~ komplizierte Menschen und ich ~

3Ich bin ein Mensch.
Eine Frau.
Bin 1,55 m.
Habe die Figur einer Fruchtbarkeitsgöttin.
Meine Haare sind gefärbt.
Meine Augen grün.

Ja … so seh ich aus – ganz grob gesprochen.
Und du?
Findest du ich sehe kompliziert aus?
Nein? Ich finde mich auch nicht kompliziert.
Warum denkst du dann, dass du es bist?
Äußerlich bist du ebenso wenig kompliziert wie ich. Und alles andere … … …

Na gut, dann schauen wir mal hin – was ist „das Andere“?
Es wird ja immer von Körper, Geist und Seele gesprochen.
Deine Seele ist im Grunde perfekt. Und dein Geist auch.
Wenn sowohl der Körper, als auch der Geist und auch die Seele perfekt sind, was ist es dann, was uns (angeblich) kompliziert macht?

WIR sind es nicht! Es sind unsere Erfahrungen, unsere Erlebnisse und unsere Erwartungen die uns prägen und weswegen wir denken „ich bin kompliziert“. Und da wir ja alle Erlebnisse, Erfahrungen und Erwartungen haben, ecken wir an. Und weil wir anecken sagen wir uns gegenseitig, dass wir kompliziert sind. Und je öfter wir es hören, umso eher glauben wir es selber. ABER wir sind nicht kompliziert.
Merkt ihr etwas? Das eine führt zum anderen, es ist wie eine Kettenreaktion. Der UR-Stein dessen liegt aber in unserer Kindheit, Jugend und unserem bisherigen Leben. Aus uns selber heraus sind wir nicht kompliziert, es wird nur kompliziert, weil wir aufeinander treffen und unsere Erfahrungen, Erlebnisse und Erwartungen uns verändern und zu den Individuen machen die wir sind. Und wenn Individuen aufeinander treffen, dann … ja, dann kann es auch mal krachen. Aber es kann auch total schön sein.
Wenn wir uns bewusst machen, dass das was wir sind eigentlich perfekt ist und nur äußere Einflüsse uns für einander „kompliziert“ machen, dann können wir einander ganz anders entgegentreten. Und dann ist „kompliziert“ nur noch ein Wort, welches uns zeigt, dass wir geprägt wurden und das jeder auf eine andere Art und Weise. Schlussendlich müssen wir uns nur bewusst machen, dass wir alle eine Vergangenheit haben und um die Zukunft gemeinsam zu gehen, wäre vielleicht eine Idee zu schauen, was es braucht um diese gut gehen zu können.

Sicherlich ist dies nur ein kleiner Ansatz und keine Lösung, aber nur wenn man etwas ansetzt kann auch etwas entstehen und sich entwickeln.

Ich wünsche euch eine liebevolle Zeit.

Eure Kerstin

~ Worte die mich bewegen ~

Eines meiner Lieblingszitate ist „Neue Welten zu entdecken wird dir nicht nur Glück und Erkenntnis, sondern auch Angst und Kummer bringen. Wie willst du das Glück wertschätzen, wenn du nicht weißt, was Kummer ist? Wie willst du Erkenntnis gewinnen, wenn du dich deinen Ängsten nicht stellst? Letztlich liegt die große Herausforderung des Lebens darin, die Grenzen in dir selber zu überwinden und so weit zu gehen, wie du es dir niemals hättest träumen lassen.“ (von Sergio Bambaren aus „der träumende Delphin“) Dieses Zitat steht auch auf meinem Flyer und hier auf der Homepage auf der ersten Seite. Diese Worte sprechen mir aus dem Herzen.

Ich habe diese Worte bestimmt hunderte Male gelesen und immer gefühlt und doch immer wieder auf eine andere Art und Weise. Dieses Aha, was ich beim Lesen jedes Mal habe, zeigt mir, dass das was ich jetzt habe/durchlebe einen Grund hat – immer und immer wieder. Ja, auch dann wenn ich gefühlt zum tausendsten Mal ein und den selben Prozess durchlebe. Im Inneren weiß ich, dass es nicht genau der selbe Prozess ist, sondern ich mich wie in einer Spirale langsam nach oben arbeite, bis dieser Prozess vollkommen durchlebt, durchfühlt und durchdacht ist und somit auch beendet. Wann das ist? Ich habe keine Ahnung. Aber, es hat einen Grund, warum es passiert und nur das zählt. Es ist der Weg zum Glück, zur Erkenntnis, zur Liebe, zur Dankbarkeit, zur Hingabe, zur Demut … und noch zu so vielem mehr.

Ich habe immer wieder Menschen, die seit Jahren leiden und dann den Weg zu mir finden und mich um Hilfe bitten. Manche erwarten Wunder. Sie glauben, wenn ich für sie schamanisch Arbeite ändert sich augenblicklich alles und sie leben glücklich und zufrieden. Ich würde es ihnen wünschen, aber alles ist ein Prozess. Veränderungen geschehen langsam, Schritt für Schritt. Ich kann nur alles tun, was ich kann, aber ob und wie sich es im Menschen manifestiert und sich umsetzt, liegt schlussendlich immer im Inneren des Menschen. Wir haben in unserem Leben so gute Sabotageprogramme entwickelt, dass ich zwar das Wunder in den Menschen pflanzen kann, aber es liegt im ihn, ob er es behält oder zerstört. Und dieses Zerstören ist gar nicht böse gemeint und oft auch keine Absicht – es sind einfach so lange schon laufende Programme, dass immer und immer wieder geschaut werden sollte, was wieder getan werden darf, damit das Wunder geschieht. Mit jeder Arbeit schwächeln die alten Programme mehr und mehr, bis sie irgendwann aufhören und dann kann das Wunder mehr und mehr Raum einnehmen. Veränderung geschieht langsam und braucht Geduld, Zeit und Liebe. (Als die Geduld verteilt wurde, stand ich leider auch im Stau, aber ich übe mich darin!)

2Niemand ist perfekt und ich glaube ein perfektes Leben gibt es nicht, aber es gibt ein Leben welches wir selber erschaffen, welches wir mit unseren Träumen füllen und Realität werden lassen können.

Lasst uns also träumen und unsere Träume leben.

Ich bin ein Träumer und du?

Deine Kerstin

~ die schönen Momente ~

Ich habe euch in den letzten Wochen immer wieder an meinen schweren, doofen Zeiten teilhaben lassen. Nicht an allem, denn ja, auch ich schäme mich manchmal dafür. So ehrlich muss ich sein. Wenn es mir so richtig schlecht geht, dann rufe ich die Telefonseelsorge an und das kann ich wirklich nur jedem ans Herz legen. Dort sind ganz tolle Menschen. Die letzten beiden Gesprächspartner hatten sich auch entweder mit dem Schamanismus beschäftigt oder gingen selber den Weg. Ich fand das wirklich toll und sie nehmen sich Zeit. Einige denken, dass man nicht mit Fremden reden sollte über so etwas, aber ganz ehrlich, manchmal braucht man genau diese fremden Menschen und ihre Gedanken. 20171111_160444 bearb LogokleinerWer es also braucht, sollte unbedingt die Telefonseelsorge anrufen (0800 1110111 oder 0800 1110222).

Aber ich mag euch heute an meinen schönen Momenten teilhaben lassen und ohne Frage auch die Telefonate mit der Telefonseelsorge gehören dazu. Ich war mal wieder verzweifelt, weil ich einfach keine Wohnung finde bzw. zugesprochen bekomme und die nette Frau meinte am Ende des Gesprächs „Ich schreibe mir jetzt auf einen Zettel >Wohnung für Kerstin< und darauf rauche ich dann eine.“ – ein kleines, aber so wundervolles Ritual machte sie für mich, obwohl sie mich nicht kannte. Das ist ein riesen Geschenk für mich. Und kurz darauf schrieb mir eine liebe Frau und Kundin, dass sie mir ein Tattoo schenken möchte. Ein lieber Mann und Kunde suchte sogar schon mit mir Wohnungen und rief eine Vermieterin an. Ich bekomme liebevoll geschriebene Karten oder selbstgemachte oder gefundene Schätze zugeschickt. Auch habe ich diese wunderschönen neuen Fotos von mir geschenkt bekommen. Ich werde im Moment sehr reich beschenkt mit so viel Liebe von allen Seiten, dass ich wohl kaum reicher sein könnte. Und mit euch meine Zeiten zu teilen und zu spüren, dass ihr dies auch braucht, erfüllt mich mit sehr viel Liebe. Zu wissen, dass auch wenn ich selber mal wieder den Glauben und das Vertrauen verliere, aber andere Menschen an mich glauben und mir vertrauen, das tut gut.

Ich muss leider sagen, dass die Wohnungssuche mich wirklich immer wieder zweifeln lässt. In Berlin eine Wohnung zugesprochen zu bekommen, ist wie Lottospielen, weswegen ich jetzt mich immer weiter an den Stadtrand umschaue und vielleicht habe ich ja wirklich bald Glück. Ich vertraue darauf. Und da bin ich eine EngelWolf-Schwester sehr dankbar, denn sie gab mir den Tipp in einer kleinen Stadt zu suchen, die noch preiswerte Wohnungen frei hat.

Ich wurde mal gebeten etwas über die Engel-Wölfe zu erzählen und da sie mir viele schöne Momente schenken, passt dies doch hier sehr gut mit rein. Es ist eine Gruppe von Schamanen, die um Heidi Baatz, Andreas Krüger und Donald Guss hier in Berlin, an der Samuel-Hahnemann-Schule, eine Schamanenausbildung anbieten. Diese Ausbildung gibt es in 2 Varianten – die Jahresausbildung an 4 Wochenenden im Jahr oder die 2 Jahres Ausbildung die an einem Mittwoch-Abend 1x im Monat stattfindet. Ich habe die Jahresausbildung gemacht – eine sehr intensive und wirklich vollkommen verändernde Ausbildung. Mein Leben war danach nicht mehr das selbe. Ich war/bin nicht mehr die selbe. Außerdem gibt es 1x im Monat die Zauberstunde, in der Klienten behandelt werden. Die Zauberstunde wird von Heidi Baatz und Andreas Krüger geleitet. Hier kann jeder vorbei kommen (kostenfrei) und sich anschauen wie wir EngelWölfe schamanisch Arbeiten. Und dann gibt es noch den Heiltänzerabend, mit Heidi Baatz und Donald Guss, in dem wir ausgebildeten oder in Ausbildung befindenden EngelWölfe uns gegenseitig behandeln. Auch hier kann gern geschnuppert werden (für 10€ die jeder zahlt). Ich möchte diese Menschen in meinem Leben nicht mehr missen müssen. Das Gefühl zu haben nicht mehr allein in dieser seltsamen Welt zu sein, tut mir persönlich sehr gut und ich kann auch dies nur jedem ans Herz legen. Es spielt dabei keine Rolle, ob ihr schamanisch Arbeiten wollt oder ob ihr vielleicht auch nur Heilung sucht oder Interesse daran habt. Etwas Neues zu entdecken kann nicht verkehrt sein.

Ich wünsche euch ein wundervolles und liebevolles Wochenende. Möget ihr viele schöne Momente haben.

Eure Kerstin

~ das Bedürfnis des Herzens einfach ein klein wenig Glück und Freude zu schenken ~

20170131_150548Ich holte meine Jacke von der Garderobe ab, gab meine Handtasche meinen Partner, damit er sie kurz hält und ich mich in Ruhe anziehen konnte. Wir lachten und scherzten. Wir hatten einen tollen Tag zusammen auf der Mineralienmesse. Irgendwann schweifte mein Blick ab und ich sah eine alte Frau im Rollstuhl sitzen. Sie saß seitlich am Rand und irgendetwas in ihrem Blick berührte mich tief. Immer wieder schaute ich sie an, während ich mich anzog.

Ich nahm wieder meine Handtasche an mich, irgendetwas in mir wollte nicht einfach so gehen. Wir hatten einen wunderschönen Tag zusammen und irgendwie wollte ich dieser Frau, die mich so sehr berührte, ebenso eine Freude machen. Ich ging an den Stand in der Vorhalle um ein kleines Herz zu kaufen. Ich hatte Angst, „Würde ich das richtige Herz in dieser großen Schale finden?“, aber das kleine rote Herz mit den weißen Punkten und der weißen Blüte zeigte sich mir sehr schnell und so kaufte ich es. Es kam nicht die Welt, nur diesen einen symbolischen Euro, aber für mich steckte mehr dahinter. Ich bat meinen Partner kurz zu warten und ging zu der Frau im Rollstuhl, die nun nicht mehr allein war, sondern von ihrem Mann zur Garderobe gefahren wurde und sprach sie an. Beide schauten mich sehr verwundert an, als ich sie ansprach. „Entschuldigung, ich möchte ihnen das gern schenken.“ Sie schauten mich sehr überrascht an. „Wieso?“ „Einfach nur so. Weil es mir ein Bedürfnis ist.“ Ich wollte nichts von ihnen, kein Geld und auch sonst nichts anderes. Es war nur ein Geschenk, ganz ohne jede Erwartung. Ich wollte einfach nur etwas Freude schenken und überraschen. Ich war sehr froh, als die Frau ihre Hand umdrehte und das Herz annahm. Ich wünschte ihnen noch einen wunderschönen Abend, drehte mich um und ging. Ich hatte Tränen in den Augen. Warum, weiß ich nicht, aber irgendwie berührte es mich sehr, wie der Mann sich liebevoll um seine Frau kümmerte.

Ich selber habe keine Großeltern mehr und ich weiß nicht, ob das dabei eine Rolle spielte, ich weiß nur, dass ich einfach nur das Bedürfnis hatte dieser Frau dieses kleine Herz zu schenken.

Ich ging zu meinem Partner und er sagte mir, dass der Mann mir nachgeblickt hat und den Kopf schüttelte. War es Unverständnis? War es zu überraschend? War es unverschämt von mir? Ich weiß es nicht.

Auf der Fahrt nach Hause dachte ich viel darüber nach. Ja, ich bin anders und es ist nicht das erste Mal, dass ich so etwas tue. Ich tu es von ganzem Herzen und es macht mir so viel Freude. Es ist nichts Alltägliches und vermutlich passiert so etwas auch nicht jedem, aber wenn es denn passiert, dann ist es doch etwas Schönes oder? Ich frage mich, ob ich hätte mehr sagen sollen. Hätte ich mich erklären sollen?

Ich weiß nicht, wie dieses alte Ehepaar darüber denkt, aber ich wünsche mir sehr, dass sie sich einfach freuen und ein kleines Lächeln auf den Lippen haben.

© Kerstin – Am 8. November 2015 geschrieben.

~ DAS ist doch nicht normal … Was dann? ~

20171107_231429 bearb Logo kleinerGestern Abend saß ich in meinem Zimmer und irgendwie schwirrte mir das Wort „normal“ im Kopf herum. Ich war über das Wochenende allein und das tat mir sehr gut, leider kam er gestern Abend zurück. Noch bevor er kam, dachte ich an dem Tag „Er muss nicht wieder kommen.“. Dabei ging es mir nur darum Ruhe zu finden und endlich allein zu sein, es gab keinerlei böse Gedanken ihm gegenüber. Und doch machte es mich traurig, dass ich genau das dachte und ich dachte wirklich „Das ist doch nicht normal.“. Nur was ist „normal“? Gibt es überhaupt ein „normal“?

Als Kind habe ich das immer wieder gehört, von meinen Eltern, wie von anderen Erwachsenen oder Kindern. „Das ist doch nicht normal!“ „Du bist nicht normal!“ „Dein Verhalten/Denken ist nicht normal!“ … Aber was dann? Ich weiß es wirklich nicht.

Sicherlich kann man „normales Verhalten“ auf Ethik, Erziehung und gesellschaftliche Regeln beziehen, aber wer sagt, dass das normal ist? Warum ist es nicht normal Drachen, Einhörner und Feen zu sehen? Für mich ist es normal. Ich liebe es sogar. Und ich liebe es auch die Seelen derer zu sehen und zu fühlen die von uns gegangen sind. Warum ist das nicht normal?

Können wir also nicht einfach statt „normal“ „individuell“ sagen? Wir sind doch alle Individuen und so sehen, verhalten und denken wir. Jeder anders und auf seine ganz eigene und besondere Art und Weise. Ich weiß, das wird hier in unserer Gesellschaft nicht gern gesehen. Und ja, auch ich habe teilweise Probleme damit andere Menschen in ihrem Verhalten zu belassen. Wir können ja entscheiden wen wir bei und um uns haben wollen und wen und welches Verhalten/Denken nicht. Ist das Ausgrenzung und Diskriminierung oder Seelenpflege und Fürsorge?

In wie weit sind wir „normal“ oder „anders“? Geht das zu unterscheiden? Und warum müssen wir es unterschieden?

Wahrscheinlich ist „normal“ so ein Wort wie „gut“, „böse“, „richtig“ oder „falsch“ … es existiert eigentlich gar nicht, sondern nur in unseren Köpfen ohne eine Vorstellung davon, was es wirklich bedeutet.

Was ist für euch „normal“ und was „unnormal“?

Alles Liebe,

eure sich fragende Kerstin

~ Tierkommunikation und Ethik ~

17634732_1344713552250412_906955517235257937_nIn einem Tierkommunikationsforum gibt es aktuell wieder einmal eine hitzige Diskussion darüber, ob man mit fremden Tieren sprechen darf oder nicht. Es ist ein Thema, was sehr häufig aufkommt und wo die Lager sehr gespalten sind. Warum? Weil es einfach schwierig ist sich da festzulegen.

Die eine Denkweise ist: Tiere sind Lebewesen und können eigene Entscheidungen treffen. Sie können selber entscheiden ob und mit wem sie sprechen wollen. Sie sind Individuen und haben einen eigenen Willen. Dies passiert auch bei Aufträgen. Es gibt Tiere die wollen nicht sprechen oder aber mit einer bestimmten Person nicht oder gerade nur mit einer bestimmten Person. Ich bin auch vollkommen der Meinung, dass Tiere ihre eigenen Entscheidungen treffen können, denn sie sind einfach wie wir freie Lebewesen und nur weil sie bei einem Menschen leben heißt es nicht, dass sie ihm gehören und er über sie bestimmen kann.

Die andere Denkweise ist: Auch Tiere haben Wünsche und Probleme, was wäre, wenn sie sich in Bezug auf etwas äußern und der Gesprächspartner nicht in der Lage ist diese Wünsche zu erfüllen oder die Probleme zu lösen? Ein Bsp.: Ich wurde von einer Frau angeschrieben, die immer wieder mit einem Hund spazieren ging. Sie spürte, dass es dem Hund in dem Zuhause nicht gut ging und wollte gern mit ihm sprechen. Ein Wunsch, den ich vollkommen verstehen kann – aus tiefstem Herzen. ABER, was ist wenn der Hund sagt „Ich will dort weg.“? Die Frau hätte keine Chance den Hund dort heraus zu holen. Wäre der Hund krank oder würde über Schmerzen klagen, was dann? Sie kann sicherlich dem „Besitzer“ sagen „Dein Hund hat gesagt er hat Schmerzen.“, aber ob der „Besitzer“ dann etwas tut steht in den Sternen. Außerdem ist es auch ein Eingriff in die Privatsphäre des Menschen. Tiere können viele Dinge erzählen (davor haben ja auch die meisten Menschen Angst, die sich gegen eine TK entscheiden).

So, nun … wofür entscheidet man sich? Hört man dem Tier zu und tut ihm so etwas Gutes, kann aber vielleicht auch gar nichts für ihn tun oder macht man solche Gespräche nicht? Und was ist, wenn das Tier einen anspricht?

Ich persönlich halte es so: Wenn mich das Tier anspricht, sage ich ihm, dass ich ihm gern zuhöre, aber bei Problemen und Wünschen nichts tun kann UND ich stelle keinerlei Fragen, ich höre wirklich nur zu. Sollte er mir von Schmerzen erzählen, dann schau ich, wie ich es dem Menschen durch die Blume sage. Aber ich verbinde mich nicht absichtlich/bewusst mit einem fremden Tier. Wenn ein Mensch zu mir kommt und nicht der „Besitzer“ ist, dann frage ich ihn ob der „Besitzer“ bescheid weiß, ob der Mensch etwas bei Problemen und Wünschen tun kann und wie der „Besitzer“ zur Tierkommunikation steht. Ich bitte den Menschen auch immer darum den „Besitzer“ um Erlaubnis zu fragen. Sicherlich kann man mich anlügen, denn ich lasse mir nichts schriftlich geben, aber jeder muss für sich entscheiden, wie er dann mit Aussagen klar kommt bei denen er nichts tun kann.

Wie schon gesagt, es ist ein schwieriges Thema und da eine Stellung zu beziehen empfinde auch ich immer wieder als sehr schwer, weil ich eben beide Seiten sehr gut verstehen kann. Aus Berichten anderer weiß ich, dass in Kursen gelehrt wird nicht mit fremden Tieren zu sprechen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr eure Meinung dazu schreibt und wie ihr euch dabei fühlt, eure Gedanken.

Ich wünsche euch eine wundervolle Zeit.

Eure Kerstin

~ Ich darf das! ~

Heute Morgen las ich einen Beitrag in dem es um Erlaubnis ging – Du darfst! Dieser Beitrag kam genau zur richtigen Zeit. Wie ihr wisst, durchlebe ich im Moment einige Prozesse und befinde mich auch einige Male in der tiefsten Dunkelheit. Ich schaue mir all das in mir an und arbeite an diesen Themen um zu heilen bzw. heiler zu werden. Allerdings führen all diese Themen und Prozesse dazu, dass ich auch sehr erschöpft bin, schlecht schlafe und mich oft gar nicht gut fühle.

Ich habe einige Entscheidungen zu treffen und ich tu mich sehr schwer damit, weil ich alles hinterfrage, mir ansehe und mich dann natürlich frage „Warum will/tu ich das?“ und vor allem frage ich mich „Aus welchem Grund will ich das? Laufe ich vor etwas davon?“. Dadurch treffe ich zwar keine leichtsinnigen Entscheidungen, aber ich mache es mir auch nicht sehr leicht überhaupt eine Entscheidung zu treffen.

Gestern war ich bei meiner Heilpraktikerin. Ich weinte sehr viel, was mir auch gut tat, denn Tränen sind nun einmal Reinigung und helfen der Seele. Es ist als ob man etwas Ballast abwirft. Und sie sagte 2 sehr wichtige Worte für mich „Pause“ und „Urlaub“. Das Wort „Pause“ fühlte sich für mich in einigen Bereichen nicht so stimmig an, aber das Wort „Urlaub“ klingt wirklich toll. ICH MACHE URLAUB VON MEINEN PROZESSEN. Ich werde mir jetzt einen Urlaub gönnen in dem ich das tu was ich bisher nicht tun konnte, weil ich durch all die Prozesse zu erschöpft, zu müde, zu kraftlos, zu wütend oder zu traurig war. Es wird wie bei jedem Urlaub ein paar Tage brauchen, bis ich in den Urlaubsmodus komme, aber dann werde ich diesen Urlaub genießen. In dieser Zeit kann ich mir auch überlegen, wie ich mit meinen Prozessen umgehen werde. Vielleicht werde ich mir Zeiten setzen wo ich mich den Prozessen stelle und sie dann erst einmal wieder gut sein lassen. Ich habe jetzt einfach die Erfahrung gemacht, dass es mir und meiner Heilung nichts bringt mich durchgängig mit einem Thema/Prozess zu beschäftigen, weil ich irgendwann mich im Kreis drehe oder nicht genug Kraft habe um weiter im Prozess zu kommen, manchmal fehlt auch einfach im Außen etwas, warum es nicht weiter geht. Mich dann immer weiter in dem Prozess aufzuhalten, obwohl es keine Möglichkeit gibt ihn zu beenden – ob ein Prozess je beendet ist lass ich jetzt mal offen – ist eine Form von Folter. Qual. Harte Worte und vielleicht auch etwas überspitzt, aber eigentlich ist es doch so. Ich kann mich nur aktiv einem Prozess stellen und aktiv bin ich nur, wenn ich auch „Mittel“ in meiner Hand habe um etwas zu bewegen. Sicherlich gehen auch einige Prozesse unterbewusst weiter, darum geht es mir nicht, es geht mir wirklich darum, dass ich es in der Hand habe ob ich mich jetzt dem Prozess bewusst stelle oder ob ich mal „Urlaub“ davon mache. Eine Form von Pflege.

Ich dachte, ich bin gut zu mir, weil ich mir Zeiten gönne, wo ich nur lese, einen schönen Film schaue, in der Wanne liege oder zusätzlich schlafe. Aber so gut war ich da gar nicht zu mir, weil ich mich nicht aus dem Prozess genommen habe. Ich wäre also gut zu mir gewesen, wenn ich gesagt hätte „So Kerstin, nun schauen wir uns mal was ganz anderes an und lassen es mal mit dem Thema gut sein.“. Das wirkt gerade in mir nach.

Aber um zu dem Bericht den ich heute Morgen las zurück zu kommen… Es ging darum sich immer wieder die Erlaubnis zu geben. Du darfst umziehen. Du darfst die Stadt verlassen, wenn du dich nicht mehr wohl fühlst. Du darfst dich von Menschen „trennen“, wenn ihr euch nicht mehr gut tut. Du darfst gehen, wenn du dich nicht mehr wohl fühlst. Du darfst dich Neuem zuwenden, wenn dir das Alte nicht mehr „passt“. 2016-09-30-18-09-01-bearb-logoDU DARFST! Und ich finde es so wichtig. Ich darf umziehen und ich darf auch Berlin verlassen, wenn ich es möchte und ich muss mich nicht fragen ob ich fliehe oder warum ich mich genau jetzt in dem Moment nicht mehr hier wohl fühle. Ich darf gehen, denn nichts ist in Stein gehauen. Denn ich darf auch immer zurück kehren. Ich darf es. Ich darf mir die Erlaubnis geben etwas zu tun. Natürlich hat alles Konsequenzen, aber nichts zu tun hat auch Konsequenzen. Was ist also besser?

Sich die Erlaubnis geben … ich gebe mir die Erlaubnis … Denkt ihr da auch an eure Kindheit? Sich etwas erlauben … Kennt ihr auch diesen Satz „Was erlaubst du dir?“. Das hab ich so einige Male gehört und mir ist gar nicht bewusst gewesen, dass er mich geprägt hat. Das fällt mir jetzt erst auf. Und wisst ihr was? ICH ERLAUBE ES MIR!

Und was erlaubst du dir?

Deine Kerstin

~ Abseits ~

DSC_0017 bearb LogoWenn ich abseits
Von dem Schau
Was du tust
Dann bin ich
Mehr als du glaubst
Weil dein Blick verschleiert ist
Durch dein Wissen
Über mich

Und so weiche ich die Grenzen auf
Und Lasse das Leben fließen
Bis es sich nach langem sprudeln beruhigt
Und sacht sich ausbreitet
Ohne Zerstörung und Verletzung

 

~ © Kerstin Kochler

~ an Tagen wie diesen … ~

Es gibt Tage, da finde ich mich nicht sehr liebenswert, da bin ich sogar sehr wütend auf mich und kann spüren wie sich mein Kiefer und mein Körper verspannt. Dann bin ich sauer darüber wie ich bin und was ich tu und was ich nicht tu. Da könnt ich einfach nur schreien und brüllen und um mich schlagen, aber eben aus Wut auf mich selber. Diese Tage sind selten(er) aber es gibt sie. An diesen Tagen, so wie heute, spüre ich ganz besonders intensiv meine Unvollkommenheit, all die Fehler die ich mache und Dinge die ich einfach nicht auf die Reihe bekomme.
2039625a-22e5-4a6c-9d06-d605d0e50b82Früher, noch vor 3 oder 4 Jahren, hätte ich mich dafür (still) beschimpft und richtig fertig gemacht. Ich hätte mir Dinge an den Kopf geworfen, die ich aus meinem Leben kenne, selber gesagt bekommen oder gehört habe. Ich hätte mir weh getan und mich verletzt (verbal), so dass es mir noch schlechter gegangen wäre. Heute spüre ich die Verkrampfungen in meinem Körper und sehe meine Fehler und weiß (!), ja ich weiß es leider nur, dass ich mich dennoch liebhaben sollte. Und solch einen Tag habe ich heute. Ich habe gesehen, was für einen Fehler ich habe. Für mich ist es ein großer Fehler, für andere nicht so der Rede wert. Dieser Fehler hat bei mir bewirkt, dass ich so angespannt war, dass ich eine Panikattacke bekommen habe. All das sehe ich und nehme es als das was es ist – ein Prozess. Ich habe mich gefragt, was ich nun tun kann, um mich trotz allem lieb zu haben und was ich mir nun dennoch Gutes tun kann. Ich habe mir eine Räucherkohle angezündet und sehr viel weißen Salbei, Weihrauch und mehr verräuchert, so dass jetzt die Wohnung ein feiner weißer Nebel durchzieht. Der intensive Geruch löst langsam meine Verkrampfungen und ich beginne mich zu entspannen. Ja, ich habe einen Fehler gemacht und diesen Fehler habe ich heute angefangen zu beheben. Es wird noch einige Tage dauern, bis ich ihn bereinigt habe, aber ich habe angefangen und nur das zählt jetzt. Ich kann niemanden dafür verantwortlich machen, nur mich selber und meine Unvollkommenheit. Und die versuche ich gerade anzunehmen – ich, der ein absoluter Perfektionist ist.

Ich frage mich auch, wie ich früher damit umgegangen wäre und wie es mir ergangen wäre, hätte ich nicht so viele Prozesse gerade am Laufen … was wäre wenn … ein spannendes Spiel, auf das es keine Antwort gibt und eigentlich nur Zeit nimmt. Jetzt bin ich so und Jetzt habe ich so reagiert PUNKT. Also tu ich das was ich jetzt tun kann, ich atme den intensiven Geruch der Kräuter und Harze ein, spüre meinen Körper, bitte die Spirits um Unterstützung für mein aktuelles Gefühl und sehe mir an, was sich alles zeigen mag.
Ich mag diesen Umgang mit meinen Gefühlen, Situationen und Prozessen. Ich mag es mir dies anzusehen und dabei liebevoller zu sein, als in der Vergangenheit. Daran sehe ich meinen Wandel und was mir dieser Weg und dieser Umgang mit mir gebracht hat. Ich möchte es nicht mehr anders tun. Ich fühle mich wohl damit, weil ich mich wieder wohler mit mir fühle.

2b14788a-4604-4078-9b5c-3c4552d57063Kürzlich hieß es „Du zeigst dich zu authentisch. Damit verschreckst du Kundschaft.“. Ich habe wirklich ernsthaft darüber nachgedacht und mich gefragt, wie ich nach Außen wirke. Nur habe ich mich auch gefragt, wie ich mich zeigen will und wie man mich gern sehen würde. Aber ich bin nicht perfekt. Ich bin nicht mit meinen Prozessen durch. Ich habe Schattenseiten und ich habe auch echt miese Phasen. Es tut mir leid, wenn ich Menschen verschrecke oder sie sich von einem Lehrer oder Behandler etwas anderen wünschen, aber ich kann nicht eine „ich-bin-heil-Fassade“ hochziehen, wenn ich mir doch in unserer Gesellschaft Offenheit für die Prozesse in uns wünsche. Ich bin nicht perfekt und ich bin nicht heil. Ich habe mich auf dem Weg gemacht heiler zu werden, aber was ist vollkommene Heilung? Ich nehme mich so an wie ich bin, unperfekt perfekt und auf dem Weg der Heilung. Also ich finde das ist ein guter Weg und ich fühle mich wohl damit und ich nehme gern jeden Menschen mit, der sich auch auf seinen Weg der Heilung begeben will.

Alles Liebe, eure Kerstin

~ Heute vs. Gestern~

Bevor ich etwas schreibe, möchte ich mich für all die lieben Worte bedanken, die ich gestern von euch bekam – die vielen Komplimente, liebevollen Worte, Wünsche und Danksagungen. Ich danke euch dafür von Herzen. Es ist mir eine Ehre diesen Blog zu führen und euch von mir und meinem Leben zu berichten. Danke, dass ihr mich begleitet.

Auch wenn sich für ein paar wenige Menschen mein gestriger Beitrag sehr „schlimm“ und „traurig“ anfühlte, so war dieser Tag doch ein Geschenk. Es war ein Tag voll Reinigung, Ruhe, (Seelen)Pflege, Trost und Heilung. Und ich mag solche Tage, denn sie bringen Heilung in mir und helfen mir dabei mich gut zu pflegen und gut auf mich zu achten. Ja, sie sind auch anstrengend, aber sie sind im Nachhinein immer sehr schön.

20170530_093141 bearb kleinerIch fühle mich heute zwar sehr müde, aber doch sehr frisch und vor allem reiner und heiler – das liegt nicht nur an der ausgiebigen Dusche, sondern wirklich daran, dass ich gestern mir so viele Themen angesehen habe und mich wirklich gut um mich gekümmert habe und vor allem habe ich mir die Zeit dafür genommen. Solche „Kümmer-Tage“ sollten wir uns alle gönnen, aber das fällt im Alltag natürlich schwer.

Seid also gewiss, dass diese Tage gar nicht schlimm sind, sondern eine Chance sind. Und sie sind an diesem Tag eure Flut. Am nächsten Tag werdet ihr in einem anderen Bereich eures Lebens die Flut spüren. Gestern war es die Flut der Tränen, Prozesse und Gefühle bei mir und heute ist es die innere Ruhe, das Helfen und Loslassen. Jeder Tag für sich, denn wir wissen nicht ob es ein Morgen gibt und das ist auch gut so.

Lasst es euch gut gehen und pflegt euch gut.

Es ist schön, dass es euch gibt.

Alles Liebe, eure Kerstin