~ Lucy Lous Zahn-OP und Tierkommunikation ~

Am Donnerstag hatte meine Lucy Lou eine Zahn-OP. Es musste Zahnstein entfernt werden und leider auch zwei Zähne. Sie ist mit ihren 12Jahren zwar nicht mehr die Jüngste, aber eigentlich ist das auch noch kein Alter für eine Katze. So wie es wohl den meisten Menschen mit Tieren geht, war ich sehr aufgeregt und hatte auch Angst – Verlustangst. Meine zwei Raubtiere sind mein ein und alles und damit es ihnen gut geht, tu ich einfach alles mir nur Mögliche.

Natürlich habe ich mit meiner Lucy Lou und auch mit Romero darüber gesprochen was ansteht. Ich habe ihr gesagt, dass sie keine Angst haben braucht und dass die OP wichtig ist für ihre Gesundheit etc. … das ganz normale Blabla. Und auch Romero erzählte ich von der OP und dass das bedeutet, dass sie ein paar Stunden weg ist und dass sie danach anders riecht und vermutlich noch etwas düselig und taumelig und müde sein wird. Er möge bitte lieb zu ihr sein und Rücksicht nehmen etc. Und auch meine beste Freundin sprach mit den Beiden. Einfach, weil ich auf Nummer sicher gehen wollte, dass auch alles klar ist und ich nicht doch irgendwie etwas vergessen hatte zu erzählen und zu erbitten.

Hier ist einfach Tierkommunikation großartig. Ich bin in der Lage meine Tiere auf solche Situationen vorzubereiten, ihnen zu erklären wieso etwas nötig ist und für mich das Wichtigste, ich übergehe sie nicht völlig. Natürlich kann man ihnen nicht alle Ängste nehmen – eine Narkose ist für niemanden schön und unsere Tiere sind in gewisser Hinsicht uns und den Tierärzten ausgeliefert. Und genau deswegen ist es für mich persönlich so wichtig ihnen wenigstens davon zu erzählen. Das gilt u.a. auch für eine Kastration. Das ist ein riesen Einschnitt für ein Tier und verändert sehr viel in Körper, Geist und Seele. Es geht nicht darum die Erlaubnis einzuholen, sondern das Tier einzubeziehen und ihm die Situation und die Dinge zu erklären und es vorzubereiten. Natürlich sind es noch immer Individuen und nur weil wir sagen „Leg dich bitte hin und schlaf den Rest der Narkose aus.“ heißt es noch lange nicht, dass es das Tier tut, aber wir können erklären warum etwas gut wäre und wir sind in der Lage „einzugreifen“, d.h. wenn das Tier etwas benötigt, dann können wir helfen, z.B. mit Energie senden oder Wärme oder Flüssigkeit o.ä.

Mein Romero schaute dennoch sehr irritiert, als ich mit Lucy Lou die Wohnung verlies und ohne sie erst einmal zurück kam. Und er schnupperte auch sehr viel an ihr, bis ich ihn darum bat erst einmal Abstand zu halten, weil sie damit nicht umgehen konnte. Lucy konnte ich nach der OP immer wieder nur sagen, dass sie zu Hause in Sicherheit ist und ihren Rausch ausschlafen kann, die Angst und Unsicherheit konnte ich ihr nicht nehmen, denn in der Natur würde sie in diesem Zustand dennoch so wach sein müssen, dass sie fliehen könnte. Aber das ist völlig ok und verständlich. Es ist nicht möglich mit der Tierkommunikation die Tiere so zu beeinflussen, dass sie das tun was wir wollen. Es sind Individuen und sie haben ihren eigenen Kopf – Katzen sowieso. Das dürfen wir einfach nicht vergessen. Natürlich wünschen sich die Kunden auch von mir, dass ich ihrem Tier erkläre was sie zu tun haben und dann machen sie es so, aber das ist leider unrealistisch. Wenn ein Hund nur auf der rechten Seite der Straße sein Geschäft machen möchte, dann werde ich ihn kaum mit Worten dazu bewegen, sein Geschäft auf der linken Seite zu machen, nur weil mir bzw. dem Besitzer danach ist. Es ist also wichtig zu schauen „Was ist eigentlich realistisch?“. Eine Katze wird uns auch nicht verraten können wieviel Kitten es bekommt und wann sie geboren werden. Das weiß doch eine Frau auch nicht. Oft wird sehr viel erwartet. Das Tier soll sagen, welches Organ weh tut oder welcher Futterbestandteil eine Allergie auslöst. Das ist zu hoch gegriffen. Tiere kennen nicht auf alles die Lösung und sie können ebenso wenig in ihren Körper schauen wie wir.

Tierkommunikation kann helfen, ohne Frage und es ist für mich ein Mittel, eine Methode auf die ich nicht mehr verzichten möchte im Umgang mit meinen Tieren und mit allen anderen Tieren. Ich weiß wie sehr es beiden Seiten – Mensch und Tier – helfen kann und ich weiß wie wichtig es sein kann miteinander zu kommunizieren, sowohl wenn Mensch und Tier noch leben, als auch dann, wenn ein Teil gestorben ist. Nur müssen wir realistischer an die Sache herangehen und keine Wunder bzw. überirdischen Antworten erwarten.

20190404_183009 bearb Logo kleinerMeiner Lucy Lou geht es gut. Sie hat noch leichte Schmerzen, aber das ist auch bei zwei gezogenen Zähnen verständlich, aber sie ist wieder munter und fit, redet wie ein Wasserfall und frisst wie ein Scheunendrescher. Was will ich mehr? Wir alle Drei haben so alles gut überstanden und es hat sich in unser aller Verbindung nichts verändert.

Ich wünsche euch ein zauberhaftes Wochenende.

Herzensgrüße, eure Kerstin