~ Tierkommunikation und Ethik ~

17634732_1344713552250412_906955517235257937_nIn einem Tierkommunikationsforum gibt es aktuell wieder einmal eine hitzige Diskussion darüber, ob man mit fremden Tieren sprechen darf oder nicht. Es ist ein Thema, was sehr häufig aufkommt und wo die Lager sehr gespalten sind. Warum? Weil es einfach schwierig ist sich da festzulegen.

Die eine Denkweise ist: Tiere sind Lebewesen und können eigene Entscheidungen treffen. Sie können selber entscheiden ob und mit wem sie sprechen wollen. Sie sind Individuen und haben einen eigenen Willen. Dies passiert auch bei Aufträgen. Es gibt Tiere die wollen nicht sprechen oder aber mit einer bestimmten Person nicht oder gerade nur mit einer bestimmten Person. Ich bin auch vollkommen der Meinung, dass Tiere ihre eigenen Entscheidungen treffen können, denn sie sind einfach wie wir freie Lebewesen und nur weil sie bei einem Menschen leben heißt es nicht, dass sie ihm gehören und er über sie bestimmen kann.

Die andere Denkweise ist: Auch Tiere haben Wünsche und Probleme, was wäre, wenn sie sich in Bezug auf etwas äußern und der Gesprächspartner nicht in der Lage ist diese Wünsche zu erfüllen oder die Probleme zu lösen? Ein Bsp.: Ich wurde von einer Frau angeschrieben, die immer wieder mit einem Hund spazieren ging. Sie spürte, dass es dem Hund in dem Zuhause nicht gut ging und wollte gern mit ihm sprechen. Ein Wunsch, den ich vollkommen verstehen kann – aus tiefstem Herzen. ABER, was ist wenn der Hund sagt „Ich will dort weg.“? Die Frau hätte keine Chance den Hund dort heraus zu holen. Wäre der Hund krank oder würde über Schmerzen klagen, was dann? Sie kann sicherlich dem „Besitzer“ sagen „Dein Hund hat gesagt er hat Schmerzen.“, aber ob der „Besitzer“ dann etwas tut steht in den Sternen. Außerdem ist es auch ein Eingriff in die Privatsphäre des Menschen. Tiere können viele Dinge erzählen (davor haben ja auch die meisten Menschen Angst, die sich gegen eine TK entscheiden).

So, nun … wofür entscheidet man sich? Hört man dem Tier zu und tut ihm so etwas Gutes, kann aber vielleicht auch gar nichts für ihn tun oder macht man solche Gespräche nicht? Und was ist, wenn das Tier einen anspricht?

Ich persönlich halte es so: Wenn mich das Tier anspricht, sage ich ihm, dass ich ihm gern zuhöre, aber bei Problemen und Wünschen nichts tun kann UND ich stelle keinerlei Fragen, ich höre wirklich nur zu. Sollte er mir von Schmerzen erzählen, dann schau ich, wie ich es dem Menschen durch die Blume sage. Aber ich verbinde mich nicht absichtlich/bewusst mit einem fremden Tier. Wenn ein Mensch zu mir kommt und nicht der „Besitzer“ ist, dann frage ich ihn ob der „Besitzer“ bescheid weiß, ob der Mensch etwas bei Problemen und Wünschen tun kann und wie der „Besitzer“ zur Tierkommunikation steht. Ich bitte den Menschen auch immer darum den „Besitzer“ um Erlaubnis zu fragen. Sicherlich kann man mich anlügen, denn ich lasse mir nichts schriftlich geben, aber jeder muss für sich entscheiden, wie er dann mit Aussagen klar kommt bei denen er nichts tun kann.

Wie schon gesagt, es ist ein schwieriges Thema und da eine Stellung zu beziehen empfinde auch ich immer wieder als sehr schwer, weil ich eben beide Seiten sehr gut verstehen kann. Aus Berichten anderer weiß ich, dass in Kursen gelehrt wird nicht mit fremden Tieren zu sprechen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr eure Meinung dazu schreibt und wie ihr euch dabei fühlt, eure Gedanken.

Ich wünsche euch eine wundervolle Zeit.

Eure Kerstin

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