~ wenn …, dann … ~

Wenn ich den richtigen Partner habe, dann …
Wenn ich den richtigen Job habe, dann …
Wenn ich ein Kind habe, dann …
Wenn ich in einem Haus wohne, dann …

„Wenn …, dann …“ … genau DANN bin ich glücklich.

Ist es wirklich so? Ist man DANN glücklich? Ist DANN alles andere vergessen, was man im Leben erlebt hat? Ist DANN die heile Welt da?

Wir sind die Summe unserer Erfahrungen und diese Erfahrungen verschwinden nicht. Sie gehören zu unserem Leben und wenn wir etwas im Leben „erreichen“, was wir ersehnen, dann bedeutet es nicht zwingend, dass alles vergessen ist und wir glücklich bis ans Ende unserer Tage leben. Das was passieren wird ist, dass sich Erinnerungen zeigen und damit Ängste und/oder alte Muster. Ich denke viele von uns haben schon einmal eine Trennung hinter sich und einige Zeit später tritt ein neuer Mensch ins Leben und man verliebt sich und … wenn man dann ganz genau in sich hineinhört und -spürt, dann kommen Ängste des verlassen-werdens oder die Angst dass sich ein bestimmtes Muster wiederholt hoch. Das ist auch völlig normal, denn wir sind nun einmal die Summe unserer Erfahrungen und diese Erfahrungen haben uns geprägt und wir schütteln sie nicht so einfach ab. Das was wir tun können ist sie uns anzusehen und uns bewusst zu machen, dass diese Ängste und Muster ein Ergebnis unserer Erfahrungen sind. Damit werden weder die Muster noch die Ängste weniger, aber wir werden bewusster. Wir verbinden nicht diese Ängste mit dem neuen Menschen (um beim Bsp. zu bleiben), sondern wissen woher sie wirklich rühren und damit decken wir etwas auf und lösen etwas auf. Das wird aber noch ein anderer Beitrag. (~ Knoten, Weg und Möglichkeiten ~)

20181114_124111 bearb Logo.jpgIch weiß gar nicht warum und woher es kommt, aber Glück wird meist als etwas ganz Großes gesehen. Eigentlich schon beinah als etwas unerreichbares. Dabei ist Glück jeden Tag da. Es hängt nicht von einem anderen Menschen ab oder von einem Job oder einer Wohnung, es hängt nur von uns ab. Es sind unsere Augen, Hände, Ohren, Nase, Mund und alle anderen Sinne, die Glück wahrnehmen. Es ist unser Fokus. Es ist unsere Wahl. Wir entscheiden, ob wir uns über das bunte, fallende Ahornblatt freuen oder nicht. Wir entscheiden ob wir es wahrnehmen oder nicht. Lasst uns doch einfach mal Glück und Freude in ein Glas packen und kräftig schütteln. Dann ist Glück vielleicht einfacher und gar nicht mehr so groß. Und dann gibt es auch kein „wenn …, dann …“ mehr, sondern nur ein „hier und jetzt“. Und dieses „Hier und Jetzt“ kann Ängste und alte Muster haben, aber es hat auch ein buntes, fallendes Ahornblatt.

Herzensgrüße, eure Kerstin