~ Fluch oder Segen? – Geschenk! ~

Vor ein paar Tagen sagte eine Bekannte zu mir „Kerstin, ich beneide dich darum, dass du so einen Zugang zur geistigen Welt hast und die Spirits so sehr spürst und mit ihnen so reden kannst. Das würde ich auch gern können. Das muss einfach toll sein.“. Oh ja, es ist ohne Frage sehr schön, sich leicht mit den Geistern zu verbinden, viel zu fühlen und wahrzunehmen, aber es ist zeitweise auch wirklich hart. Wenn ich Probleme habe oder einfach mal nicht mehr weiter weiß, dann frage ich die Spirits was ich tun kann oder was es zu bedeuten hat und dann habe ich die Möglichkeit Wege zu finden. Es kann das Leben leichter machen, solch einen Zugang zu haben, ohne Frage und ich bin dafür sehr dankbar. Ich fühle mich geehrt diesen Zugang zu haben, über diese Gabe zu verfügen und dies nutzen zu dürfen. Nur hat auch dies eine andere Seite. Ich möchte es nicht Schattenseite nennen, denn das ist es nicht. Denn auch das ist ein Geschenk.20180926_160346 bearb Logo Es ist nur nicht immer so einfach, wie man es sich vorstellt oder wünscht. Wenn ich schamanisch oder energetisch Arbeite, dann bin ich nur ein Kanal für die Spirits und Energien. Ich arbeite gar nicht so sehr aus mir heraus, sondern höre darauf, was die Geister sagen. Ich habe gelernt diese Gefühle, Worte und Bilder nicht in Frage zu stellen, denn zu oft zeigten sie mir, dass es wahr ist. Ein Beispiel was mir gerade einfällt … Ich fuhr mit meinem besten Freund zu einer lieben Freundin von mir. Der Tank wurde immer leerer und die Anzeige sagte, dass wir mit der Tankfüllung noch 55km fahren konnten, aber wir hatten noch 80km oder mehr vor uns. Die Zahl auf der Anzeige wurde immer kleiner und ich wurde immer unruhiger, weil weit und breit keine Tankstelle in Sicht war. Ich bat darum, dass wir bald eine preiswerte Tankstelle finden würden. Die Botschaft aus der geistigen Welt war „Wenn es 40km sind.“. Nun gut, wir fuhren und fuhren und es wurden 40km angezeigt. Weit und breit keine Tankstelle. Ich wurde immer unruhiger und holte mein Handy raus, um zu schauen wo eine Tankstelle im Umkreis sich befindet, nur hatte ich keinen Empfang. Aaaarg … ich wurde immer hibbeliger und zweifelte an der Botschaft. Tatsächlich tauchte dann eine Tankstelle auf und die Anzeige war noch immer bei 40km. Ich musste lachen, denn wieder einmal wurde mir bewiesen, dass ich auf die Botschaften vertrauen kann. Das ist eine ganz nette Geschichte und sie vergesse ich so schnell nicht.

Nun, was ist den die andere Seite dieser Gabe? Die andere Seite ist, dass ich immer wieder ein Kanal bin und das auch außerhalb meiner Arbeit. Ich besuche Freunde oder bin irgendwie unterwegs. Es zeigen sich mir Seelen oder Energien und manchmal nehme ich sie auch gar nicht wahr, aber ich bin ein Kanal für sie. Ich bringe sie ins Licht oder an Orte der Heilung und manchmal „muss“ ich auch Themen und Gefühle für andere Menschen lösen. So ist es im Moment. Ich frage mich immer wieder wie übergriffig dies ist und ich schütze mich und sage auch den Geistern, dass ich gewisse Dinge nicht tun kann und sie verstehen mich, nur sagen sie mir ganz klar, dass das meine Aufgabe ist. Sie haben mich ausgewählt. Es ist mein Auftrag. So halte ich im Moment eine Lüge aus, wobei ich lieber einfach nur Mensch wäre und mich davon abgrenzen würde, aber nein … ich erhalte Zeichen, Botschaften und gerate in Prozesse die klarer nicht sein können. Ich fühle Ängste und Traurigkeit, Wut und Verzweiflung, gerate in Panik und versteh nicht warum – solang bis mir klar wird, dass ich nur ein Kanal bin. Ich bin nur die Hülle die diese Themen bearbeiten soll. Und glaubt mir, dass macht nicht immer Spaß. Für mich ist das „Schlimme“ daran, dass ich nicht immer sofort erkenne, wann ich etwas für mich bearbeite und löse und wann für jemand anderes. Dies ist wohl dann ein weiterer Lernprozess für mich.

Ihr könnt mir also glaube, dass auch diese Gabe zwei Seiten hat. Und bei allen Seiten dieser Gabe, empfinde ich sie doch immer wieder als Geschenk und Ehre und bin dankbar dafür dieses Geschenk erhalten zu haben.

Alles Liebe, eure Kerstin