~ Gespräch mit einem Rennpferd † ~

„Ich lief und dann wurde ich langsam und dann hörte ich auf zu laufen und legte mich nieder. Um mich waren kleine Wesen. Sie sagten ich solle keine Angst haben, sie würden bei mir bleiben und mich beschützen. Und dann wurde ich ruhig und alles wurde weiß. Ich war nicht allein. Die Wesen waren da und zwei weiße Pferde mit Flügeln holten mich ab. In ihrer Mitte konnte ich fliegen. Ich konnte laufen und mich bewegen und fühlte mich so leicht. Keine Schmerzen und kein Druck. Frei und leicht und mit eigenen Flügeln flog ich dem Himmel entgegen.

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Jetzt bin ich drüben. Der Himmel färbt sich orange und die Sonne versinkt. Ich laufe hier oben und bin nicht allein. Mit mir laufen viele andere Pferde. Sie erzählen ihre Geschichten und unsere Leben waren so gleich.

Du konntest mich nicht schützen. Es war mein Weg. Meine Zeit war gekommen und alle Trommeln und Gebete, alle Schutzzauber und Geister konnten den Tod nicht aufhalten. Aber ich sehe deine Tränen und mein Herz ist voller Dank, denn ich habe dich gespürt. Du warst da, in meinen Gedanken und du warst es die die Wesen und Trommeln und Gebete zu mir schickten. Du hast so viele beschützt. Sei nicht traurig, dass du mich nicht halten konntest, aber es lag nicht in deiner Macht. Leb frei, so wie ich es jetzt bin. Sie kennen dich. Hier oben wissen sie von dir und deiner Gabe und sind voller Dank für dich und all das was du tust. Sei nicht traurig, denn ich bin es nicht. Ich bin in Frieden, sei du es auch.“

Ruhe in Frieden Global Thunder – und all ihr anderen wundervollen Tieren dieser Welten.

~ © Kerstin Kochler