~ Erwartungen ~

Das Thema „Erwartungen“ ist bei mir heute sehr präsent. Ich trage es nun schon eine ganze Weile mit mir herum und meine Gedanken sind immer wieder dabei und sortieren sich immer wieder neu.

Wie ist das mit den Erwartungen und unserem Leben?
Gibt es wirklich Menschen die ganz ohne Erwartungen leben?

Als ich vor Jahren den ersten Kontakt zu spirituellen Denkweisen hatte, sagte ein Freund zu mir „Geh ohne Erwartungen heran, denn dann bist du für alles offen und es gibt auch keine Enttäuschungen, weil eben alle geschehen kann.“. Ich habe das damals wirklich versucht und es klang für mich auch sehr stimmig. Heute denke ich anders darüber. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Menschen gibt die wirklich ganz ohne Erwartungen sind. Ich habe Erwartungen an mich – ok, das kommt vielleicht durch meine Erziehung, ganz bestimmt sogar, aber ich habe auch an andere Menschen eine Erwartung und ganz banal habe ich auch schon allein Erwartungen, wenn ich einkaufen gehe, denn dann erwarte ich bestimmte Dinge kaufen zu können. Kann also ein Mensch wirklich ganz ohne Erwartungen sein? Ich bin ehrlich, ich kann es mir nicht vorstellen und ich weiß auch nicht wie so ein Leben sein oder sich anfühlen sollte/könnte. Vielleicht drehe ich mich da auch im Kreis und hänge fest, ich weiß es nicht. Vielleicht werde ich von euch Nachrichten bekommen und so neue Denkweisen erfahren – ich lass mich überraschen. Aber Erwartungen habe ich.

Ich versuche mir hier wirklich Dinge zu überlegen, wo ich ganz ohne Erwartungen herangehe. Aktuell bin ich ja auf Wohnungssuche – in Berlin schwer, besonders wenn man Vorstellungen an seine Wohnung hat. Ich hatte also für eine Wohnung eine Bewerbung abgegeben und heute gesehen, dass die Wohnung vom Markt ist. Tja, ich habe sie nicht bekommen. Nun bin ich natürlich enttäuscht, weil ich die Hoffnung hatte, diese zu bekommen. Da fällt mir auf … Erwartungen … Vorstellungen … Hoffnungen … alles Synonyme und ohne all jenes soll man leben können?
Es ist wohl eher so, wie es bei vielen Dingen im Leben ist – das Maß macht’s. Alles differenzierter betrachten und nicht zusammenwerfen. Nicht verallgemeinern, sondern jede Situation für sich betrachten. Das macht doch Sinn oder?
20170729_184932 kleinerIch habe zwar noch keine Ahnung wie ich weniger Erwartungen haben kann und was ich da tun könnte, aber ich werde damit mal gehen und es in mir wirken lassen. Aber wenn ich Erwartungen mit Hoffnung gleich setze, dann lasse ich nichts gehen, denn eine Leben ohne Hoffnung macht für mich keinen Sinn. Ein schwieriges Thema finde ich.
Oder ist jedes Wort für sich eine Zusammensetzung verschiedener Worte? Als wirkt in Erwartung auch etwas Forderung mir und in Hoffnung Liebe? Hmmm … neuer Denkansatz. So passiert es mir immer wieder beim Schreiben.

Nun bin ich gespannt, was es mit euch macht. Was ihr denkt und fühlt. Wie ihr mit Erwartungen, Hoffnungen und Vorstellungen umgeht. Und wieviel ihr davon in euch tragt und wovon ihr euch befreit.

Ohne Erwartungen zu leben, ist sicherlich leichter, aber ich weiß nicht wo dann das Ziel bleibt oder ob beides gar nicht zusammenhängt. ?

Fragen über Fragen. Gedanken über Gedanken. Und alles Philosophie.

Eine wundervolle Zeit wünsche ich euch.

Eure Kerstin

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