~ Das Leben in mir, ist Liebe. Teil 2 ~

Das Leben in mir, ist Liebe.

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DSC_0538 bearb sw 1 LogoIch las heute ein Interview einer Frau, welche eine Nahtoterfahrung hatte und darüber berichtete. Dabei musste ich an Gespräche mit Freundinnen denken, welche mich immer wieder verzweifeln ließen. Ich verstand sie und sie verstanden mich und doch hatten wir nicht die richtigen Worte und fanden nicht den Zugang zum anderen Denken. Und heute habe ich einiges verstanden. Das Leben ist eine „Illusion“. Wir werden so sehr geformt, dass wir gar nicht mehr ursprünglich sind. Wie finden wir also den Weg zu unserer Ursprünglichkeit zurück?
Die Frau sprach von der Liebe zu sich selbst, die alles veränderte. So oft habe ich von der Selbstliebe gelesen und gehört, verstanden, aber nicht tief im Herzen verstehen können wie diese alles, die gesamte Welt, verändern kann. Aber jetzt ist es ganz klar.
In den Gesprächen mit meinen Freundinnen ging es oft um das Leid, die Not und die Angst der Menschen und Tiere, was wir der Welt antun und wie oft wir wegsehen und nicht handeln – teilweise auch gar nicht wissen wie. Immer wieder kamen wir an dem Punkt wo ich für mich spürte, dass ich aber in meiner Liebe bleiben möchte. Ich verschließe nicht die Augen vor dem was geschieht, aber ich kann nur mit meiner Liebe leben und handeln. Meinen Fokus lege ich ganz bewusst auf das Schöne im Leben und auf die Liebe ohne dabei die anderen Menschen und Tiere zu vergessen. Ich fragte mich so oft, wieso ich tief im Herzen von meiner Liebe und meinem Weg überzeugt bin, aber nicht in Worte fassen kann warum es mein Weg ist und meiner Überzeugung nach zur Heilung führt und nun habe ich es verstanden. Wenn ich die Liebe und Hingabe zum Leben in mir trage, dann trage ich es in die Welt. Ich werde dabei andere Menschen berühren und sie werden die Liebe und Hingabe spüren und vielleicht „stecke“ ich sie damit an und sie berühren wieder andere Menschen und „stecken“ diese an. Wenn wir also ganz bewusst lieben und uns dem Leben hingeben, dann werden wir anstecken und so kann Wandlung und Heilung entstehen. Die Not und die Angst und das Leid, was wir aktuell sehen, kann mit Liebe geheilt werden. Oh ja, ich höre die Einwände, die sagen „Aber Liebe und Hingabe beendet keine Kriege und macht nicht satt.“ Und ich sage „DOCH“ denn genau diese Liebe führt dazu, dass wir Achtsamer sind und viel bewusster leben. Die Liebe ist ein Hinsehen und ein bewusstMachen und genau das ist die Veränderung. Wie wollen wir Kriege und Hungersnöte „bekämpfen“, wenn die Liebe gar nicht in allen Köpfen und Herzen der Menschen ist? Wir können ganz bewusst auf Nahrung und bestimmte Firmen/Produkte verzichten, aber unser Verzicht wird nicht auf Dauer sein, weil wir diese Entscheidungen mit dem Kopf treffen. Wir wissen von dem Leid in der Massentierhaltung und von den hungernden Menschen auf der Welt, aber dabei liegt unser Fokus auf deren Leid, anstatt auf unsere Liebe. Die Liebe ist keine Überzeugung, sondern ein tiefer Glaube zu sich selbst. Ich weiß, dass ich mit meinem Wirken irgendwo auf der Welt einen Menschen berühre und einen „Aha“-Effekt bewirke, so wie mich das Interview dieser Frau bewegt hat.

~ © Kerstin Kochler