~ der Weg des Heilens ~

Warum ist der Weg des Heilens so ein schwieriger und langer Weg?

Ich möchte einmal versuchen zu erklären, was ich sehe. Schaut bitte unbedingt für euch, ob dies was ich erzähle auch stimmig für euch ist. Ich kann am Besten in Bildern erklären bzw. versucht ihr es bitte euch in Bildern vorzustellen.

Weg Wald pixabay

(Foto: pixabay)

Wir gehen einen Weg, den Weg des Lebens und ganz aktuell stehen wir an einem Punkt auf diesem Weg. Unser Blick richtet sich nach vorn, in die Zukunft. Aber lasst uns uns mal umdrehen. Dann sehen wir, dass wir schon reichlich Weg zurück gelegt haben. Unser eigener Lebensweg ist voll von Erinnerungen, positiv wie negativ. Beide Seiten bereichern unser Leben und prägen uns. Wenn wir heilen wollen, dann ist es nur zu verständlich, dass wir all die Erlebnisse und Geschehnisse bearbeiten müssen, die wir in diesem Leben, auf unserem Lebensweg erfahren mussten. Das ist oft schon einiges. Manches würden wir selber gar nicht als so tragend und wichtig bezeichnen und doch haben sie uns geprägt und verändert. Gehen wir unseren Lebensweg, gedanklich einfach mal zurück. Ich möchte mit euch zurück gehen, bis zu eurer Zeugung, denn da beginnt dieser Lebensweg. Theoretisch müssten wir jetzt am Ende bzw. am Anfang des Weges sein und doch führt dieser Weg weiter, er teilt sich. Es gibt ganz grob gesehen drei Wege, die sich in unserem vereinen – der mütterliche, der väterliche und der Weg der früheren Leben. Ich glaube es ist nur zu verständlich, dass wir mit der DNA unserer Eltern mehr Informationen mitbekommen haben, als „nur“ das Aussehen und einige Eigenschaften (ganz grob betrachtet). Wir haben auch von unseren Eltern ihre Erfahrungen und Erlebnisse, häufig sogar Traumata mitbekommen. Nicht nur mit der DNA, sondern auch durch ihre Energien, ihre Handlungen und Erziehung. Auch die gilt es aufzulösen, denn sie sind in unserem Rücken und wir tragen all das auf unserem Lebensweg mit uns, jeden einzelnen Schritt. Das klingt schon nach sehr viel Arbeit. Nur denkt nun mal weiter. Unsere Eltern haben vielleicht Geschwister und das Zusammenleben mit ihnen prägte sie auch, so dass selbst die Geschwister unserer Eltern auf uns wirken. Lasst uns mal noch weiter gehen. Unsere Eltern haben Eltern und Geschwister und Eltern mit Geschwistern, die wiederrum Eltern und Geschwister haben … … … schon allein unserer Weg, der sich in einen mütterlichen und väterlichen Weg teilt, wird immer und immer und immer weiter geteilt und spaltet sich auf. Es sieht aus wie eine Wurzel, die sich immer und immer und immer und immer weiter teilt. Das ist eine ganze Menge an Information und möglichen Traumata, die wir auf unserem Weg der Heilung zu lösen haben. Wir Tragen also Informationen und Traumata in uns aus Millionen von Generationen. Unser „Rucksack“, den wir auf unserem Lebensweg tragen, wurde somit von sehr vielen Menschen vor uns bereits getragen, gefüllt und dann an uns weitergegeben. Eigentlich wurde sogar aus all den einzelnen Rucksäcken zu unserer Zeugung ein neuer gepackt, in dem alle anderen stecken. Ein bisschen erschreckend oder?
Jetzt haben wir uns aber nur den mütterlichen und väterlichen Weg angesehen. Es gibt noch einen dritten Weg und das ist der aus den vergangenen Leben. Wir bringen aus unseren vergangenen Leben auch Informationen, Erfahrungen und Traumata mit. Ein weiterer Rucksack. Lasst uns gedanklich einmal, ein Leben zurück gehen. In unserem letzten Leben haben wir auch so einiges erlebt, aber gehen wir auch hier mal zum Punkt der Zeugung zurück … auch dieser Lebensweg teilt sich in drei Wege auf. Was will ich euch mit diesem Bild sagen? Nicht nur unser jetziger Lebensweg teilt sich dreifach, in unserem Rücken, sondern auch der unserer Eltern und Großeltern und Urgroßeltern etc. und genau dies geschieht auch noch in all unseren vergangenen Leben. Wir tragen in uns so unendlich viele Informationen aus vielen Leben in uns, dass wir nur nach und nach jedes einzelne Erlebnis und Trauma auflösen können. Ja, vielleicht macht es etwas Angst, weil die „Wurzeln“ so weit zurück reichen und so umfangreich sind, dass wir gar nicht in der Lage sind alles aufzulösen. Dennoch ist es gut zu wissen, dass vielleicht auch einiges, was wir jetzt durchleben auch deswegen geschieht, um etwas aus unserem „Rucksack“, den so viele Menschen gefüllt haben, auszupacken, anzusehen und zu lösen. Wir können nur nach und nach diese vielen Rucksäcke auspacken und die Geschehnisse uns ansehen und auch wir werden unseren Rucksack an die nächste Generation weitergeben. Wenn wir keine Kinder haben, so tragen die Kinder unserer Geschwister einen Teil unseres Rucksackes mit sich weiter.
Und genau, weil wir so viele Informationen, aus so vielen Leben (mütterlich, väterlich und die vergangenen Leben) in uns tragen, ist der Weg der Heilung so schwierig und lang. Eigentlich werden wir nie wirklich fertig werden, aber wir können unser Bestes geben, um das aufzulösen, wozu wir in unserem jetzigen Leben aufgefordert werden und die Chancen erhalten, damit wir vielleicht sogar unseren Rucksack etwas leichter weitergeben, als wir ihn erhalten haben. Und so werden uns nachfolgende Generationen sich ihren Rucksack ansehen und ihn versuchen leichter zu bekommen.

Ich glaube daran, dass eine Wandlung der Menschen geschieht. Sie werden bewusster und immer mehr begeben sich auf den Weg der Heilung. An irgendeinem Punkt sind wir bestimmt alle miteinander verbunden und so heilen wir nicht nur unseren Weg und unseren Generationenlebensweg, sondern heilen auch etwas im Rucksack eines anderen Menschen. Gemeinsam haben wir die Chance so viel mehr zu heilen, als uns eigentlich jemals bewusst sein wird. Das was du für dich heilst, heilst du auch für jemand anderes und das was jemand anderes für sich heilt, heilt er auch für dich.

Puuuuh … das war jetzt viel und das muss nun sicherlich erst einmal sacken. Aber lasst euch bitte nicht den Mut nehmen, immer und immer weiter zu gehen und hinzuschauen und aufzulösen. Wir werden nicht drum rum kommen irgendwann all das zu betrachten.

Fühlt euch bitte alle umarmt.

Danke, dass ihr diesen Weg mit mir geht und so mutig seid.

Ich wünsche euch allen eine heilsame und liebevolle Zeit.

Alles Liebe, eure Kerstin