~ Vertrauen, Glauben, Glück und es kommt doch eh wie es soll ~

John Lennon sagte „Leben ist das was passiert, während du beschäftigt bist andere Pläne zu machen.“ Das trifft den Nagel ziemlich gut auf den Kopf.

Aller zwei Monate lasse ich mich schamanisch behandeln, denn auch ich habe meine Themen, Prozesse, alten Muster und Hindernisse. So sollte ich auch am Montag behandelt werden. Nun kam mein Kater dazwischen, denn er hatte neben Zahnstein auch noch Zahnschmerzen und glücklicherweise hatte meine Tierärztin für Montag einen OP-Termin frei. Alles erst einmal kein Problem, denn jede schamanische Behandlung kann man auch als Fernbehandlung machen. So arbeite ich ja auch selber.

Nun wurde es Montag 6Uhr und 8Uhr sollte ich Romero beim Tierarzt abliefern. Ich rief sechs Taxiunternehmen an und fragte nach, ob es möglich wäre, mich gegen 7.50Uhr abzuholen und zum Tierarzt zu bringen. Unglaublicher Weise waren sie alle voll mit Krankentransporten. Es war bereits 6.30Uhr und die Panik stieg langsam in mir auf. Was soll ich tun? Schlussendlich fielen mit nur zwei Lösungen ein – 1. ich rufe kurz vor 8Uhr beim Tierarzt an und sage ab, da ich den Kater einfach nicht hinbringen kann oder 2. ich schreibe im Facebook (Brandenburg-Gruppe) einen Hilferuf rein und hoffe, dass mir jemand hilft. Also tat ich erst Punkt 2, denn 1. konnte ich ja noch immer machen. Und welch ein großes Glück … eine junge Frau las meinen Hilferuf und half mir – ihre gute Tat am Tag. Sie holte uns ab und brachte uns zum Tierarzt. Ich bin noch jetzt sehr dankbar für ihre Hilfe. Sie war meine Rettung.
Ich lieferte also das Raubtier ab und dann machte ich mich auf dem Nachhauseweg. Und auch hier stellten sich mir wieder Möglichkeiten vor:

  1. Bus – fuhr mir vor der Nase weg
  2. ich laufe über den Marienberg – „boar, die vielen Treppen hoch und wieder runter“
  3. ich laufe die Bergstraße lang – „boar, die Steigung und Straße“
  4. ich laufe durch die Wallpromenade – „schön grün und viele Bäume, aber boar, da muss ich so viel Straße zurücklaufen“

So früh am Morgen, grau, neblig, kalt und feucht … da bin ich einfach kein Fan vom Laufen. Nun gut, ich entschied mich für Punkt 2 und lief über den Marienberg. Zum einen die kürzeste Stecke, kam ich aber auch beim Bäcker raus, wo ich Frühstück holen konnte und Treppen steigen ist ja nun auch nicht das Verkehrteste. Also ging ich in Richtung Marienberg und dort entdeckte ich dann die Schönheit von „grau, neblig, kalt und feucht“. Hier ein paar Fotos für euch, die ich aufgenommen hatte.

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Ich habe es genossen über den leeren Marienberg zu gehen und die Ruhe die mich umgab. Also auch hier hatte ich wieder Glück gehabt.

Romero konnte ich auch zeitiger abholen als gedacht und er erholt sich ganz gut von der OP. Und meine schamanische Behandlung hatte ich völlig vergessen – was richtig gut war, denn dadurch konnte das Team mich so richtig auf links drehen und arbeiten. Sie hatten freie Hand und da mein Kopf völlig woanders war, war ich frei und offen für sie. Das Thema „Präsenz“ ist zwar noch immer nicht fertig, aber einen Schritt weiter.

Der Montag hat mir mal wieder gezeigt, dass man Vertrauen darf und dass das Leben passiert, egal was wir planen.

Herzensgrüße, eure Kerstin