~ mein erstes Zuhause ist Mutter Erde ~

Ich fuhr gestern nach Berlin. Und leider sah ich wieder Menschen die ihren Müll achtlos wegwarfen oder in der U-Bahn die Füße samt Schuhe auf die Sitze packten oder die Füße gegen die Wand stellten. Nicht überall kann ich etwas sagen, denn manche Menschen wirken auf mich unberechenbar und da geht meine Sicherheit (leider) vor. Aber ich fragte mich, ob sie sich so auch in ihrem Zuhause verhalten. Liegt der Müll überall rum? Treten sie gegen die Wände? Stehen sie mit ihren Straßenschuhen auf dem Sofa?

Baumexperiment 2 kleinerIch weiß nicht ob ich pingelig bin, aber mein aller erstes Zuhause ist Mutter Erde und sie pflege ich so gut ich kann. Und dazu gehört für mich meinen Müll dort zu entsorgen wo es möglich ist (Papierkörbe etc.) und sorgsam mit dem öffentlichen Dingen umzugehen. Wie oft geh ich auf eine Toilette und frage mich warum (im saubersten Fall) unbenutzte Toilettenpapierfetzen auf dem Boden liegen. Passiert mir das, so hebe ich es auf, denn in meinem Badezimmer würde ich es auch aufheben. Diese Achtsamkeit, dieses Bewusstsein fehlt mir irgendwie bei so vielen Menschen und das auch in der spirituellen Szene. Es ist erschreckend. Egal wo es Veranstaltungen gibt, die Toiletten sehen immer schlimm aus. Warum muss das so sein? Warum wird mit dem Lebensraum, den wir alle nutzen – und ich spreche jetzt nicht nur von Toiletten, sondern auch von den öffentlichen Verkehrsmitteln, Parks, Wald, Straßen, Shoppingcentern etc. … warum gehen wir so damit um?

Ok, vielleicht kommt da meine innere Gouvernante zum Vorschein, aber mir ist es wichtig, denn ich möchte das man sich wohlfühlt und nicht nur in meinen vier Wänden sondern auch in unser aller Zuhause. Und das ist nunmal Mutter Erde.

Mich macht das im Moment sehr traurig.

Eure Kerstin

~ Kartenweisheit ~

Wenn man
die Beziehung
20170413_105258 bearb Logo kleinermit seinem
höheren Selbst
eingeht, dann
lernt man
vom Universum
und reitet
seinen Drachen
um zu studieren.

Das alles
geschieht in
Liebe und
Sanftmut und
mit Mitgefühl
zu sich selbst.

Auf dass
die Knospe
erblühen kann,
wenn alles
gelernt und
geliebt ist.

 

~ © Kerstin Kochler

~ ich bin … so ~

Irgendwie habe ich heute das Bedürfnis euch zu sagen, dass auch ich zweifel – an mir. Es gibt Tage, da frage ich mich, ob ich wirklich richtig bin so wie ich bin und ob ich das was ich tue auch richtig tue oder ob ich mich nur verarsche. Ich zweifel an keinem anderen Menschen in meinem Leben so wie an mir.dsc_0054-bearb-logo-kleiner

Ja, ich weiß ich bin richtig so wie ich bin, auch wenn ich nicht SO richtig bin wie ich richtig sein könnte, denn das ist ein Weg und den gehe ich. Ich weiß, dass ich mein Leben seit Februar um 180° gedreht habe und ich frage mich „Wie weit kann ich es noch drehen?“. Oh nein, es hat sich nicht von selber gedreht, auch wenn ich es gern so sehe, aber ich muss da echt ne ganze Menge getan haben, auch wenn ich es gar nicht greifen oder in Worte kleiden kann, aber nichts passiert einfach so – auch wenn uns das verschiedene Zitate gern glauben lassen wollen.

Ich kenne Neid und Eifersucht, aber ich weiß auch woher es kommt. Hey, ich habe eine Vergangenheit. Ja und ich habe viel Sch*** erlebt und hey, es ist auch vollkommen ok, wenn sich das ab und zu mal meldet, weil ich dann nicht vergesse woher ich komme und welchen Weg ich bis hier hin gegangen bin.
Und auf diesem Weg hatte ich immer wieder ganz tolle Menschen an meiner Seite, die mich begleiteten, aber die irgendwann gegangen sind – ja und auch da zweifel ich „Bin ich richtig? Können Menschen länger in meinem Leben bleiben?“.

Ich bin nicht perfekt und ich gehör ganz gewiss nicht zu den „Erleuchteten“ – ich habe Licht und Schatten und ich liebe beide Seiten an mir … mal mehr mal weniger. Manchmal kann ich auch mit dem Licht nicht umgehen oder mit meinem Glück. Ja, ich frage mich wirklich oft „Wo kommt das jetzt alles her?“. Ich stehe da und schau und staune und weiß manchmal nicht wie mir geschieht.

Ja, das bin alles ich. Das bin alles ich. Hoch und tief und glücklich und laut und stumm und leise und schüchtern und groß und klein. Eine Achterbahn – oh ja, manchmal auch so schnell.

ICH BIN – was soll ich also mehr sein?

~ © Kerstin Kochler

~ MITfühlen ~

Vor einigen Tagen fuhr ich mit der U-Bahn. Ich hatte wie so oft meine Stöpsel in den Ohren um mich etwas von der Außenwelt abzuschirmen. Das brauche ich, denn sonst würde ich so manches Mal durchdrehen – bei so vielen Menschen und ihren Gefühlen.

Mir gegenüber saß eine alte Frau. Sie hatte ein sehr hübsches Gesicht und ihre Falten waren nur Zeichen ihres Lebens. Sie las ein Buch, ich selber habe davon gehört, aber es noch nicht gelesen – „Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr um dort seine große Liebe wiederzufinden. Eine wahre Geschichte“. Und wie sie so dasaß und in ihrem Buch las, konnte ich meinen Blick nicht von ihr wenden. Immer wieder hielt sie die Luft an, seufzte, atmete tief durch, schmunzelte und schüttelte den Kopf.DSC_0002 bearb Logo.jpg Sie war mitten im Buch und sie fühlte mit. Nein, sie hatte kein MitGefühl, sondern sie fühlte mit. Und ich musste lächeln, denn ich fand es so schön und bewundernswert. Und sie dabei zu sehen war so schön. Sie war so schön dabei.

Irgendwann fragte ich mich, wann ich das letzte Mal so ein Buch gelesen hatte. Ich habe schon viele Bücher gelesen und einige haben mich gefesselt und einige begleiten mich schon so lang und ich lese sie immer wieder … und … ich versinke oft in den Worten und Geschichten der Bücher und ich fühle oft mit, ABER nie so öffentlich. Umso mehr bewundere ich diese Frau und bin für ihre Schönheit, die sie durch ihr mitfühlen zeigte dankbar.

Mögen wir alle mehr MITfühlen.

~ Aho

~ © Kerstin Kochler