~ Ebbe und Flut ~

Ebbe und Flut als Bestandteil des Lebens…

Unser Leben besteht aus vielen einzelnen Rollen, Beziehungen, Aufgaben und Bereichen. Sie alle ergeben unser Ganzes, unser Leben und in jedem einzelnen Bereich unseres Lebens können wir mal die Ebbe spüren und dann wieder die Flut. Bei der Ebbe fühlen wir uns oft nicht wohl. Es fühlt sich nach Stillstand, vielleicht auch Rückschritt an und oft strampeln wir uns so richtig ab ohne vorwärts zu kommen. Die Ebbe kostet uns viel Kraft und Energie, wenn wir Ziele unbedingt erreichen wollen, aber uns im Watt vorwärtskämpfen. Wenn die Flut da ist, dann fließt es wie von selbst, wir müssen fast gar nichts tun und das was wir tun ist auch nicht sehr anstrengend – wenn, ja wenn wir uns nicht schon in der Ebbe verausgabt haben.

20170112_124456-bearb-logo-kleinerStellt euch doch einfach mal vor, ihr seid im Wasser und wollt wieder an den Strand, wenn ihr euch durch das Wasser kämpft während die Wellen zurück ins Meer fließen, dann ist es doch viel anstrengender, als wenn ihr die Wellen nutzt, die an den Strand rollen – oder?

Das Jahr fühlt sich für mich in vielen Bereichen nach Ebbe an. Meine Selbstständigkeit hatte kurze Flutmomente, aber auch viel Ebbe. Na klar kommt die Ebbe/Ruhe, wenn in anderen Bereichen der Sturm tobt oder die volle Aufmerksamkeit verlangt wird. Vollkommen normal und verständlich. Jetzt verstehe ich es, aber ich habe damit gehadert und gepaddelt und gekämpft, geändert hat sich nichts. Dafür passiert in mir viel und das braucht meine Aufmerksamkeit und all meine Kraft, Energie und Liebe. Die Aufträge die ich habe, da stecke ich immer all meine Liebe und Energie rein, aber es kommen nur so viele wie gerade gehen. Und ich weiß, dass es anders werden wird. Diese berufliche Ebbe anzunehmen fällt mir nicht leicht und glücklich bin ich mit diesem Zustand nicht, aber es bringt mir auch nicht mich darauf zu versteifen und etwas zu erzwingen, was ich nicht erzwingen kann.

Ich habe mich gefragt, ob Ebbe wirklich so schlimm ist, wie ich es zeitweise empfinde. Eigentlich heißt doch Ebbe auch Ruhe und eigentlich heißt es auch Zeit für mich und Zeit für anderes und vielleicht auch Neuorientierung? Egal wie, es heißt Ruhe, fühlen und sich umschauen, aber ohne Angst und Panik – was durch unsere Existenzängste schwer fällt, aber versuchen, versuchen, versuchen … und dann fällt einem auch auf wo die Flut im Leben ist. Ich spüre sie ganz stark in der Verbundenheit zu meinen EngelWolf-Schwestern, in meiner Liebe zum schamanischen Reisen, zum Schreiben, in den vielen Prozessen, Gedanken und Aufgaben die in mir nun aufploppen und sich zeigen und zu der Ruhe und Erholung nach der sich mein Körper sehnt. Diese Flut nehme ich an und mache das Beste daraus, so wie ich aus der beruflichen Ebbe das Beste mache. Die Veränderung ist so vielschichtig, das fällt mir immer öfter in diesem Jahr auf. Ich hoffe nur nicht zu spät, wobei … gibt es eigentlich zu spät? Wenn wir kurz vor dem Tod sind und merken „wir haben nicht richtig gelebt“ … hmmm … nur dann? Oder sterben wir nicht eigentlich jeden Tag? Stirbt nicht jede Nacht ein Tag und damit auch unser Tag und die Chance ihn so gelebt zu haben wie wir leben wollen? Wie wäre es also, wenn wir jeden Tag schauen wo unsere Flut ist und da all unsere Liebe und Energie reinlegen? Leben wir dann richtig unser Leben so wie wir es wollen?

Der Gedanke gefällt mir … „Schau jeden Tag wo deine Flut ist und fließ in ihr/mit ihr mit.“ … ich werde es versuchen.

Ich wünsche euch eine leichte und glückliche Zeit.

Alles Liebe, eure Kerstin

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