~ 2 Frauen im Kreis von 7 ~

Gestern fand mein erster Frauenkreis statt.frauenkreis

Mein Tag war chaotisch, aber das ist nichts Neues. Und so passte es zu dem Tag, dass die öffentlichen Verkehrsmittel große Probleme hatten – die S-Bahn und auch Straßenbahn konnte zeitweise nicht fahren. Ich las dies, als ich bereits auf dem Weg in den Raum für den Frauenkreis war und konnte selber erleben, dass die Straßenbahnen große Verspätungen hatten. Aber schlussendlich kommt man ans Ziel.

Später als geplant kam ich an und begann liebevoll den kleinen Altar in der Mitte des Raumes zu bauen und zu schmücken und legte meine Visitenkarten, Geschäfts- und Veranstaltungsflyer aus. Der Raum fühlte sich gut an und ich freute mich auf die kommenden Frauen.

Es klingelte und meine liebste Nana kam. Wir sprachen über den Tag und wer noch kommen würde bzw. sich angemeldet hatte. Nach und nach kamen die Absagen, aber das wunderte mich nicht, denn als ich an der Straßenbahnhaltestelle U Tierpark stand, wusste ich, dass der Weg nicht für alle Frauen frei sein würde.

Und so kam es, dass Nana und ich allein den Raum des Frauenkreises betraten. Sieben wundervolle Meditationskissen lagen im Kreis und warteten auf uns. Nana und ich setzten uns und wir sprachen über unsere Gefühle und unser Ankommen. Und wir beide hatten das Gefühl „es ist kein Kreis“. Lange vorher hatte ich mir Gedanken darüber gemacht, was ich mit den Frauen machen möchte, aber so 100%ig überzeugt war ich nicht, also ließ ich es offen und glaubte daran, dass sich zeigen würde, was zu tun ist. Und so kam es dann auch. Der Kreis fühlte sich nicht vollständig an und so hatte ich die Eingabe andere Frauen in diesen Kreis zu holen. Ich nahm mir den Block und wir schrieben fünf weitere Frauen auf und legten ihre Namen auf die Kissen. Es ist nicht zu beschreiben wie sehr sich der Raum und der Kreis veränderte. Der Kreis wurde rund und geschlossen. Jetzt waren alle Frauen da, die in diesen Kreis gehörten – Maria Magdalena, Lilith, Kali, Nana, Hildegard von Bingen, Eva und ich. Welch eine Kraft, welch eine Weiblichkeit, welch eine Fülle jetzt in diesem Raum war – unbeschreiblich.

Wir ließen diese Energie auf uns wirken und nach und nach, immer im Wechsel, nahmen wir die Plätze der anderen fünf Frauen ein. Nana ging gegen den Uhrzeigersinn und ich mit ihm – welch wundervolle Symbolik. Bevor wir uns setzten legten wir den Namenszettel unter das Kissen und nahmen dann den Platz ein. Nana nahm zuerst den Platz von Kali ein. Ich hörte ihr zu, wie sie Bilder, Gedanken und Worte mit mir teilte und ich sah die Kali in ihr. Danach tauschten wir uns aus. Ich begann mit Maria Magdalena und Nana hörte zu. Wir ließen uns Zeit, so dass wir statt den geplanten 2Stunden 3 brauchten, aber es fühlte sich vollkommen richtig an und unsere inneren Kinder hatten großen Spaß mit all den Frauen.

Das Wissen, welches Maria Magdalena, Lilith, Kali, Hildegard von Bingen und Eva mit uns teilten, wird erst noch einige Zeit in uns wirken, bis wir es in die Welt hinaustragen werden. Nur so viel kann ich schon jetzt sagen – es ist kein Frauenkreis, es ist ein Schwesternkreis und an dem Abend war es sogar ein Hexenschwesternkreis.

Ich bin zu keine Zeit traurig gewesen, das keine andere lebende Frau den Kreis beiwohnen wollte, denn er war voll. Das Universum bringt uns genau die Menschen, die zu dieser Zeit bei uns sein sollten und so freue ich mich auf den nächsten Frauenschwesternkreis am 12.12.2016 und bin voll Freude auf die Frauen, die den Weg zu mir finden werden und dem Ruf folgen.

Ich wünsche euch eine lichtvolle und kraftvolle Zeit voll Weiblichkeit und Liebe.

Eure Kerstin Kochler

~ © Kerstin Kochler