~ auskotz-Post … wenn die Hutschnur reißt und das Fass voll ist ~

Kannst du mal …
Nur mal schnell …
Mal kurz …
So ganz kurz nebenbei …
Einfach mal so nur …

Wie oft habe ich das schon gehört. Und dann kommt noch …

Gott nimmt auch kein Geld.
Gaben sollte man jedem kostenfrei zur Verfügung stellen.
Wie kannst du nur Geld nehmen?
Kannst du mal eine Testfrage beantworten, damit ich weiß, dass Tierkommunikation funktioniert?
Bekomme ich eine Probebehandlung, damit ich weiß, dass du das kannst?
Wir kennen uns doch.

Ich kann es nicht mehr hören und ich will es auch nicht mehr hören. Die Menschen gehen zum Arzt oder zum Psychologen … diese Menschen werden auch bezahlt und zwar von der Krankenkasse … nur genau deswegen fällt es den Menschen auch nicht auf, dass Leistung bezahlt werden muss. Selbst die Telefonseelsorge erhält Gelder, auch wenn die Menschen dort ehrenamtlich arbeiten. Warum wird dann bitte von mir verlangt, dass ich mal eben schnell mit dem Tier spreche oder mal eben schnell mein Ohr leihe und sich fremde Menschen einfach mal auskotzen und ausweinen können? Ich helfe wo ich kann und ich bin viel zu freigiebig und hilfsbereit, aber gerade platzt mir da einfach mal die Hutschnur. Wenn mein Konto sich mit Spenden füllt und ich ohne je eine Rechnung schreiben zu müssen leben könnte, dann gern … aber wir leben in einer Gesellschaft in der wir unser Leben finanzieren müssen und Geld wird nicht einfach mal so verschenkt. Tut mir leid, aber mit „Danke“ etc. kann ich nicht meine Wohnung bezahlen oder meinen Raubtieren das Futter. Und dabei freue ich mich über jedes „Danke“. Menschen möchten mit mir teilweise stundenlang schreiben oder telefonieren, aber das ist Zeit in der ich kein Geld verdiene. Es tut mir leid. Ich höre ganz vielen Menschen zu, aber irgendwo muss ich auch Grenzen setzen. Ich muss sogar für meine Freunde und meine Freizeit „Termine“ machen, weil ich sonst nur arbeiten würde. Und arbeiten bedeutet eben auch Beiträge oder Angebote zu schreiben, Gruppenbeiträge zu verfassen und zu beantworten, auf Mails zu reagieren, Telefonate anzunehmen und dann auch Fotos für FB, Instagram und Homepage zu machen und zu bearbeiten und Abrechnungen zu machen. Für all das erhalte ich kein Geld. Aber das wird übersehen. Wenn ich dann mal Zeit habe mir ein Buch zu schnappen, dann ist das auch Weiterbildung oder wenn ich Seminare besuche. Selbstständig zu sein bedeutet immer zu arbeiten (24/7) und immer erreichbar zu sein und millionen Dinge „nebenbei“ zu machen für die man eben kein Geld bekommt. Wenn ihr also meine Hilfe wollt, dann seid doch bitte so gütig und seht, dass es meine Arbeit ist und dass ich eben nicht mal nur schnell nebenbei mit eurem Tier spreche oder euch behandeln kann und dann auch nicht kostenfrei. Ich kann ebenso wenig von Luft und Liebe leben wie ihr.
Ich finde es dreist zu sagen „aber wir kennen uns doch“ … ja und? Mein Bäcker kennt mich auch oder die Kassiererin im Discounter? Ich bekomme meinen Einkauf auch nicht geschenkt. Ihr könnt mir gern im FB Freundschaftsanfragen schicken, aber wenn ihr mir keine Nachricht schreibt und ich euch nicht kenne und ich auch nicht sehe, dass wir vielleicht gemeinsame Freunde haben, dann … hey … nehmt ihr jede Freundschaftsanfrage an? Nachrichten mit einem „Hallo“ oder nur einem Icon … was soll mir das sagen?

Hände Geschenk pixabay

(Foto: pixabay)

Ich helfe. Ich helfe wo ich kann. Und ich will so vielen Menschen und Tieren und Mensch-Tier-Lebensgemeinschaften helfen wie es mir nur möglich ist. Und wenn es mir möglich ist, dann auch kostenfrei … aber bitte, bitte habt doch so viel Anstand und Respekt, dass ihr mich vernünftig anschreibt, dass ihr versteht, dass ich Termine machen muss und nicht sofort handeln kann und dass auch meine Arbeit honoriert (Honorar) werden muss.
Ich bin lange sehr freundlich und ich gebe wo ich kann, aber wenn es mir reicht, dann reicht es mir und gerade ist das der Fall. Jetzt musste ich mich mal auskotzen. Und sollte ich noch mehr solche respektlosen Anfragen jedweder Art erhalten, dann werde ich durchgreifen und alles in Rechnung stellen, was ich sonst „nur so“ gemacht habe.
Ich liebe meine Arbeit und all das was ich tu und ich tu es von Herzen gern und ich teile auch mein Wissen so gut ich kann, aber jetzt gerade ist das Fass voll. Ich bin gern selbstständig und ich bin stolz darauf, dass ich das allein geschafft habe, ohne dass einer meiner Lehrer mich gepuscht oder vorangetrieben hat. Es gab kaum einen Menschen der hinter mir stand. Ich habe gegen viele Zweifler den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und ich liebe es und ich tu es von Herzen gern. Also bitte respektiert, achtet und wertschätzt mich so, wie ihr es selber auch wollt.

Danke!

Herzensgrüße, eure Kerstin