~ loslassen, Hausputz und „kann man ja noch irgendwann einmal gebrauchen“ ~

Müll Kaugummi Schuh pixabay

(Foto: pixabay)

Als der Haus“frauen“-Kurs stattfand, habe ich wohl geschwänzt war krank oder (Achtung! Blöder Spruch!) habe mit den Männern Fußball gespielt. Nein, ich weiß durchaus, dass es Männer gibt, die wirklich großartig den Haushalt schmeißen und vermutlich sind viele besser als ich, daher verzeiht mir den Spruch. Egal wie … ich bin eine grausame Hausfrau und putzen ist echt nicht mein Ding. Wie das Spaß machen kann, ist mir ein Rätsel. Ich ähnle da wohl auch sehr meinen Katzen, denn alles was Krach macht ist nicht mein Fall – Silvester, Staubsauger etc. Egal, nun habe ich seit zwei oder drei Tagen einen „Putzwahn“ – keine Angst, das wird sich wieder legen *lach* … ich stell meine Wohnung, den PC und mein Handy auf den Kopf und habe heute sogar einen Teppich weggeworfen, der mir schon sooo lang auf die Nerven ging, weil sich da einfach alles drin sammelte und man ihn nie richtig sauber bekam. Weg damit. Und ehrlich gesagt ist das auch heute genau mein Thema „Weg damit!“. Wie oft habe ich gedacht „Ach, daraus kannst du noch irgendwann XYZ machen.“ oder „Das ist viel zu schade zum Wegwerfen.“ oder so ähnlich. Das sind Gedanken und Denkweisen, die ich ganz klar von meinen Eltern und Großeltern „vererbt“ bekommen habe. Da ein Kabel, da ein Döschen, da eine Papprolle, da ein Karton und da ein Fitzelchen Geschenkpapier. Es ist Irrsinn, was sich alles so ansammelt und was man alles so mit sich herumschleppt. Ich habe gerade Dinge entsorgt, die ich letztes Jahr beim Umzug mit hierher geschleppt habe und die sogar 2014 mit nach Berlin zogen, die ich nie genutzt habe und die ich nur aufgehoben und mitgeschleppt habe, eben weil „man daraus ja noch etwas machen kann“. Wie verrückt ist das denn bitte? Und genau das ist es auch, was wir mit unseren Ängsten, Denkweisen, Handlungen etc. machen … wir schleppen sie mit uns herum, weil man sie ja noch irgendwann einmal gebrauchen könnte. Dass sie uns nicht dienlich sind und uns vermüllen wird uns gar nicht bewusst. Wie oft hat sich das Warten auf einen Anruf eines Freundes gelohnt? Selber zum Telefon zu greifen wäre doch viel schneller gegangen. Wann hat es sich gelohnt Angst vor dem Busfahren zu haben? Wann hat es sich jemals gelohnt Angst zu haben? Wie oft denken wir „Habe ich das verdient?“ oder „Das habe ich doch gar nicht verdient.“, aber mal ganz ehrlich, haben wir Angst oder Zweifel oder einschränkende Denkweisen verdient? So wie ich heute diesen blöden Teppich entsorgt habe, der nur das ganze Katzenstreu und die Haare und Krümel und Fusseln festhielt, so sollten wir auch anfangen in unserem Inneren aufzuräumen und zu entsorgen. Was ist uns wirklich dienlich? Was brauchen wir wirklich noch? Und was nicht mehr gebraucht wird, kommt weg. Ja, ok … Denk- und Handlungsweisen und Ängste zu „entsorgen“ ist nicht so einfach wie ein Teppich, aber sich immer wieder und immer wieder bewusst zu machen, dass man es nicht mehr braucht lässt es kleiner werden und verändert. Stellt es euch vielleicht wie einen riesigen Teppich vor … den muss man auch erst zerkleinern und in Einzelteilen entsorgen. Step by Step.

Also lasst uns weiter wirbeln, loslassen, wandeln und ausmisten.

Herzensgrüße, eure Kerstin