~ Gespräche mit Sternentieren ~

Das ist wirklich ein sehr schweres Thema für mich. Die Gespräche mit Sternentieren sind sehr schön, aber ihnen liegt leider der Tod zugrunde. Die Menschen leiden und stecken meist in einer tiefen Trauer fest. Ich selber kenne dies auch nur zu gut und vielleicht ist es am Besten wenn ich aus meiner Geschichte erzähle.

Mary Lou Logo2013 musste ich meine Seelenkatze Mary Lou gehen lassen. Es war für mich sehr plötzlich und die Notfalltierärztin verschlimmerte leider alles mit ihrem Umgang mir gegenüber. Das plötzliche Gehenlassen und die Tierärztin waren für mich traumatisch – anders kann ich es nicht ausdrücken. Ich fiel in ein sehr tiefes Loch, aus dem ich erst über ein Jahr später wieder herauskam. Dieses Loch bewirkte auch eine Verhaltensänderung meiner gebliebenen Katze Lucy Lou mir gegenüber. Wir hatten große Probleme, denn meine Trauer überforderte sie vollkommen. Und ich kann das nur zu gut verstehen. Es war etwas über ein Jahr her, als ich mich traute eine Tierkommunikatorin um ein Gespräch mit Mary Lou zu bitten. Die Trauer hinderte mich daran eher Kontakt zu ihr aufzunehmen. Ich hatte zu viel Angst. Ich hatte heftige Selbstzweifel und gab mir die Schuld an ihrem Tod. Ja und ich hatte natürlich Angst davor, sie würde mir auch Schuld geben, wäre böse auf mich und würde schlimme Dinge erzählen. Mir laufen gerade die Tränen, denn es war wirklich eine schlimme Zeit für uns alle. Und dann war der Termin und das Gespräch mit Mary Lou war einfach ganz wundervoll. Ich mit all meinem Selbsthass, Selbstzweifel und Schuldgefühlen konnte gar nicht verstehen, wie sie nur so liebevoll weiterhin sein konnte. Wie konnte sie mich nur noch lieben? Es tat mir gut, auch wenn ich es erst nicht annehmen konnte. Die Tierkommunikatorin nahm sich viel Zeit für uns und höre mir auch später noch lange zu. Einige Tage später ging ich in den Wald und machte ein kleines Ritual und verabschiedete mich von Mary Lou. Ich dankte ihr für alles und sagte ihr wie sehr ich sie immer lieben werde. Dieses Gespräch und dieses kleine Ritual führten mich langsam in die Heilung. Ja, auch heute noch denke ich „Ach, hätte ich doch nur eher … und wenn ich nur …“, aber diese Wenns und Aber bringen nichts. Es ist geschehen, ich kann nichts mehr ändern und ihre Zeit war gekommen, das weiß ich jetzt.

Ja und deswegen liegen mir selber solche Gespräche sehr am Herzen. Ich weiß einfach wie weh es tut sein geliebtes Tier gehen zu lassen. So oft plagen uns Schuldgefühle und Zweifel. Es ist einfach so verständlich. ABER, ich hatte noch kein Sternentier im Gespräch, welches seinem Menschen Vorwürfe gemacht hat oder böse auf ihn war. Sie sind in der Liebe und vergeben uns unsere Fehler, denn sie wissen davon und lieben uns dennoch. Sie hatten ihren Auftrag bei uns und genau so wie es gekommen ist, sollte es auch kommen – dann war ihre Zeit vorbei. Uns schmerzt es und es zerreißt uns das Herz, aber alle Zeit ist begrenzt, leider. Manche Sternentiere kehren auch irgendwann wieder zu ihrem Menschen zurück, meist weil ihr Auftrag noch nicht beendet war. Manche sehen ihrem früheren Körper ähnlich, andere verändern die Gestalt oder werden gar zu einem anderen Tier. Das ist ganz verschieden und nicht immer wissen sie wann und wie sie zurückkommen. Dies sind aber eher die Ausnahmen, auch wenn wir uns wünschen würden, sie kämen immer zu uns zurück.

Ich kann niemandem die Angst vor dem Gespräch nehmen, aber ich kann sagen, dass es heilsam sein wird.

Unter den Tierkommunikatorin gibt es immer wieder Diskussionen wie lang man nach dem Tod mit dem Gespräch warten soll. Einige bestehen auf mind. 1 Woche, andere sagen 2 Tage und wieder andere sagen mehrere Wochen. Ich kann das alles nicht unterschreiben. Ich frage die Seele ob sie bereit ist mit mir zu sprechen und entweder ist sie es oder sie ist es nicht. So hatte ich die große Ehre mit einem Kater sprechen zu dürfen, der nur 2 Stunden zuvor überfahren wurde. Dieses Gespräch hätte keine Woche später erst sein dürfen, denn der Tod kam so plötzlich, dass der Kater vollkommen verwirrt und panisch war. Durch das Gespräch konnte ich ihn beruhigen und ins Licht führen. Diese festen Regeln und „Gesetze“ die immer wieder aufgestellt werden, sind einfach zu prüfen und je nach Situation anzuwenden oder eben nicht. Wenn eine Seele sagt, und dabei spielt es für mich keine Rolle ob lebend oder verstorben, sie möchte nicht reden, jetzt nicht oder mit mir nicht, dann respektiere ich das. Aber es ist eben immer zu schauen ob die Seele nicht vielleicht doch schon Hilfe benötigt. Es gibt leider Sternentiere die noch auf der Erde unterwegs sind und nicht ins Licht gehen, weil sie entweder den Weg nicht finden oder auf ein Gespräch warten oder aber der Mensch hält sie hier fest. Manchmal haben auch Tiere noch etwas auf dem Herzen, dann warten sie regelrecht auf solch ein Gespräch und erst dann gehen sie ins Licht. Ihnen ist dann einfach wichtig dies zuvor zu sagen. Warum weiß ich nicht, aber das erlebe ich doch am Häufigsten. Ich gehe davon aus, dass der Mensch es eigentlich so sehr will, dass das Sternentier so lang wartet bis der Mensch bereit dazu ist, anders kann ich es mir nicht erklären. Selbst wenn ein Sternentier ins Licht gegangen ist, so kann man jederzeit wieder mit ihm sprechen, auch wenn es wiedergeboren wurde. Auch dies habe ich schon erlebt. Die Katze war bereits reinkarniert und lebte in einer Familie mit Kind. Sie sprach mit ihrem vorherigen Menschen und hatte genau die Charakterzüge jetzt wie damals. Es ist also jederzeit möglich solch ein Gespräch zu führen.

Es ist ein Thema, was mir sehr am Herzen liegt, nicht weil es um verstorbene Tiere geht, sondern weil in diesen Gesprächen so viel Potential zur Heilung steckt. Jede Träne die dabei geweint wird ist Reinigung und Heilung und ein Schritt aus der tiefen Trauer heraus.

Ich habe jetzt ganz bestimmt einiges vergessen zu sagen und vielleicht kommen bei dem einen oder anderen auch noch Fragen hoch … bitte schreibt sie mir, damit ich auch diese beantworten kann.

Von Herzen wünsche ich euch und euren Lieben eine wundervolle Zeit.

Liebe Grüße,

eure Kerstin