~ Wege gehen ~

Ich bin im Moment ziemlich ruhig. Irgendwie stecke ich in einem ganz schönen Umbauprozess. Nach der ganzen Planung vom Umzug, dem Umzug selbst und dem Einrichten der neuen Wohnung, habe ich mir keine Zeit gegönnt und sofort angefangen zu arbeiten, was sich dann keine 2 Wochen später mit der Grippe und der absoluten Ruhe und Bewegungsunfähigkeit „rächte“. Ich war mal wieder am Rennen – nicht höher und schneller war mein Ziel, aber weiter und weiter und weiter … nur nicht stehenbleiben. Dabei war es genau das was nötig war – hinschauen, fühlen, spüren, sehen und wahrnehmen. Durch die Grippe konnte ich nun leider auch nicht zu meinen EngelWölfen fahren, was mich sehr traurig machte. Ach, wo ich gerade bei den EngelWölfen bin – ich danke euch allen für die vielen lieben Nachrichten zu meinem Video. Es gab auch einige Kommentare, die unangemessen waren und hier muss ich einfach noch einmal sehr deutlich sagen „Dies ist meine Seite und ich bestimme welche Kommentare veröffentlicht werden. Ich habe nichts gegen Kritik, aber überdenkt bitte dabei eure Wortwahl!“.

20180312_161555 bearb 2 Logo kleinerIch bin ja ein Fan von Zeichentrickfilmen – das Mädchen in mir lebt immer weiter *lach* und durch Zufall sah ich „Tinkerbell“ und es traf mich wie ein Schlag … … … Kennt ihr den ersten Film? Tinkerbell kommt zur Welt und erfährt welche „Kraft“ sie hat. Sie ist eine Tinkerfee, das heißt dass sie Dinge bauen, entwerfen und reparieren kann. Aber das findet sie doof, weil sie gern aufs Festland (in unsere Welt) möchte und die Tinkerfeen es nicht dürfen. Daher lehnt sie ab, was sie ist und versucht etwas zu werden was sie nicht ist – Wasserfee, Luftfee, Lichtfee etc. Und als ich den Film so sah, wurde mir mal wieder bewusst, dass ich mich und das was ich bin auch gerade ablehne. Wieso? Ihr müsst wissen, ich liebe es mit Tieren zu sprechen und damit Mensch und Tier zu helfen, aber es führt leider dazu, dass ich fast den ganzen Tag am PC sitze und somit in meiner Wohnung. Das Leben im Außen zieht an mir einfach vorbei und das macht mich sehr traurig und auch einsam. Ich würde sehr gern viel mehr mit Menschen live arbeiten, aber offenbar bin ich nicht dazu berufen oder die Zeit ist noch nicht da. Und es fällt mir im Moment sehr schwer dies anzunehmen. Ich bin dabei für mich eine Lösung zu finden, aber das ist nicht so einfach. Aber was ist schon einfach? Ich mag heute mal von einem Thema zum nächsten kommen und so kommt für mich nach der Frage „Was ist schon einfach?“ das Leben. Das Hadern mit dem Leben und den eigenen Prozessen und Dingen die wir erleben, durchleben und bestehen müssen ist wohl normal und geht uns fast allen so. Offenbar gehört es einfach zum Leben dazu. Aber wie wäre es, wenn alles leicht und einfach wäre? Ich frage mich, ob ich dann das Leben überhaupt spüren würde. Würde ich es wahrnehmen oder wäre es nicht wie ein Flug durch eine Zeit und dann unbemerkt zu Ende? Sind also diese ganzen Hürden, Abenteuer, Herausforderungen, Prozesse und auch Probleme und Schmerzen notwendig, damit wir das Leben wahrnehmen? Gäbe es Erinnerungen und Gefühle? Wer wären wir wenn alles so easy gehen würde? Gefühle und Erinnerungen entstehen doch immer nur aus Erlebnissen und diese sind mit einer Wertung verbunden. Wir können uns an schöne Dinge erinnern ebenso wie an unschöne, nur was wiegt mehr? Bei mir war es ganze viele Jahre ganz klar das Unschöne. Ich wollte es verstehen und analysieren. Nun achte ich seit einigen Jahren mehr auf das Schöne und das hilft ungemein. Es klappt nicht immer, aber doch meist. Und doch stecke ich gerade in einer Phase des Zweifels an mir. Was will ich? Wer bin ich? Was kann ich? Wohin soll ich? Wie soll das alles ins Leben gebracht werden? Und wo ich all die Fragen gerade aufschreibe wird mir klar, dass das Denken der falsche Weg ist. (Interessant ist, dass ich gerade statt „falschen Weg“ „flachen Weg“ geschrieben habe. Wie wahr doch manchmal solche „Fehler“ sind.) Und auch das Fühlen allein würde nichts bringen. Puuuh … da sind einige alte Muster und Mechanismen in mir die aufgelöst werden dürfen. Planen und Kontrolle sind mir echt wichtig, nur kann man das Leben nicht planen und kontrollieren und das ist auch manchmal echt gut so. Nur dieses ungewisse reibt mich Momentan ganz schön auf. Also bleibe ich „erst einmal“ bei mir und dem was ich kann – und das ist viel. Aber das was ich jetzt tun darf soll ich tun, also tu ich es, bis die Zeit kommt wo sich wieder etwas verändern darf. Vertrauen ist da das Schlüsselwort. Wie sieht es bei euch und eurem Vertrauen aus?

Ja, alles irgendwie nicht so einfach und doch auch gut so. Ich habe früher für mich das Leben als extrem schwer und voll mit Problemen gesehen. Irgendwann habe ich es dann als Abenteuer bezeichnet und das fühlt sich für mich sehr stimmig an. Mal schauen was dieses Abenteuer alles noch so bringt und wohin es mich führt. Eine kleine Idee hätte ich da und auch den einen oder anderen Wunsch. Na mal gucken. Das was kommen soll, wird kommen und geschehen, da bin ich mir sicher und solang gehe ich weiter meinen Weg, bis wieder eine Weggabelung kommt…

Ich wünsche euch eine liebevolle Zeit.

Eure Kerstin