~ Gespräch mit Ella einer Libelle ~

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„Darf ich mit dir sprechen?“ fragte ich sie. „Natürlich darfst du, wir sind doch alle eins.“ war ihre Antwort. „Mir fällt es im Moment schwer daran zu glauben, dass wir ganz real alle eins sind. Es gibt zu viel Neid, Missgunst, Drama, Terror, Hass und Angst auf dieser Welt. Ich weiß nicht wohin es uns führen soll bzw. ob wir so wirklich eins sind.“ „Du willst zu viel. Du willst zu viel zu schnell. Das wollt ihr alle. Aber sieh mich an. Sieh mich wirklich an. Glaubst du ich kann irgendetwas beschleunigen oder hervorbringen, was nicht sein soll? Glaubst du meine Geburt, meine Wandlung, hätte sich schneller verzogen, wenn ich es gewollt hätte? Nein und das weißt du auch. Alles hat seine Zeit und egal wie sehr du strampelst, kämpfst oder jagst, es wird erst dann kommen, wenn es soweit ist. Jede Energie hat sein Tempo (das dürften sogar alle Zweifler verstehen) und genau so durchlauft ihr jetzt eure Wandlung. Es geht nicht ums kämpfen, zanken, streiten, hassen oder ängstigen, es geht nur um Glaube, Vertrauen, Liebe und Zusammenhalt.“ „Nur halten wir Menschen nicht zusammen. Wir spalten uns. Ein Teil der Menschen hasst, der andere Teil ängstigt sich und wieder andere wollen andere zwingen aufzuwachen und endlich klar zu sehen. Mich erschöpft es, denn ich sehe in keinem dieser Teile den Weg.“ „Du siehst ihn nicht, weil es nicht der Weg ist. Und du bist erschöpft, weil du nicht bei dir bist. Du nimmst wahr was andere tun, als nur das zu sehen was du selber tust. Bleib bei dir. Geh deinen Weg. Lass die anderen Menschen ihre Energie verbrauchen, irgendwann platzt der Knoten. Du weißt nie aus welcher Raupe einmal eine Fliege oder ein Schmetterling wird. Niemand weiß es. Aber die Wandlung durchlaufen sie alle. Manche seht ihr als wertvoller an als andere, dabei sind wir alle wertvoll, schützend und respektierenswert. Öffne die Augen für dein Sein, für deinen Prozess und lass die Menschen ihren Prozess durchlaufen. Sei da, sei achtsam und sei ganz bei dir, nur so wirst du dann, wenn sich herausstellt wer Schmetterling und wer Fliege ist, in deiner Kraft sein und präsent, um die zu halten die es brauchen. Jetzt seid ihr alle Raupen. Ihr ernährt euch von dem was euch schmeckt – Hass, Angst, Liebe, Verzweiflung, Aggression – und dies wird entscheiden wie ihr erwacht und erscheint. Achte also darauf, was du zu dir nimmst und was du einatmest. Prozesse sind zum Leben da. Keine Wandlung geschieht ohne deinen Willen. Raupen können auch sterben, wenn sie sich verausgaben und ihre Kraft verschwenden. Nicht alle werden diesen Prozess überleben, und das ist auch gut so. Schau nur an, wo wir sonst wären.“ „In der Liebe bleiben, im Vertrauen und sich von denen abgrenzen die sich für mich „falsch“ ernähren. Das klingt einfacher als es ist. Aber ich werde es weiterhin versuchen und ich werde weiterhin das weitergeben woran ich glaube und was ich glaube der Weg ist. Es sind nur meine Vermutungen und meine Gefühle, aber ich kann mich nicht in eine Chaos stürzen, welches sich als Müllhalde zeigt, nur um Menschen herauszuziehen die dies als ihre Nahrung ansehen. Ich danke dir.“ „Dies ist der Weg der Wandlung. Du wirst sehen, wie er für dich ausgeht.“ „Danke.“

Ich schaute mir heute Fotos an, die ich kürzlich gemacht hatte. Und ein Foto rief mich und in einer Art Trance schrieb ich dieses Gespräch nieder. Ich weiß, dass ich am Ende, bei dem Wort „Müllhalde“ stockte und sich mein Verstand einschaltete und ich dachte „das kannst du nicht so schreiben“ und die Libelle mich aufforderte zu vertrauen und weiterzuschreiben – loszulassen. Und ich lies los und ich lies geschehen und schrieb was es zu schreiben gab. Erst jetzt wo ich es lese, nehme ich wahr was mich wieder einmal abseits allem Offensichtlichen bewegt. Ich lese von so vielen Menschen die Fakten über Fakten teilen und aufklären und bekehren wollen und dann sehe ich überall den Hass und die Aggression gegeneinander und wie viele machen sich auch noch lustig übereinander. Es stimmt mich traurig. Aber Ella hat recht, es zählt nur mein ganz eigener, ganz persönlicher Prozess und ich kann nur ganz bei mir bleiben und das weitergeben, was ich als für mich wahr ansehe. Jeder darf für sich entscheiden ob dies auch für ihn wahr ist oder er einen anderen Weg gehen möchte. Es heißt nicht ohne Grund „viele Wege führen nach Rom“ und vermutlich führen auch viele Wege durch diese Wandlung hindurch. Ich wünsche uns allen viel Kraft, Vertrauen, Liebe und Schutz.

Herzensgrüße, eure Kerstin

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