdrache, mit großer Macht und Kraft. Ich verehre ihn und er ehrt mich.

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 Ich bin Josephine und lebe in Selania.

 Vor einigen Wochen kam ich zu meiner Drachenreiterin Stern der Lichtelfen. Ich lebe schon lange in Selania, aber war bis dahin noch ohne Reiter und nicht sichtbar.

 Ich liebe das Wasser und den Regen. Wassertropfen zu fangen ist ein riesen Spaß und Regenbögen entstehen zu lassen ist wie zaubern.

 Ich kam zu meiner Drachenreiterin um ihr das Wasser näher zu bringen. Sie mag es nicht, aber ich zeige ihr wie schön Wasser ist. Sie schwimmt mit mir im See und ich zeige ihr die Welt jenseits der Wasseroberfläche. Die Höhlen, Riffe, Pflanzen, Fische und Meerjungfrauen. Und manchmal begleitet uns auch Dargo.

 Meine Drachenreiterin zeigt mir auch ihre Welt. Dann blicke ich durch ihre Augen und freue mich wenn ich den Regen sehe, höre und spüre. Ich bin sie und sie ist ich – wir sind eins. Die Menschen schützen sich vor dem Regen, dabei ist er pures Leben und pure Liebe. Wenn ich das Wasser auf meiner Haut spüre, dann beginne ich zu vibrieren und muss lauthals freudig brüllen. Dann ist Frieden in mir.

~ © Kerstin Kochler