~ Danke für den tollen Sommer ~

20180901_185216 bearb Logo kleinerIch hatte einen tollen Sommer, mit einem tollen Menschen. Wir haben viel unternommen, viel gemeinsam erlebt und durchlebt und nicht immer war es einfach. Das Schöne am „spirituellen“ Weg (mit fällt gerade keine bessere Beschreibung ein) ist, dass man das Potential von Menschen erkennen kann und auch die Verletzungen, alten Muster und Traumata. Und das habe ich bei diesem Menschen gesehen, viel verstanden, entschuldigt und für mich bearbeitet. Auch für mich war es nicht immer einfach, denn auch ich haben meine Traumata, Verletzungen und alten Muster und ohne Absicht wurden diese auch immer wieder getriggert. Ich nutzte die Chance und versuchte sie zu sehen, zu bearbeiten und zu lösen, aber manches braucht eben etwas mehr Zeit, Abstand und Ruhe.

Nun hat dieser Mensch gestern mein Leben verlassen, ganz bewusst. Er (der Mensch) verabschiedete sich auf unschöne Weise von mir und sagte Lebewohl. Der Schmerz sitzt tief und es traf mich gestern hart und sehr schmerzhaft, wenn auch nicht unerwartet. Das weniger Schöne am „spirituellen“ Weg ist, dass man das Potential von Menschen erkennen kann und auch die Verletzungen, alten Muster und Traumata. (Ja, es ist genau der selbe Satz und das ganz bewusst.) Dies zu sehen bewirkt auch, dass vieles entschuldigt wird und man hinter Verhalten, Aussagen etc. schaut. Man weiß was dieser Mensch eigentlich ist und kann und welche Möglichkeiten es alles gibt. Und das habe ich getan. Das habe ich sehr ausgiebig getan und mich dabei vergessen. Ich habe nicht auf mich geachtet.

Als ich gestern Nacht ins Bett ging erwartete mich bereits mein erster Drache und sah mich streng an und fragte mich, was ich eigentlich für ein Drache bin. (Einige von euch wissen bereits, dass ich ein Drache bin, ein Diamantdrache, und in der Anderswelt so arbeite.) Und erst da verstand ich so richtig was er meinte. Ich saß vollkommen eingefallen in meinem Bett, kraftlos, mutlos und weit von mir entfernt. Ich habe in den letzten Wochen viel an mir und für mich gearbeitet und auch habe arbeiten lassen. Danach ging es mir immer besser und ich wurde klarer und kam wieder mehr zu mir. Gestern hat es mich dann erneut umgehauen und tief verletzt. Es war unschön was da ablief und … jetzt kommt das für mich am Schlimmsten … nach dem „Lebwohl“ habe ich mich noch wie Sauerbier angeboten, ich habe mich erniedrigt, beinah gefleht. Ich habe einen Menschen gebeten in meinem Leben zu bleiben, weil er (der Mensch) mir wichtig ist, obwohl er mich immer wieder verletzt hat und offensichtlich gehen wollte. Ich habe mich erniedrigt. Das ist gerade wirklich eine sehr schmerzhafte Erkenntnis. Was habe ich mir da nur selber angetan? Wie sehr habe ich mich nur vergessen?

Ich bin sehr dankbar für die gemeinsame Zeit und all das Erlebte und Durchlebte. Ich bin dankbar für diesen Menschen und wünsche ihm (dem Menschen) nur das Beste auf seinem Weg. Und ich bin dankbar dafür, dass er (der Mensch) sich dazu entschieden hat mein Leben zu verlassen und mir so viele Prozesse und Erkenntnisse geschenkt hat. Jetzt erst habe ich verstanden, was es heißt in seinem eigenen Leben Nr. 1 zu sein. Das ist eine sehr schmerzhafte Erkenntnis, die mich traurig macht. Ich helfe gern und bin gern für Mensch und Tier da – ich habe mich aufgeopfert und mich dabei oft genug vergessen. Dank diesem Menschen habe ich das nun wirklich verstanden. Danke, dass er (der Mensch) der Überbringer dieser schmerzhaften Botschaft war. Danke für dich.

Ich habe also wieder eine Lektion des Lebens gelernt und dafür bin ich dankbar. Die Tränen laufen, weil dieser Mensch mir wichtig ist, aber vor allem fließen sie, weil ich erkannt habe, was ich mir selber wieder angetan habe. Ich bin nicht perfekt, ich bin nicht heil, ich bin nur auf dem Weg und dieser Weg steckt voller Lektionen, Erkenntnisse und Tränen, aber auch voll Liebe und Lachen. Danke.

Alles Liebe, eure Kerstin