~ 10-Years-Challenge ~

Im Facebook und in den Medien geht gerade die 10-Years-Challenge um. Menschen posten ein Foto von sich von vor 10 Jahren und von heute. Bei manchen kann man eine große Veränderung sehen, bei anderen fast keine. Ich habe von meinem Äußeren her lediglich die Haarfarbe geändert, sehe aber sonst noch genau so aus. Was ich viel spannender finde ist meine innere Wandlung innerhalb der 10 Jahre und mein Weg dorthin.

Anfang 2009 lebte ich noch in Halle/Saale, meiner Heimatstadt, Mitte des Jahres zog ich nach Arnstadt, bei Erfurt und Ende 2014 zog ich nach Berlin und Anfang 2018 nun nach Brandenburg/Havel. Das allein finde ich schon spannend. Aber die innere Veränderung … puuuh … wow … 2009 wollte ich neu beginnen und ich hatte eine Vision. Ich dachte ich wär endlich auf meinem Weg und begann die Goldschmiedausbildung. Dass ich so schnell an meine Grenzen komme, hätte ich nicht gedacht. Ich habe in der Zeit in Arnstadt meine psychischen Grenzen kennen gelernt und ich habe Phobien, Ängste und dunkle Zeiten gehabt, wie noch nie in meinem Leben zuvor. Ich war dort wirklich am Ende. Am absoluten Tiefpunkt und das für eine sehr lange Zeit. Erst in meinem letzten Jahr in Arnstadt begann ich mich zu verändern – Tierkommunikation und Schamanismus traten in mein Leben. Das veränderte schon einiges und führte mich langsam auf meinen Weg. Der Umzug nach Berlin brachte dann die Chance der wirklichen Veränderung mit sich. Ich musste mich all meinen Ängsten und Phobien stellen und dadurch lösten sie sich auf. Ich kam in Kreise von Menschen, die mir ähnlich waren. Ich konnte erahnen wer ich bin und warum ich so bin und all die Jahre so krank war. Endlich waren Menschen in meinem Leben, die mich verstanden und die ich verstand. Miteinander entwickelten wir uns und ich kam mir und meinem Weg, meiner Aufgabe, meiner Berufung immer näher. Die etwas über 3 Jahre Berlindsc_0059bearb2 logo kleiner waren ein Segen, so ein unglaubliches Geschenk. Die Ausbildungen und die ganzen Erfahrungen und Erkenntnisse … wow. Und nun bin ich glücklich in meiner eigenen Wohnung hier in der wirklich hübschen Stadt Brandenburg/Havel. Ich kann meine Wandlung gar nicht in Worte fassen, aber ich sehe und spüre sie ganz deutlich. Ich sitze hier an meinem Schreibtisch, die Sonne scheint und es ist klirrend kalt draußen … und ich schwelge in Erinnerungen und spüre die letzten 10 Jahre in mir … da gibt es ein Lächeln auf meinen Lippen und auch ein paar Tränen – sowohl vor Freude, als auch vor Traurigkeit, denn in diesen Jahren haben auch einige Menschen und Tiere mein Leben verlassen. Ich bin stolz auf meine Wandlung in den 10 Jahren. Ich hätte nie gedacht, dass ich das bin, was ich bin. Dieser Weg, diese Schritte und diese lange Zeit der Dunkelheit und Krankheit. All diese Auf und Abs und … puuuh … ich bin so dankbar für all das, egal wie schwer es auch immer wieder war und auch immer mal wieder ist.

Mir fällt gerade ein Text ein. Es geht darum, dass der Weg einer Heilerin kein leichter Weg ist und im Laufe der Zeit all der Mist hoch kommt und sich auflöst und sie hinter so vieles schaut und fühlt und so viel mehr wahrnimmt. Leider wurde der Beitrag im Facebook gelöscht, daher kenne ich den genauen Text nicht mehr und auch nicht mehr von wem der Text stammte, sonst hätte ich ihn euch hier eingefügt. Der Text hat mich damals sehr berührt, weil ich mich wiedererkannte darin. Ich selber würde mich nicht als Heilerin bezeichnen, ich helfe nur Menschen und Tieren auf ihrem Weg, ich begleite und unterstütze sie. Aber das ist wohl alles eine ganz persönliche Definitionssache.

Die 10-Years-Challenge hat in mir gerade also einiges bewegt. Vielleicht mag der eine oder andere auch außerhalb von seinem Äußeren und den Fotos schauen, was in den letzten 10 Jahren so in seinem Leben geschah und wie er sich innerlich veränderte.

Dann lasst uns weiter wandeln und immer weiter unseren Weg im Leben gehen.

Alles Liebe, eure Kerstin