~ Verbundenheit ~

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Die Beerdigung meiner geliebten Tante rückt immer näher. Ich fühle mich wie auf stürmischer See. Mal bin ich auf dem Wellenkamm und dann wieder im Wellental und eine Welle bricht über mir zusammen. Die Tränen fließen und mein Innerstes ist die stürmische See. Alles wirbelt umher in mir. Früher wäre ich in dem Boot gewesen und hätte den Sturm auf dem Meer so sehr gespürt, dass ich nicht mehr gewusst hätte wo oben und unten ist. Heute bin ich Beobachter. Ich sehe was sich in mir bewegt, was mich berührt und woher es kommt. Der Boden ist unter meinen Füßen und ich werde gehalten, getragen und bin in Sicherheit.
In all dem Sturm spüre ich die Verbindungen zu meinen Ahnen – zu meinen Großeltern, zu meiner Tante und meinem Onkel … und all den Ahnen davor. Es ist als wenn die Verbindung stärker ist als sonst und ein Schleier weg ist. Ich spüre sie in meinem Rücken, ihre Hände die mich halten, die mich lieben, die für mich da sind … und ich weine. Eine tiefe Liebe. Eine tiefe Verbundenheit. Bedingungslose Liebe. All die Verwirrungen, Blockaden, Hindernisse, Schwierigkeiten usw. sind weg und nun sind sie in ihrer reinsten, wahrsten und wahrhaftigsten Form in meinem Rücken. Das bewegt mich. Es berührt mich zutiefst.
Sie sind es, die mich zu dem Menschen gemacht haben der ich heute bin – ihre Erfahrungen, ihre Liebe und auch ihr Schmerz. Nun begleiten sie mich. Sie begleiten mich durch all das, was sie mir hinterlassen haben und was aufzulösen gilt. Dafür bin ich ihnen dankbar.

Ich kann in diesem Moment auch meine Entwicklung wahrnehmen. Noch vor 3 Jahren war ich auf dem Boot und konnte es nicht steuern oder beobachten, ich war am Kentern und Sinken. Von Jahr zu Jahr nehme ich nicht nur mehr wahr, sondern erkenne schneller das „Dahinter“. Ich weiß was ich für mich tun kann, was ich für andere tun kann und habe das tiefe Vertrauen des „Gehalten Werdens“ in mir. Und ich habe Vertrauen in mich, in meine Kräfte, in meine Liebe, in mein Sein. Dieser Weg, der Weg der Energie, der Liebe, des Schamanismus … er hat mich so sehr verändert, so sehr gestärkt … es ist schwer zu beschreiben. Die ersten Schritte auf dem Weg waren sehr schmerzhaft und ich dachte ich sterbe, und ein Teil von mir starb auch, aber er musste gehen, denn die Zeit war gekommen und neue Teile kamen und zeigten sich. Sie bekamen den Platz und Raum den sie brauchten.

Meine Tante und mein Onkel waren in diesem Leben ein Geschenk für mich und nun habe ich die Ehre sie in meinem Rücken zu spüren. Sie waren mehr als nur großartige Menschen und ich kann immer nur wieder sagen, dass ich jedem Menschen solche Menschen wünsche.

Ich liebe euch über alles und bin dankbar für die Verbindung zu euch im Licht.

Ich verabschiede mich ins Wochenende. Ein Wochenende in dem ich einmal nicht zu erreichen sein werde. Ein Wochenende was ganz mir und meiner Familie gehört.

Fühlt euch umarmt. Es ist schön, dass es euch gibt.

Herzensgrüße, eure Kerstin

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